Hautparasiten beim Hamster

Hamster erfreuen sich besonders bei Kindern besonderer Beliebtheit als Spieltiere. Diese Kleinsäuger können von verschiedenen Milben befallen werden. Flöhe und Zecken spielen bei Hamstern keine große Rolle, da sie mit diesen Parasiten weniger in Kontakt kommen. Regelmäßig dagegen sind hier verschiedene Milbenarten anzutreffen, die zum Beispiel durch Kontakt zu anderen befallenen Artgenossen in der Gruppe übertragen werden.

Woran erkennt man einen Parasitenbefall?
Räudemilben (sogenannte Notoedres-Milben) graben in der oberen Hautschicht kleine Tunnel und rufen dadurch heftigen Juckreiz beim Wirtstier hervor. Daneben kommt es zu schuppig-krustigen Hautveränderungen, die meist am Kopf, insbesondere an den Ohren und an der Nase, beginnen. Dort bilden sich borkige Krusten, die unter Umständen vom Tier abgekratzt werden. Wenn der Parasitenbefall nicht behandelt wird, kommt es zum Fortschreiten der Hautreaktionen mit Haarausfall sowie Entzündungen über die gesamte Körperoberfläche. Außerdem parasitieren bei Hamstern gelegentlich Haarbalgmilben (sogenannte Demodex-Milben), die in den Talgdrüsen und/oder Haarfolikeln der Haut leben. Sie verursachen ebenso wie die Räudemilben krustige Hautentzündungen. Der Juckreiz hält sich hier allerdings in Grenzen. Es kann aber trotzdem zu Kratzwunden kommen, die wiederum Eintrittspforten für Keime darstellen können. Daneben gibt es verschiedene Fellmilben, die beim Hamster vorkommen und die meist keine auffälligen Reaktionen von Haut und Haarkleid hervorrufen.

Was kann der Tierarzt tun?
Zur Bekämpfung von Hautparasiten beim Hamster gibt es keine speziell für diese Tierart zugelassenen Arzneimittel. Der Tierarzt darf daher z.B. für Hund oder Katze zugelassene Antiparasitika für diese Kleinsäuger umwidmen. Hierfür sind verschiedene Spot-on-Präparate geeignet, die im Nacken des Tieres aufgetragen werden. Je nach Erreger empfiehlt sich mindestens eine Wiederholungsbehandlung nach 2-3 Wochen. Es gibt auch die Möglichkeit, die Tiere mit antiparasitär wirkenden Spraylösungen einzureiben, was in der Regel ohne weitere Probleme von den Patienten toleriert wird. Auch hier ist mindestens eine Wiederholung anzuraten. Fragen Sie Ihren Tierarzt was für Ihren Hamster die beste Behandlungsoption ist.

Text: © Dr. Wieland Beck
Fotos:
© stock_shot /shutterstock.com

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