Entwurmung beim Hund

Hunde infizieren sich regelmäßig mit verschiedenen Spul- oder Bandwürmern. Bereits im Welpenalter können sich die Tiere über die Muttermilch mit Wurmlarven anstecken. Auch auf der grünen Wiese, im Wald oder bei Kontakten mit Artgenossen können Wurm-Entwicklungsstadien (Eier oder Larven) übertragen werden, die sich im Körper des Tieres zu den erwachsenen Würmern weiterentwickeln.

Welche Symptome können auftreten?
Je nach Befallsintensität kommt es in der Folge zu Verdauungsstörungen, die mit Durchfall oder Erbrechen einhergehen können, zu Inappetenz oder Abmagerung. Auch Atemwegsstörungen sind möglich, da Spulwurmlarven oft den Darmtrakt verlassen und auf ihrer Körperwanderung die Lungen und andere Organe erreichen. Unter Umständen kann eine leichte Infektion mit Würmern aber auch völlig unspektakulär verlaufen; die Hunde zeigen keine Symptome, obwohl sich in ihrem Verdauungstrakt Parasiten aufhalten.

Welche Wurmarten kommen bei Hunden oft vor?
Der Hundespulwurm (Toxocara canis) ist der häufigste Wurm bei Hunden. Die Ansteckung erfolgt über die Aufnahme von Eiern (oral-fäkale Infektion) aus der Umgebung bzw. von bereits infizierten Tieren. Auch Hakenwürmer (Uncinaria stenocephala und Ancylostoma caninum) können Hunden das Leben schwermachen. Mit ihren Mundwerkzeugen rufen diese Plagegeister blutige Entzündungen der Darmschleimhäute hervor. Nicht selten sind dann Blutspuren oder auch kleine blutige Schleimhautfetzen auf dem Tierkot zu erkennen. Bandwürmer sind weniger häufig, dafür aber nicht weniger schädlich. Der Gurkenkernbandwurm (Dipylidium caninum) ist der häufigste Bandwurm beim Hund, für den Flöhe als Zwischenwirte für seine Larven dienen. Wenn das Tier den mit Bandwurmlarven befallenen Floh fängt, zerbeißt und schluckt, kommt es zur Infektion. Mit dem Kot werden die Bandwurm-Eipakete ausgeschieden, wodurch Neuinfektionen bei Artgenossen oder Katzen möglich sind. Besonders gefährlich ist der Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis), der zwar beim Tier keine auffälligen gesundheitlichen Beschwerden hervorruft, dafür aber beim Menschen langfristig (meist 5 bis 10 Jahre nach der Infektion) zu schweren Leberstörungen (Alveoläre Echinokokkose) und lebensbedrohlichen Zuständen führen kann. Ratsam ist eine regelmäßige Entwurmung des Hundes im Abstand von 3 Monaten. Am besten verwendet man eine Wurmtablette, die Spul- und Bandwürmer gleichermaßen erfasst und die außerdem zur Bekämpfung des Fuchsbandwurmes zugelassen ist. Lassen Sie sich von ihrem Tierarzt beraten.

Text: © Dr. Wieland Beck
Fotos:
© imagedb.com/shutterstock.com

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