Damit sich Stubentiger wohlfühlen...

In der Tierarztpraxis werden nicht selten Katzen vorgestellt, die Verhaltensstörungen zeigen. Wenn es einmal soweit gekommen ist, dass Stubenkatzen sich in ihrer häuslichen Umgebung nicht wohl fühlen und zum Beispiel nicht die Katzentoilette benutzen und Urin an allen möglichen Stellen in der Wohnung absetzen, ist es schwierig, diese Probleme zu beseitigen. Daher sollte jeder Katzenhalter die grundlegenden Bedürfnisse seiner Katze kennen.

Wichtig ist, dem Tier mehrmals täglich kleine Portionen Katzenfutter sowie frisches Wasser anzubieten, wobei der Futternapf getrennt vom Wassernapf aufzustellen ist. Falls mehrere Katzen in einem Haushalt leben, sollte jedem Tier sein eigener Futternapf und seine eigene Trinkschale - am besten an verschiedenen Stellen in der Wohnung - hingestellt werden. So kann ein Konkurrenzkampf um den Zugang zum Futter vermieden werden. Außerdem sind schwächere Tiere dann nicht bei der Futteraufnahme benachteiligt.

Die Katzentoilette ist am besten an einem ruhigen, gut belüfteten und für die Stubentiger leicht zugänglichen Ort aufzustellen. Diese sollte mindestens einmal täglich von Kot und Katzenstreuklumpen befreit werden. Ein gründliches Auswaschen (am besten mit kochendem Wasser) der Katzentoilette empfiehlt sich einmal wöchentlich. So wird u.a. verhindert, dass Krankheitserreger (wie z.B. Giardien) sich vermehren können und die Tiere Durchfall bekommen. Nicht parfümierte und klumpenbildende Katzenstreu ist zu bevorzugen. Größe und Art der Katzentoilette sollten den Bedürfnissen und Fähigkeiten der Katze angepasst und entsprechend gestaltet werden. Für Tiere mit Arthritis sollte eine Katzentoilette mit niedrigem Rand und breiter Unterschale gewählt werden. Falls mehrere Katzen im Haushalt gehalten werden, sind auch entsprechend mehr Katzentoiletten aufzustellen.

Damit sich die Katze ausruhen kann, sollten verschiedene in der Wohnung verteilte Ruhebereiche angeboten werden. Aber auch Bereiche, in denen sich die Tiere verstecken können (z. B. Kisten, Körbe und Schränke mit offen gelassenen Türen) sind notwendig. Die meisten Katzen klettern gerne. Daher sollten genügend Klettermöglichkeiten angeboten werden. Am besten ist die Aufstellung eines vertikalen Kratzbaumes in der Nähe der Ruhe- und Schlafplätze, der so hoch sein muss, dass sich die Katze gut ausstrecken kann.

Den Katzen, die nach draußen gehen können, sollte ein freier und einfacher Zugang dorthin gewährt werden. Hierzu sind Mikrochip-gesteuerte Katzenklappen zu empfehlen, die fremden Tieren den Zugang zur Wohnung verwehren, dem eigenen Tier aber allzeit den Durchgang ermöglichen.

Die meisten Katzen lieben Streicheleinheiten. Wann immer dies möglich ist, sollte der Besitzer sich mit dem Tier beschäftigen, dazu gehört auch das tägliche Spielen gerade mit Jungtieren. Katzenspielzeug sollte regelmäßig ausgetauscht werden, damit das Interesse und die Neugierde geweckt bleiben. Es ist auch kein Fehler, wenn das Radio oder der Fernseher eingeschaltet sind, wenn die Katze allein zu Hause ist. Sie können zum Wohlbefinden und zur Gesunderhaltung ihrer Katze beitragen, wenn Sie diese Hinweise beachten.

Ihr Liebling wird es Ihnen danken.

Text: ©Kölle-Zoo
Fotos: ©Shutterstock

 

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