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Fische im Naturteich

Neben einigen wirbellosen Tieren, wie Posthornschnecken, Sumpfdeckelschnecken, Malermuscheln und Großen Teichmuscheln die Algen abweiden, abgestorbene Pflanzenteile fressen oder als natürliche Teichfilter fungieren und somit als tierische Helfer zum Erhalt des biologischen Gleichgewichts in Deinem Naturteich beitragen, gibt es zahlreiche Fischarten, die sich als Besatz für einen Naturteich eignen. Die meisten davon sind winterhart und können ganzjährig draußen bleiben.

Wichtig ist, dass Dein Naturteich über gewisse Grundvoraussetzungen verfügt, damit ein Fischbesatz sinnvoll ist.

 

Grundvoraussetzungen für den Fischbesatz im Naturteich

Sollen Deine Fische dauerhaft im Teich leben und draußen überwintern, ist eine ausreichende Teichtiefe von mindestens 80 cm wichtig.  Zum einen darf Dein Teich im Winter nicht komplett durchfrieren, zum anderen sollte sich das Wasser im Sommer nicht zu stark aufheizen, da Fische sonst Probleme mit der Sauerstoffversorgung bekommen.

Verschiedene Pflanzenarten in und an Deinem Naturteich dienen den Fischen als Verstecke, als Futter und auch zum Ablaichen. Auch das Vorhandensein freier Schwimmfläche und deren Größe entscheidet mit über den Fischbesatz in Deinem Naturteich, da groß werdende und agile Fischarten mehr freien Schwimmraum benötigen, als eher klein bleibende, bodenorientierte Arten.

 

Winterharte Fische

Einheimische Kaltwasserfische können bei entsprechender Vorbereitung und Teichtiefe im Naturteich überwintern. Welche Vorbereitungen Du für eine erfolgreiche Überwinterung Deiner Teichbewohner treffen solltest, kannst Du hier nachlesen. Häufig in Naturteichen gehaltene Kaltwasserarten sind:

Bitterling

Bitterlinge (Rhodeus sericeus) werden bis zu 10 cm groß. Sie ernähren sich von Algen, Wasserflöhen und Mückenlarven und sorgen damit für den Erhalt des biologischen Gleichgewichts in Deinem Naturteich. Wenn Du möchtest, dass es Bitterling-Nachwuchs gibt, solltest Du pro vorhandenem Bitterlingspärchen eine Fluss- oder Malermuschel mit in Deinen Teich setzen. Bitterlinge laichen nämlich zum Schutz ihres Nachwuchses nur in diese Muscheln!

Der Bitterling...

…und die Malermuschel.

 

Dreistachliger Stichling

Dreistachlige Stichlinge (Gasterosteus aculeatus) sind mit einer Größe von 6 bis 8 cm kleine Teichbewohner. Am wohlsten fühlen sie sich zu mehreren und mit deutlichem Weibchenüberschuß. Die Männchen besetzen nämlich in der Laichzeit Reviere und wollen sich „ihre“ Weibchen sichern. Bei den Dreistachlige Stichlinge sind übrigens die Männchen für den Nestbau zuständig. Sie bauen zur Fortpflanzungszeit ein rundes Nest aus Algen und Pflanzen, in dem die Fische ablaichen. Das Männchen bewacht die Fischbrut, bis die Jungfische das Nest verlassen haben. Dreistachlige Stichlinge sind sehr nützliche Bewohner im Naturteich, da sie gerne Mückenlarven fressen.

 

Rotfeder

Rotfedern (Scardinius erythrophthalmus) sind Schwarmfische und werden bis zu 30 cm groß. Entscheidest Du Dich für die Pflege der Fische mit den intensiv gefärbten Flossen, so solltest Du mindestens acht bis zehn Tiere halten. Die Rotfeder ist ein „Anflugfresser“. Sie schnappt Insekten direkt an der Wasseroberfläche und ist dann am aktivsten, wenn die meisten Fluginsekten unterwegs sind, also morgens und abends. Außerdem stehen Algen auf ihrem Speiseplan und auch an Wasserpflanzen knabbert sie gerne. 

 

Nase

Nasen (Chondrostoma nasus) sind Schwarmfische, werden bis zu 40 cm groß und benötigen einen hohen Sauerstoffgehalt im Wasser. Sie eignen sich daher nur für die Haltung in großen Teichen. Nasen fressen am liebsten Algen und halten somit den Algenbestand in Deinem Naturteich in Schach.

Nasen sind gut an ihrer namensgebenden, charakteristischen Kopfform zu erkennen.

 

Goldorfe und Blauorfe

Die Gold- und die Blauorfe sind Farbformen der Orfe (Leuciscus idus). Sie sind friedliche und gesellige Gruppenfische, von denen Du mindestens sechs bis sieben Exemplare halten solltest.  Gold- und Blauorfen können bis zu 50 cm groß werden und brauchen daher einen großzügig dimensionierten Teich mit ausreichender Schwimmfläche und hohem Sauerstoffgehalt. Orfen sind Allesfresser, die alles vertilgen was in ihr Maul passt. Auf dem Speiseplan stehen Insekten(larven), Schnecken, kleinere Fische, Kaulquappen und Muscheln.

 

Die Goldorfe

 

Moderlieschen

Das Moderlieschen (Leucaspius delineatus) ist ein zierlicher, maximal 9 cm groß werdender Schwarmfisch. Am wohlsten fühlen sich die Tiere mit mindestens neun weiteren Artgenossen. Moderlieschen fressen Algen, Stechmückenlarven und Zooplankton.

Der Name Moderlieschen bezieht sich nicht auf den Lebensraum der Fische, sondern leitet sich von „mutterlos“ ab. Ihr Laich ist sehr klebrig und haftet hervorragend an Wasservögeln, die ihn so von Gewässer zu Gewässer transportieren. Somit finden sich oft Jungfische in Gewässern ohne erwachsene Moderlieschen!

Tipp: Bitterlinge, Moderlieschen und Elritzen eignen sich auch für kleinere Naturteich!

 

Gründling

Gründlinge (Gobio gobio) sind friedliche und gesellige Fische, die bis zu 20 cm groß werden können. Sie eignen sich für Naturteiche mit hohem Sauerstoffgehalt. Gründlinge halten sich meist am Teichboden auf und suchen dort ihre Nahrung, die hauptsächlich aus Würmern, Wasserasseln und Krebstieren besteht. Laich wird auch nicht verschmäht!

Mit seinen langen Barteln durchsucht der Gründling den Teichboden nach Essbarem.

 

Elritze

Elritzen (Phoxinus phoxinus) werden bis maximal 12 cm groß. Da es Schwarmfische sind, sollten mindestens acht bis zehn Elritzen gemeinsam Deinen Naturteich beziehen. Elritzen fressen Insektenlarven, Fischlaich, Kleinkrebse, Algen, Anflugnahrung und auch Jungfische.

Zusatzinfo: Die aus Nordamerika stammende Goldelritze (Pimephales promelas) ist nicht näher mit der Elritze (Phoxinus phoxinus) verwandt, eignet sich aber auch für eine Haltung im Naturteich mit sauerstoffreichem Wasser. Goldelritzen werden bis 9 cm groß und fressen das gleiche wie Elritzen.

Die Goldelritze

 

Schleie

Schleien (Tinca tinca) werden bis zu 40 cm groß und sind sehr robuste, nachtaktive Fische. Sie fressen am liebsten Kleinlebewesen wie Wasserasseln, aber auch Schnecken und Algen stehen auf ihrem Speiseplan.

 

Nicht-winterharte Fische

Neben den winterharten Fischarten gibt es auch noch einige „Sommerfrischler“, die gerne den Sommer im Naturteich verbringen. Sobald die Außentemperaturen die 10 °C Marke unterschreiten, wird es für diese Fische höchste Zeit in ihr Winterquartier zu ziehen. Infos zur Überwinterung findest Du hier!

 

Medaka

Der Medaka (Oryzias latipes), auch Japanischer Reisfisch oder Reiskärpfling genannt wird bis zu 4 cm groß. Die Tiere sind sehr friedlich und sollten in einer größeren Gruppe von mindestens zehn Tieren gehalten werden. Auf ihrem Speiseplan stehen Zooplankton, Stechmückenlarven und auch Algen.

Tipp: Medaka werden in unterschiedlichen Farbformen gezüchtet und eignen sich auch für die Haltung in kleineren „Balkonteichen“ mit mindestens 54 Litern Wasservolumen!

 

Regenbogenelritze

Regenbogenelritzen (Notropis chrosomus) stammen ursprünglich aus den Südstaaten der USA. Sie schillern Dank ihrer Glanzschuppen in allen Regenbogenfarben. Deshalb werden sie auch „Rainbow Shiner“, „Regenbogenorfe“ oder „Blauflossenorfe“ genannt. Regenbogenelritzen sind Schwarmfische, die sich nur in der Gruppe wohlfühlen. Da sie nur ca. 8 cm groß werden, können sie auch in kleineren Teichen gehalten werden. Die Fische sind bedingt winterhart. Wer auf Nummer sicher gehen will, überwintert seine Rainbow Shiner in einem unbeheizten Aquarium im kühlen Innenraum. Damit die Vermehrung gelingt, ist allerdings eine Kälteperiode im Winter sogar unbedingt nötig, um im darauffolgenden Frühjahr die Hormone in Schwung zu bringen.

Rainbow Shiner sind Allesfresser, die in einem naturnahen Teich lästige Stechmücken in Schach halten.

 

Fazit

Ein Fischbesatz im Naturteich kann sehr sinnvoll sein und zur biologischen Schnakenbekämpfung in Deinem Garten eingesetzt werden. Wichtig ist, den Naturteich nicht mit zu vielen bzw. zu groß werdenden Fischen zu besetzen, da sonst das biologische Gleichgewicht schnell aus den Fugen geraten kann.

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