Flöhe bei Hund und Katze

Flöhe kommen in der warmen Jahreszeit bei Hunden und Katzen regelmäßig vor. Im Juli und August, wenn es besonders warm und trocken ist, haben die Hautparasiten ihre Hauptsaison. Freilaufende oder streunende Katzen gelten als Überträger von Flöhen auf Hunde bzw. Artgenossen. Es gibt jedoch auch Wildtiere, von denen Flöhe auf Haustiere überwechseln können, zum Beispiel Füchse, Igel oder Wildvögel.

Flohbefall rechtzeitig erkennen
Zum Nachweis von Flöhen ist ein Flohkamm hervorragend geeignet. Empfehlenswert ist eine tägliche Kontrolle auf Flohbefall. Beim Durchkämmen des Haarkleides, am besten rechts und links der Rückenlinie werden die Flöhe rasch gefunden. Auch im Halsbereich halten sich manchmal zahlreich Flöhe auf. Bedenken Sie, dass Flöhe bis zu 45 cm weit springen können, daher sollten sie möglichst schnell nach dem Auffinden durch Zerquetschen mit dem Daumenfingernagel getötet werden, bevor sie sich einen neuen Wirt suchen können. Manchmal findet man auf dem Flohkamm aber auch nur kleine schwarzbraune Kügelchen, den Flohkot. Es handelt sich dabei um das von den Flöhen aufgenommene, verdaute und wieder ausgeschiedene Blut. Zur Kontrolle werden die Flohkotpartikel auf ein feuchtes Küchentuch ausgeklopft und anschließend dort zusammengedrückt. Wenn es sich um Kot der Parasiten handelt, entsteht um die Kügelchen ein rotbrauner Hof, womit der Flohnachweis erhärtet werden kann.

Richtige Behandlung von Hund & Katze
Zur Behandlung von Flohbefall können sogenannte Spot-on-Präparate (die im Nacken aufgetragen werden), Kautabletten, Halsbänder oder Sprays verwendet werden. Der Wirkstoff Permethrin, der beim Hund gegen Flöhe eingesetzt werden darf, sollte niemals bei der Katze verwendet werden, da es bei dieser Tierart zu toxischen Reaktionen bis hin zu Todesfällen kommen kann. Für Katzen gibt es andere geeignete antiparasitäre Substanzen. Da sich die Entwicklungsstadien der Flöhe (Eier, Larven und Puppen) in der Umgebung des Tieres befinden, können bei Massenbefall geeignete Sprays oder Fogger vom Veterinärmediziner verordnet werden.

Was tun bei Flohspeichelallergie?
Einige Tiere leiden an einer Flohspeichelallergie. Sie reagieren empfindlich auf Komponenten im Flohspeichel mit der häufigen Folge von Juckreiz sowie Haarausfall und Hautentzündung im hinteren Rückenbereich kurz vor dem Schwanzansatz. Bei diesen Patienten sollte neben der Flohbekämpfung auch eine juckreizlindernde Therapie durchgeführt werden, wofür dem Tierarzt kortisonfreie Wirkstoffe in Tablettenform zur Verfügung stehen, die am Anfang zweimal täglich zu verabreichen sind.

Text: © Dr. Wieland Beck
Fotos: © Jiri Prochazka/shutterstock.com

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