Wann gilt ein Hund als gefährlich?

"Der tut nichts, der will bloß spielen!" – dies sind die Worte vieler Hundebesitzer, wenn sie mit ihrem Tier auf der Straße vermeintlich ängstlichen Mitbürgern begegnen. In jedem Falle sollten Hundehalter berücksichtigen, dass es auch Menschen gibt, die Tieren grundsätzlich sehr ängstlich gegenüber stehen und die vorsichtshalber oft einen großen Bogen um Hunde machen. Daher sollten diese Menschen niemals in Situationen gebracht werden, in denen sie dem Tier nicht ausweichen können. Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme sind hier oberstes Gebot. Außerdem kann es nützlich sein, wenn Hunde in der Öffentlichkeit (wo viele Menschen unterwegs sind) an die Leine genommen werden, damit niemand zu Schaden kommt. Ratsam ist in jedem Fall, eine entsprechende Haftpflichtversicherung für den Hund abzuschließen, falls doch einmal andere Personen zu Schaden kommen oder verletzt werden. Letztendlich sind Tiere immer unberechenbar.

Leinenzwang und Anbringung eines Maulkorbes?
Für die Einstufung eines Hundes als gefährlicher Hund genügt ein einmaliger erster Vorfall, bei dem zum Beispiel Wild (etwa trächtiges Rehwild) gehetzt oder gerissen worden ist. In anderen Situationen kommt es vor, dass Menschen von Hunden angefallen und/oder gebissen werden. Die von der Verwaltungsbehörde vorgenommene Einstufung eines solchen Tieres als gefährlicher Hund ist wirksam, wie auch der angeordnete Leinenzwang mit Anbringung eines Maulkorbes. Im Interesse einer effektiven Gefahrenabwehr ist die Behörde nicht gehalten, erst weitere Vorfälle abzuwarten, bevor sie einen auffällig gewordenen Hund als "gefährlich" einstuft (Verwaltungsgericht Mainz, Az.: 1 L 828/12).

Besser: Fehlverhalten erzieherisch korrigieren
Damit es gar nicht erst soweit kommt, sollten Hundebesitzer bei Fehlverhalten des Tieres durch erzieherische Maßnahmen Einfluss nehmen, damit das Tier mitbekommt, was es darf und was nicht. Die "Zurechtweisung" des Hundes sollte unbedingt unmittelbar nach dem Ereignis vorgenommen werden, da er sonst später keinen Zusammenhang mehr feststellen kann und ggf. erneut Gefahrensituationen auftreten können. Wenn Hundehalter dem gleichgültig gegenüber stehen, sind Probleme mit dem Tier in der Öffentlichkeit vorprogrammiert.

Text: ©Kölle-Zoo
Fotos: ©Kölle-Zoo

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