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Fellwechsel beim Pferd

Zweimal im Jahr steht er an – der Fellwechsel bei unseren Pferden. Im Frühjahr vollzieht sich der Wechsel vom Winter- zum Sommerfell, im Herbst geht das Ganze wieder retour. Hier wird dann vom dünnen Sommerkleid auf den wärmenden Winterpelz umgestellt.
Aktuell fliegen, bedingt durch den nahenden Frühling, wohl so ziemlich jedem Pferdebesitzer also die Haare um die Ohren und wir sind uns sicher – jetzt hat er begonnen, der Frühjahrsfellwechsel! Doch eigentlich ist der Fellwechsel schon fast beendet, wenn die Härchen durch die Luft fliegen.
In diesem Blogartikel möchten wir rund um das Thema Fellwechsel beim Pferd informieren. Wann beginnt er und was löst ihn überhaupt aus? Ganz wichtig: Wie kannst Du Deinen Vierbeiner in dieser Zeit z. B. durch entsprechende Fütterung unterstützen und was kannst Du tun, damit zwar Dein Pferd sein altes Fell loswird, aber nicht Du, Auto und Waschmaschine ausseht wie geteert und gefedert?

Wann kommen Pferde in den Fellwechsel?

Der Wechsel vom Sommer- zum Winterfell beginnt ca. Anfang bis Mitte September und ist bis Ende November abgeschlossen. Nach und nach verlieren die Pferde ihr Sommerfell, während gleichzeitig der Winterpelz zu sprießen beginnt. Zunächst ist das meist sehr unauffällig, bis einem plötzlich auffällt, dass der Vierbeiner scheinbar über Nacht plüschiger aussieht. Der Wechsel vom Winter- zum Sommerfell wird durch die bereits im Januar langsam länger werdenden Tage eingeleitet. Zunächst unbemerkt fängt das Sommerfell an zu wachsen, bis dann deutlich später die ersten losen Haare vom Pferdebesitzer bemerkt werden.

Was löst den Fellwechsel beim Pferd aus?

Der Beginn des Fellwechsels ist in erster Linie von der Tageslichtlänge abhängig. Die Umgebungstemperatur und die Rasse haben nur einen untergeordneten Einfluss. Pferde haben einen „eingebauten“ Sensor, der die Tageslichtmenge erkennt. Werden hier Abweichungen registriert, startet das Programm für den Frühjahrs- bzw. Herbstfellwechsel.

Pferd im Fellwechsel unterstützen

Eigentlich vollzieht sich der Fellwechsel bei gesunden Pferden von alleine und Pferde werden das alte Fell jeweils über mehrere Wochen los. Dies gelingt ihnen durch ausgiebiges Wälzen, Scheuern an Bäumen und, wenn auch in geringerem Maß, durch gegenseitige Fellpflege. Ein Sonderfall sind Pferde mit Cushing (Equine Cushing Syndrom; ECS). Die Erkrankung äußert sich unter anderem durch langes, lockiges Fell und einen verspäteten oder überhaupt nicht stattfindenden Fellwechsel. Egal ob gesundes oder krankes Pferd, es gibt einige Möglichkeiten, Dein Pferd in der Zeit des Fellwechsels zu unterstützen!

Pony mit Cushing und charakteristischem, langem Fell.

Welche Bürste im Fellwechsel beim Pferd?

Um das Abhaaren zu erleichtern, hilft es, den Vierbeiner regelmäßig zu bürsten. Im Fellwechsel haben sich hierfür Fellwechselkämme, Feder- (auch Metallstriegel genannt) oder Gummistriegel bewährt. Fellwechselkämme haben meist einen gezackten Kamm aus Metall auf ihrer Unterseite. Federstriegel zeichnen sich durch ein bezacktes Blatt aus Metall aus.

Metall- bzw. Federstriegel eignen sich gut zum Herausbürsten von losem Fell.

Putze mit dem Gummistriegel in großen, kreisenden Bewegungen. Mit dem Fellwechselkamm und dem Federstriegel kannst Du von vorne nach hinten mit leichtem Druck über den Pferdekörper streichen und so das lose Fell ausbürsten.

Fellwechselkamm im Einsatz.

Wichtig: Alle diese Putzutensilien dürfen nur an bemuskelten Körperpartien bzw. Stellen mit viel Unterhautfettgewebe verwendet werden. Kopf, Beine, Widerrist und Wirbelsäule sind tabu, da die Verwendung an diesen Stellen schmerzhaft sein kann. Auch an den Flanken solltest Du mit viel Gefühl putzen. Um die empfindlichen Partien zu säubern, eignen sich die besonders weichen und kleineren Kopfbürsten.

Verwende für Kopf und Beine weiche Bürsten.

Im Anschluss an das Ausbürsten des losen Fells am Körper solltest Du noch mit einer Wurzelbürste oder Kardätsche überbürsten.

Pferd scheren im Fellwechsel

Normalerweise ist eine Schur im Frühjahrsfellwechsel nicht nötig und auch nicht angebracht. Durch das oftmals noch wechselhafte Wetter und die schwankenden Temperaturen steigt das Risiko für Infekte – vor allem, wenn ein Pferd mit dichtem Winterfell plötzlich komplett geschoren wird und im Anschluss nicht mit einer entsprechend gefütterten Decke eingedeckt wird.
Bei Pferden mit Cushing hingegen kann eine Frühjahrsschur eine Wohltat für die Vierbeiner sein. Hat das Pferd sein Winterfell je nach Region ca. Mitte Mai noch nicht abgeworfen, was bei vielen an Cushing erkrankten Pferden der Fall ist, da der Fellwechsel nicht mehr richtig vonstattengeht, kannst Du eine Teil- oder Vollschur vornehmen. Welche Art von Schur genau vorgenommen wird, hängt u. a. von den Haltungsbedingungen, dem Wetter und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Pferdes ab.
Eine Schur im Fellwechsel zum Winterfell ist hingegen bei vielen Sportpferden üblich. Die Schur im Herbst bringt viele Vorteile mit sich, hat aber natürlich auch einige Nachteile. Ganz wichtig ist es, im Herbst geschorene Pferde mit einer an die jeweiligen Temperaturen angepassten Decke einzudecken. Mehr über das Scheren von Pferden und mögliche Schermuster erfährst Du in diesem Artikel.

Fütterung im Fellwechsel

Es gibt einige Möglichkeiten, Dein Pferd über die Fütterung im Fellwechsel zu unterstützen. Am besten ist es, Du beginnst zeitig mit einer entsprechenden Zufütterung und nicht erst, wenn die Haare fallen.
Die beste Grundlage für einen gesunden Fellwechsel ohne Begleiterkrankungen legt eine auf die Bedürfnisse Deines Pferdes abgestimmte Fütterung mit Heu bester Qualität, hochwertigem Mineralfutter plus, falls nötig, entsprechendem Kraftfutter. Was als Kraftfutter in Frage kommt, hängt ganz davon ab, was Dein Pferd verträgt. Für viele Pferde ist Hafer ein nahezu ideales Kraftfutter. Liegt jedoch eine Unverträglichkeit vor, kann z. B. eine getreidefreie Fütterung sinnvoll sein.
Verläuft der Fellwechsel trotz ohnehin schon guter ganzjähriger Fütterung nicht optimal, kannst Du Dein Pferd zusätzlich unterstützen. Bewährt haben sich hier verschiedene Futtermittel zur Ergänzung.

Mash im Fellwechsel beim Pferd

Klassisches Mash besteht aus Weizenkleie, Leinsamen und Hafer. Die Komponenten haben nicht nur eine verdauungsfördernde Wirkung, sondern liefern Aminosäuren, Omega-3-Fettsäuren, Vitamin B und E sowie Ballaststoffe, die als Nahrung für positive Darmbakterien dienen. Da der größte Teil des Immunsystems im Darm beheimatet ist und der Darmflora eine wichtige Rolle bei der Immunabwehr zugesprochen wird, fütterst Du mit Mash nicht nur Dein Pferd, sondern quasi auch sein Immunsystem. So kannst Du auf einfache Art Dein Pferd im Fellwechsel unterstützen.
Wenn Dein Pferd keinen Hafer oder keine Weizenkleie verträgt, kannst Du auch auf ein hafer- und weizenkleiefreies Mash zurückgreifen.

Leinsamen im Fellwechsel beim Pferd

Du kannst Leinsamen auch als Einzelkomponente füttern, wenn Du kein Mash geben magst. Leinsamen sind ein wahres Superfood (übrigens nicht nur für Pferde). Sie enthalten u. a. Omega-3-Fettsäuren, Vitamin B 1, B 2, B 6 und E, Selen, Nicotin-, Fol- und Pantothensäure. Leinsamen können die Verdauung fördern und mit den in ihnen enthaltenen Inhaltsstoffen positiv auf Haut und Fell wirken – dies ist vor allem in Zeiten des Fellwechsels ein großer Vorteil.

Bierhefe im Fellwechsel beim Pferd

Bierhefe eignet sich ebenfalls hervorragend als Unterstützung im Fellwechsel. Bierhefe hat eine präbiotische Wirkung und kann somit zu einer gesunden Darmflora, einer optimalen Verdauungsfunktion und letztendlich auch einem starken Immunsystem beitragen. Bierhefe liefert essenzielle Aminosäuren, B-Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.
Bierhefe ist für gewöhnlich in zwei Varianten erhältlich: als pure Bierhefe und als an Biertreber gebundene Bierhefe. Pure Bierhefe schmeckt recht bitter, daher wird sie von den meisten Pferden besser akzeptiert, wenn sie an Biertreber gebunden ist. Das macht Bierhefe nämlich deutlich schmackhafter, da der Treber einen süßen Geschmack hat.
Biertreber wiederum ist ein Getreidebestandteil (aus Weizen oder Gerste) und wird von stoffwechselempfindlichen Pferden oft nicht vertragen. Stoffwechselempfindliche Pferde (z. B. bei PSSM1 und 2) oder auch Robustrassen wie Isländer und Shetland Ponys sind meist mit der treberfreien Variante besser bedient.

Kräuter im Fellwechsel beim Pferd

Es gibt Kräuter, die den Fellwechsel beim Pferd unterstützen können. Häufig werden folgende empfohlen:

  • Brennnessel
  • Bockhornkleesamen
  • Klebkraut
  • Löwenzahn
  • Mariendistelkraut
  • Weißdorn

Ihnen gemeinsam ist, dass sie anregend auf den Stoffwechsel wirken können und sich so auch positiv auf den Fellwechsel auswirken können.
Leidet Dein Pferd im Fellwechsel immer wieder an Erkrankungen wie Husten und Nasenausfluss, kannst Du natürlich auch verschiedene Kräuter gleichzeitig füttern. Zu viele auf einmal sollten es allerdings nicht sein. Kräuter sollten generell nur kurweise (ca. vier bis sechs Wochen) gefüttert werden. Leidet Dein Pferd an einer Erkrankung der Leber, dann ist Vorsicht geboten und Du solltest Kräuter nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Tierarzt füttern.

Leinöl im Fellwechsel beim Pferd

Mit Leinöl lassen sich Pferde im Fellwechsel ebenfalls gut unterstützen. Leinöl enthält essenzielle Fettsäuren, welche u. a. einen positiven Einfluss auf die Haut- und Fellgesundheit haben. Zudem können die enthaltenen Bestandteile entzündungshemmend wirken. Vor allem bei Pferden, die im Fellwechsel stumpfes Fell und schuppende Haut haben, hat sich Leinöl bewährt. Für ein 550 kg schweres Warmblut veranschlagt man eine tägliche Fütterung von ca. 50 ml Leinöl. Du solltest nicht abrupt gleich mit der gesamten Ölmenge starten, sondern über ca. eine Woche die Menge nach und nach steigern, andernfalls kann Durchfall die Folge sein.

Mögliche gesundheitliche Probleme im Fellwechsel beim Pferd – Pilz, Schuppen, Husten, Mauke

Der Fellwechsel strapaziert den Stoffwechsel von Pferden. Dies kann dazu führen, dass das Immunsystem negativ beeinflusst wird und vermehrt Erkrankungen auftreten.
Typische Erkrankungen in der Fellwechselzeit sind Infekte, die sich durch Nasenausfluss, Husten und Fieber äußern können. Aber auch Mauke, eine durch Bakterien verursachte Hautentzündung, tritt vor allem in der Zeit des Fellwechsels vermehrt auf. Nasskalte Witterung und verschlammte Ausläufe tragen zusätzlich zum Ausbruch solcher Erkrankungen bei.
Wirkt Dein Pferd müde und abgeschlagen, dann miss Fieber. Die normale Körpertemperatur beträgt bei Pferden zwischen 37 und 38 °C. Weicht die gemessene Temperatur davon ab, solltest Du umgehend einen Tierarzt kontaktieren. Gleiches gilt, wenn Dein Pferd unter Nasenausfluss und Husten leidet.

Eine un- bzw. nicht korrekt behandelte Mauke kann ebenfalls zu folgenschweren, weiteren Erkrankungen führen und sollte auch immer vom Tierarzt behandelt werden.
Auch Gewichtsabnahme ist ein häufig während des Fellwechsels beobachtetes Phänomen. Der Fellwechsel ist ein Kraftakt für den Pferdekörper, der viel Energie kostet und auch zusätzliche Spurenelemente und Mineralstoffe aufbraucht. Steht dann nicht mehr genügend für die restlichen Körperfunktionen zur Verfügung, kann sich das in einer Gewichtsabnahme äußern.

Hin und wieder kommt es auch im Fellwechsel vermehrt zu Koliken. Die Gründe dafür können vielfältig sein und sollten immer tierärztlich abgeklärt werden.

Wichtig: Bei Husten solltest Du Dein Pferd nach Absprache mit dem Tierarzt nur leicht bewegen. Schwitzen ist absolut tabu. Bei Fieber ist allenfalls Bewegung im Schritt an der Hand angesagt – hole aber auch hier vorab tierärztlichen Rat ein!

Leidet Dein Pferd im Fellwechsel regelmäßig an den genannten Erkrankungen, kann eventuell ein großes Blutbild Licht ins Dunkel bringen. Liegt z. B. ein Mangel an Spurenelementen oder Mineralstoffen vor oder liegen alle relevanten Blutwerte im grünen Bereich?

Probleme und mögliche Lösungen im Fellwechsel

Nachfolgend haben wir nochmal die häufigsten Probleme aufgelistet, die im Zusammenhang mit dem Fellwechsel auftreten können, plus mögliche Lösungsansätze. Beachte aber bitte, dass bei gesundheitlichen Problemen der erste Ansprechpartner immer der Tierarzt sein sollte und die genannten Punkte nur unterstützen können, aber kein Ersatz für eine umfassende Untersuchung, Diagnose und angepasste Behandlung sein können.
Ein qualitativ hochwertiges Mineralfutter sollte obligatorisch in der Pferdefütterung sein. Viele Probleme lassen sich durch eine ausreichende Mineralisierung vorbeugen. Außerdem sollte ein großes Blutbild erstellt werden.

Gewichtsabnahme

Sind die Zähne in Ordnung und liegt keine Verwurmung oder andere Erkrankung vor, sorge dafür, dass Dein Pferd mit Raufutter bester Qualität zur freien Verfügung versorgt ist. Ist dies nicht möglich, füttere zusätzlich Heucobs, Rübenschnitzel und zwei bis drei Mal täglich Mash zu. Ergänze die Fütterung zudem durch Leinöl. Heucobs und Mash sowie Hauptfutter für Pferde erhältst Du in unseren Kölle Zoo Märkten und in unserem Onlineshop. 

Stumpfes Fell, Schuppen, Pilz

Füttere Leinöl, Bierhefe und Leinsamen zu. Putze Dein Pferd regelmäßig oder sorge dafür, dass es sich ohne Decke regelmäßig wälzen kann. Achte darauf, das Pferd nicht feucht einzudecken. Dies kann Haut- und Fellprobleme zusätzlich befeuern. Bei Verdacht auf einen Hautpilz sollte immer ein Tierarzt hinzugezogen werden.

Vorsicht! Hautpilz ist für uns Menschen und auch Tiere wie Hund und Katze ansteckend.

Verspäteter oder gar nicht stattfindender Fellwechsel

Hier ist immer eine Blutuntersuchung anzuraten, um eine Stoffwechselerkrankung auszuschließen. Alle weiteren Maßnahmen sollten mit dem Tierarzt besprochen werden.

Infekte, Nasenausfluss, Husten

Füttere in Absprache mit dem Tierarzt parallel Bronchialkräuter, Leinöl und Bierhefe. Achte darauf, dass Dein Pferd nicht schwitzt, und bewege es nur moderat. Stelle sicher, dass Deinem Pferd stets ein trockener, zugfreier Rückzugsraum zur Verfügung steht.

Mauke

Zur Unterstützung der Hautgesundheit kann hier Leinöl gut helfen. Kräuter zur Aktivierung des Stoffwechsels können zudem unterstützend gegeben werden. Parallel sollte eine Behandlung durch den Tierarzt stattfinden. Achte auf einen trockenen, sauberen Auslauf. Dein Pferd sollte beim Paddock- oder Koppelgang nicht im Morast stehen – dies begünstigt die Hauterkrankung noch.

 Mauke kann im Fellwechsel vermehrt auftreten.

Kolik

Kolik ist immer ein Notfall und muss umgehend tierärztlich behandelt werden. Leidet Dein Pferd zu den Zeiten des Fellwechsels unter wiederkehrenden Koliken, so ist immer eine ausführliche Ursachenforschung mit Unterstützung des Tierarztes angesagt.

Tipps für den Menschen im Fellwechsel beim Pferd

Den Fellwechsel unserer Pferde sieht man oft auch uns, unseren Autos und der Waschmaschine an.
Um das zu verhindern, gibt es einige einfache, aber effektive Tipps, die Du berücksichtigen kannst:

Glatte Kleidung tragen

Trage im Stall glatte Kleidung, an der das Fell keine Chance hat, haften zu bleiben.
Regenjacken und -hosen sind in der Zeit des Fellwechsels ein hilfreicher Begleiter. Zieh beides beim Putzen Deines Pferdes einfach über Deine normale Kleidung und das Fell perlt nur so an Dir ab.

Decken, Sattelunterlagen und Co. regelmäßig ausbürsten

Wenn Du Decken und Sattelunterlagen regelmäßig ausbürstest, hat das gleich einen dreifach positiven Effekt: Du schonst die Haut Deines Pferdes und beugst Scheuer- und Druckstellen vor. Gerade wenn Dein Pferd stark abhaart, kann sich bereits nach einmaliger Nutzung so viel Fell unter der Satteldecke oder Schabracke sammeln, dass eine Wiederverwendung ohne vorherige Entfernung der Haare zu schmerzhaften Druckstellen und Hautproblemen führen kann. Auch unter Stall- und Paddockdecken sammeln sich schnell viele Haare, die ebenfalls entfernt werden sollten, um Haut- und Fellproblemen vorzubeugen.

Auch Deinem Auto, Deiner Waschmaschine und Dir tust Du mit dem regelmäßigen Ausbürsten einen großen Gefallen. Weniger Pferdehaare im Auto bedeuten einen geringeren Reinigungsaufwand des Gefährts und sparen Zeit. Pferdehaare aus der Waschmaschine entfernen kostet ebenfalls Zeit, zumal die Haare im schlimmsten Fall zu einer verstopften oder gar kaputten Waschmaschine führen können – ein vermeidbarer Kostenfaktor, wenn vor dem Waschen gründlich ausgebürstet wird!

Tipp: Zum Ausbürsten von Decken und Sattelunterlagen haben sich Gummistriegel bewährt!

Fazit

Der Fellwechsel ist eine anstrengende Zeit für unsere Pferde. Den Grundstein für einen reibungslos verlaufenden Fellwechsel legt eine angepasste Fütterung mit Futter bester Qualität und ein hochwertiges Mineralfutter. Versuche, Deinen Vierbeiner in dieser Zeit so gut wie möglich zu unterstützen und reduziere wenn nötig sein Arbeitspensum.

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