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Teichpflanzen – Multitalente für Garten-, Schwimm-, Natur- und Miniteiche!

Du wünschst Dir ein Biotop mit hoher Biodiversität? Du sehnst Dich nach einem stimmungsvollen Rückzugsort zum Ausspannen? Du legst Wert auf klare Linien und Formen? Bei Dir steht die Algenbekämpfung im Teich im Vordergrund? Eine auf Deine Bedürfnisse und Vorlieben angepasste Bepflanzung Deines Teiches kann dazu beitragen, diese Wünsche zu erfüllen, denn Pflanzen übernehmen mannigfaltige Aufgaben im und am Teich und zwar nahezu unabhängig davon, welche Art von Teich Du hast.

Mit Beginn des Frühjahrs bricht die ideale Zeit an, sich über den Pflanzenbestand am und im Gartenteich Gedanken zu machen! Bepflanzen kannst Du Deinen Teich in der Regel bis Ende Juli, danach solltest Du davon absehen, weil sich ein späterer Bepflanzungszeitpunkt negativ auf den Anwuchserfolg auswirken kann.

Vorteile von Teichpflanzen

Die Bepflanzung eines Teiches bringt, unabhängig von dessen Größe, viele Vorteile mit sich.

Biodiversität, Algenbekämpfung und Sauerstoffeintrag

Ein klarer Pluspunkt ist die Erhöhung der biologischen Vielfalt in Deinem Garten. Denn mit jeder zusätzlichen Pflanzenart, die Du einbringst, erhöhst Du die Biodiversität. Pflanzen im und am Wasser dienen zudem als Rückzugsort und Kinderstube für viele verschiedene Tierarten; blühende Stauden stellen Nahrung für zahlreiche Insekten bereit – weitere Pluspunkte im Hinblick auf die Artenvielfalt in Deinem Garten.

Die Pflanzen in Deinem Teich stehen in direkter Konkurrenz um Nährstoffe mit Algen und können somit dazu beitragen, Algen in Schach zu halten. Unterwasserpflanzen produzieren Sauerstoff, reichern das Teichwasser damit an und tragen so zu einer lebensfreundlichen Teichwasserchemie bei. Allerdings kehrt sich dieser Effekt nachts um; doch dazu später mehr! In Schwimmteichen unterstützen Teichpflanzen maßgeblich eine stabile Wasserchemie. In der Regel werden sie dort in einer vom Schwimmbereich getrennten Zone gepflanzt.

Auch als gestalterisches Element sind Teichpflanzen überaus nützlich. Mit ihrer Hilfe lassen sich Landschaften anlegen. Egal ob Waldlichtung, Bachlauf oder verwunschener Weiher – die Grenze des Möglichen wird (fast) nur von Deiner Fantasie festgelegt.

Mittels unterschiedlich gefärbter Pflanzen lassen sich deutliche Akzente setzen…

 …oder klare Grenzen ziehen, wie bei diesem Koiteich. Die harte Begrenzung wird durch die Bepflanzung mit Seerosen am Teichrand etwas aufgelockert, so dass sich ein weicheres Gesamtbild ergibt.

Nachteile von Teichpflanzen

Neben allen positiven Eigenschaften gibt es dennoch zu bedenken, dass Teichpflanzen auch Nachteile mit sich bringen können.

Vorsicht vor Sauerstoffmangel

Pflanzen produzieren zwar tagsüber Sauerstoff und binden CO2, doch nachts kehrt sich dieser Prozess um. Durch die Atmung der Pflanzen nachts kann es in stark bewachsenen und verkrauteten Teichen bei weichem Wasser zu starken pH-Wert Schwankungen (Säuresturz) und zu einem Sauerstoffdefizit kommen – Effekte die häufig tödlich für die tierischen Teichbewohner enden.

Tipp: Mit einer durchdachten Bepflanzung, dem Auffüllen des Teiches mit nicht zu weichem Wasser und entsprechenden Wasserstabilisatoren lässt sich solchen Effekten entgegenwirken.

Keine freie Schwimmfläche mehr

Fast jeder freut sich über prächtig gedeihende Pflanzen. Wachsen Deine Teichpflanzen zu schnell, können sie allerdings auch die freie Schwimmfläche deutlich einschränken. Dieser Effekt ist vor allem in Schwimmteichen nicht wünschenswert, aber auch schwimmfreudige Fischarten können unter zugewucherten Teichen leiden.

Tipp: Ca. 2/3 der Wasseroberfläche sollte von Pflanzen frei bleiben.

Faunenverfälschung durch Teichpflanzen?

Ein Thema, welches häufig wenig Beachtung findet ist die Gefahr der Faunenverfälschung durch Teichpflanzen. Die Kanadische Wasserpest (Egeria canadensis) ist einer der prominentesten Vertreter dieser invasiven Neophyten, gefolgt von der Wasserhyazinthe (Eichhornia crassipes). In fremde Ökosysteme eingebrachte Arten können mitunter schwerwiegende Folgen für die einheimische Tier- und Pflanzenwelt haben. Die Empfehlung vieler Experten lautet daher keine winterharten, neophytischen Teichpflanzen zu setzen und im Teich bereits vorhandene Neophyten zu entfernen.

Tipp: Als Alternative stehen verschiedene einheimische Teichpflanzenarten bzw. nicht-winterharte Pflanzen zur Verfügung.

Unterschiede zwischen verschiedenen Teichpflanzen

Teichpflanze ist nicht gleich Teichpflanze und für den Begrünungserfolg ist es erforderlich, dass die Ansprüche der jeweiligen Pflanzenart erfüllt werden. An und in natürlichen Gewässern finden sich unterschiedliche Zonen, die von Pflanzen besiedelt werden, welche an die Gegebenheiten der jeweiligen Zone angepasst sind. Diese Tatsache gilt es auch bei der Bepflanzung künstlich angelegter Gewässer zu beachten!

Es gibt Pflanzen, die sich zwar für eine Bepflanzung in der Umgebung Deines Teiches eignen, aber keine Staunässe vertragen und somit mit entsprechendem Abstand zum Teich gepflanzt werden sollten. Andere gedeihen nur bei dauerhafter Bodenfeuchte bzw. fühlen sich nur in sumpfigem Untergrund wohl. Unterwasser- und Schwimmpflanzen sind echte Wasserbewohner, die direkt im Teich angesiedelt werden müssen.

Tipp: Schau Dir an, welche Zonen Dein Teich aufweist, erst dann kannst Du die passenden Pflanzen auswählen.

Je nachdem welche Art von Teich Du besitzt, können sich also unterschiedliche Arten von Teichpflanzen eignen; andere scheiden auf Grund der örtlichen Gegebenheiten völlig aus.

Die Teichzonen und ihre Bepflanzung

Ein klassischer (Garten)teich lässt sich in 5 verschiedene Bereiche, Teichzonen genannt, einteilen. Die Gartenzone, die Ufer- bzw. Feuchtzone, die Sumpfzone, die Flachwasser- bzw. Wasserpflanzenzone und Tiefwasser- bzw. Schwimmpflanzenzone. Je nach Teichzone, fühlen sich dort unterschiedliche Teichpflanzen wohl.

Die Gartenzone

Die Gartenzone ist der Bereich in Deinem Garten, der keine direkte Verbindung zu Deinem Teich hat (Wassertiefe 0 cm), da sie bei angelegten Teichen durch die Kapillarsperre vom Teich getrennt ist. Die Kapillarsperre soll nicht nur das Ein- oder Auswachsen von Pflanzen verhindern, sondern auch Wasserverlusten im Teich vorbeugen.

Mittels der Bepflanzung der Gartenzone kannst Du Deinem Garten sein individuelles Gesicht verleihen; ob verwilderte Waldlichtung oder symmetrische Parkanlage, hier ist vieles möglich! Die Bepflanzung der Gartenzone beeinflusst also maßgeblich die Stimmung in Deinem Garten und die Wirkung Deines Teiches.

Für eine Bepflanzung der Gartenzone können sich unterschiedliche Laub- und Nadelgehölze, Ziergräser, Farne und Blütenstauden eignen. Beachte auch hier die Standortbedürfnisse der von Dir ausgewählten Pflanzen. Bäume und Büsche solltest Du mit einem passenden Abstand zum Teich einpflanzen, damit abgeworfenes Laub im Herbst nicht in großen Mengen im Teich landet.

Wichtig: Gehölze in der Gartenzone dienen zahlreichen heimischen Tieren als Rückzugsort; Blühpflanzen als Nahrung für Insekten.

Die Ufer- bzw. Feuchtzone

Dieser Bereich zeichnet sich durch den hohen Feuchtegehalt des Bodens aus. Die Wassertiefe in diesem Bereich liegt zwischen 0 und 10 cm. Je nach Witterung kann hier auch zeitweise Staunässe herrschen.
Zur Bepflanzung der Ufer- bzw. Feuchtzone eignen sich z. B. Wasserdost, Sumpfdotterblume, Blutweiderich, Trollblume und Wieseniris. Über die gezielte Bepflanzung dieser Zone kannst Du den Zugang zum Wasser reglementieren. Eine dichte Bepflanzung mit höheren und dichter wachsenden Pflanzen erschwert oder verhindert den Zugang, eine lichte Bepflanzung oder Bereiche ohne Pflanzen erleichtern ihn.

Der Ufer- bzw. Feuchtzone und auch ihrer Bepflanzung kommen wichtige Aufgaben im Teich zu. Über die Uferzone können Kinder ersten Kontakt mit dem Teich und seinen Bewohner aufnehmen (Sicherheit beachten!), die Bepflanzung bietet Jungfischen und anderen Lebewesen eine sichere Kinderstube am Teichrand.

Wichtig: Eine flache und gut zugängliche Uferzone ermöglicht einheimischen Tierarten leichten Zugang zum Teich – eine große Erleichterung in Zeiten von starker Hitze und Dürre.

Sumpfzone

Die Ufer- bzw. Feuchtzone geht in die Sumpfzone über. Diese zeichnet sich durch eine Wassertiefe von 10 bis 20 cm aus; hier liegt also dauerhafte Staunässe vor.
In der Sumpfzone fühlen sich z. B. Teichpflanzen wie Sumpfkalla, Vergissmeinnicht, Sumpffarn und die Asiatische Sumpfschwertlilie wohl. In der Sumpfzone tummeln sich ebenfalls viele tierische Teichbewohner; Frösche, Insektenlarven und auch Jungfische finden sich hier. Die Sumpfzone ist auch ein beliebter Ablaichbereich.

Flachwasser- bzw. Wasserpflanzenzone

An die Sumpfzone schließt sich die Flachwasser- bzw. Wasserpflanzenzone an. Hier herrschen Wassertiefen von 20 bis 60 cm. Pflanzen die Du hier einsetzen kannst sind z. B. Rohrkolben, Froschlöffel, Wasseraronstab und Hechtkraut.

Tiefwasser- bzw. Schwimmpflanzenzone

Kommen wir nun zur tiefsten Zone des Teiches, der Tiefwasser- bzw. Schwimmpflanzenzone (Wassertiefe mehr als 60 cm). Für die Bepflanzung der Tiefwasser- bzw. Schwimmpflanzenzone Deines Teiches eignen sich verschiedene Unterwasser- und Schwimmpflanzen wie z. B.:

Unterwasserpflanzen

  • Hornkraut
  • Wasserstern
  • Wasserpest

Schwimmpflanzen

  • Wasserlinsen
  • Algenfarn
  • Froschbiss
  • Krebsschere
  • Muschelblume
  • See- und Teichrosen

Die Bepflanzung dieser Zone hat gleich mehrere positive Effekte. Schwimmpflanzen wie Seerosen spenden den Teichbewohnern Schatten; Unterwasserpflanzen wie Hornkraut dienen als Rückzugsort und als Laichsubstrat.

Wichtig: Beachte vor der Bepflanzung der Tiefwasser- und Schwimmzone, dass es Fischarten (z. B. Koi, Goldfische und Graskarpfen) gibt, die sich mit teilweise großem Appetit über Wasserpflanzen hermachen.

Teicharten und passende Teichpflanzen

Die oben angesprochenen Teichzonen finden sich nicht bei allen Teicharten, folglich solltest Du bei der Bepflanzung die fehlenden Zonen und dazu passenden Pflanzen überspringen.

Der klassische Gartenteich

Ein klassischer Gartenteich verfügt in der Regel über alle fünf Teichzonen. Hier kannst Du Dich hinsichtlich der Bepflanzung also austoben.

Der Naturteich

Das Gleiche gilt für Naturteiche. Auch bei ihnen finden sich zumeist alle 5 Teichzonen. Einen bereits schön begrünten Naturteich kann man hin und wieder um einige Pflanzen ergänzen. Auf sich stark und schnell ausbreitende Arten, die bereits vorhandene Vegetation verdrängen, solltest Du aber vorsichtshalber verzichten, um am Ende keine Monokultur im Teich zu haben.

Der Mini-Teich

Mini-Teiche verfügen normalerweise nur über eine Teichzone und zwar je nach Tiefe über eine Flachwasser- bzw. Wasserpflanzenzone oder über eine Tiefwasser- bzw. Schwimmpflanzenzone. Sie können durch eine durchdachte Pflanzenauswahl hervorragend in Szene gesetzt und in eine richtigen Oase verwandelt werden. Empfehlenswert ist es, sich eher auf Zwergformen der gewünschten Pflanzen zu beschränken. Zwergseerosen können sich für eine direkte Ansiedlung im Mini-Teich hervorragend eignen. Weitere Infos zum Thema Mini-Teiche findest Du hier.

Der Schwimmteich

Schwimmteiche zeichnen sich zumeist durch zwei getrennte Bereiche aus: den Schwimmbereich, bei dem nur die Gartenzone bepflanzt ist, da man sich natürlich ausreichend Raum zum Schwimmen wünscht und sich nicht zwischen „Wasserpflanzenurwäldern“ tummeln möchte und einer bepflanzten Filterzone, welche der Sumpfzone eines klassischen Teiches entspricht. Diese bepflanzte Filterzone unterstützt die Wasserqualität im Schwimmteich und beugt Algenbildung vor, da die Pflanzen in der Filterzone Nährstoffe aus dem Wasser fixieren.

Schwimmteich mit Filterzone im Hintergrund.

Fazit

Teichpflanzen bedeuten Leben im und am Wasser, gleichgültig wie groß Dein Teich ist. Eine Bepflanzung erhöht die Biodiversität, setzt Akzente und kann zur Algenbekämpfung beitragen. Wichtig ist, dass Du Pflanzen auswählst, deren Ansprüche zu den Gegebenheiten bei Dir vor Ort passen – nur dann gedeihen sie!
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