Flohspeichelallergie bei Hund und Katze

Flöhe sind auf Hunden und Katzen regelmäßig, das ganze Jahr über anzutreffen. Freilaufende bzw. streunende Katzen gelten als Reservoir für Flöhe und übertragen diese auf Artgenossen und Hunde. Auch Wildtiere, wie zum Beispiel Igel oder Wildkaninchen, kommen als Flohüberträger in Betracht. In der warmen Jahreszeit, insbesondere im Juli und August fühlen sich die Flöhe besonders wohl, da es im Sommer meist sehr warm und trocken ist. In der kalten Jahreszeit geht die Flohpopulation deutlich zurück. Aber auch im Winter können in beheizten Räumen Flöhe auf Tieren und auch auf dem Menschen parasitieren. Diese Hautparasiten leben auf der Haut und im Haarkleid von Tieren und ernähren sich von Blut.

Woran erkennt man einen Flohbefall?
Man kann durch regelmäßiges Flohkämmen sein Tier auf Flohbefall untersuchen. Manchmal sind lebende erwachsene Flöhe auf dem Flohkamm zu entdecken, manchmal aber auch nur Flohkot, der sich in Form kleiner schwarzer Krümel darstellt. Gibt man diesen Flohkot auf ein angefeuchtetes Küchentuch und presst ihn darauf zusammen, entsteht um die Krümel oft ein rotbrauner Hof. Flohkot enthält nämlich das von den Flöhen aufgesaugte Blut, womit man einen Flohbefall auch bei Nichtauffinden von erwachsenen Flöhen gut nachweisen kann.

Symptome einer Flohspeichelallergie
Nicht wenige Tiere entwickeln infolge Flohbefalls eine sogenannte Flohspeichelallergie. Sie reagieren auf Eiweiße, die mit dem Flohspeichel beim Blutsaugen in die Haut abgegeben werden. Die häufigste Allergie beim Hund ist die Flohspeichelallergie, gefolgt von der Futtermittelallergie. Die Tiere entwickeln in Abhängigkeit von der Intensität des Flohbefalls, das heißt von der Anzahl der auf dem Körper und im Haarkleid befindlichen Flöhe, nicht selten heftigen Juckreiz sowie entzündliche Hautreaktionen. Typisch sind Haarausfall und auch nässende Entzündungen im hinteren Rückenbereich kurz vor dem Schwanzansatz (sogenannte pathognomonische Veränderungen). Diese Hautreaktionen können auch andere Ursachen, zum Beispiel Analdrüsenentzündungen, haben. Jedoch sollte man hier immer das Tier mit dem Flohkamm auf Flöhe untersuchen.

Was tun bei einem Flohbefall?
Zur Beseitigung von Flöhen gibt es verschiedene Wirkstoffe in Form von Kautabletten, Spot-on-Lösungen, Halsbändern oder Sprays, die vom Tierarzt verordnet werden können. Neben der Bekämpfung der Parasiten ist oft auch eine juckreizlindernde Therapie angezeigt, wofür es Tabletten gibt, die vom Veterinär verschrieben und durch den Besitzer täglich dem Hund eingegeben werden sollten.

Text: © Dr. Wieland Beck
Fotos:
© rodimov/shutterstock.com

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