EINMAL JÄHRLICH CHECK UP BEI ÄLTEREN KATZEN

Beugt Erkrankungen vor

In einer belgischen Studie wurden 100 Katzen bzgl. ihres Gesundheitszustandes über 6 Jahre untersucht. Laut den Besitzern waren die Tiere bei guter Gesundheit und hatten keine Medikamente außer Impfungen, Entwurmungen und Flohbehandlungen. Die Katzen wurden in zwei Gruppen eingeteilt: 6-10 Jahre alte Tiere und ältere Tiere. Die Tierärzte nahmen von den Patienten Blut und Urin, maßen den Blutdruck und schauten sich den Augenhintergrund und die produzierte Tränenflüssigkeit an. Obwohl die Besitzer ihre Vierbeiner ja für rundum gesund gehalten hatten, konnten die Untersucher doch eine Menge Probleme feststellen.

Bei 72 Katzen fanden sie eine Zahnfleischentzündung, bei 41 Kristalle im Urin, 32 Tiere zeigten vergrößerte Halslymphknoten und knapp ein Drittel hatte erhöhte Nierenwerte (Kreatinin). Weitere Funde waren erhöhte Zuckerwerte (25 Katzen), vergrößerte Schilddrüsen (20 Katzen), Leukoseinfektionen (14 Katzen), Herzprobleme (11 Katzen), Bluthochdruck (8 Katzen), erhöhte Schilddrüsenwerte (T4) (4 Katzen) und ungünstige Harnwerte (Proteinurie) (2 Katzen). Tendenziell war die Gruppe der älteren Katzen eher von Gesundheitsstörungen betroffen als die jüngeren Tiere. Nach den Ergebnissen der belgischen Studie zeigten nicht einmal die Hälfte der untersuchten Katzen einen guten Allgemeinzustand – unbemerkt von den Besitzern, die die Tiere ja für gesund gehalten hatten.

Jährlicher Check-up beugt Erkrankungen vor
Vor dem Hintergrund verschiedener Erkrankungen und veränderter Blutwerte empfiehlt sich, bei Katzen mindestens einmal jährlich vorbeugend ein Blut-Check-up durchzuführen. Nur so lassen sich viele Störungen rechtzeitig erkennen und anschließend behandeln. Der frühzeitige Gang zum Tierarzt kann also auch bei völlig gesund aussehenden Katzen aufwendige Therapien ersparen, die bei fortgeschrittenen Krankheitsprozessen erforderlich werden können. Außerdem kann man durch regelmäßige Kontrollen des Allgemeinbefindens die Lebenserwartung der Tiere verlängern. Auch wenn viele Ergebnisse der erwähnten „Katzenstudie“ nicht unbedingt ein sofortiges tiermedizinisches Eingreifen erforderten, so ist eine genaue Beobachtung und Überwachung der betroffenen Tiere doch nötig, um gegebenenfalls schnell eingreifen zu können.

Text: © Dr. Wieland Beck
Fotos: © Shutterstock

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