Wenn sich die Haut entzündet – Hot Spot beim Hund

Insbesondere in der warmen Jahreszeit treten gelegentlich bei Hunden unangenehme Hautreaktionen auf, die man als ‚Hot Spot‘ bezeichnet. Davon sind bestimmte Hunderassen besonders betroffen, zum Beispiel Labrador, Golden Retriever, Collie, Deutscher Schäferhund, Bernhardiner, Neufundländer, Rottweiler oder Bobtail.

Vielfältige Ursachen von Hot Spots
Nicht wenige Hunde leiden an einer Flohspeichelallergie. Das heißt, sie reagieren empfindlich auf Eiweiße im Flohspeichel, die beim Blutsaugen der Parasiten in die Haut und in den Blutkreislauf gelangen. Dann entstehen häufig auf dem hinteren Rücken, kurz vor dem Schwanzansatz haarlose, entzündliche, runde Hautreaktionen, die wie ein Hot Spot aussehen. Diesen Tieren sollte im Rahmen einer Flohbekämpfung Linderung verschafft werden. Als Ursache kommen jedoch auch mechanische Einwirkungen von Hautparasiten in Betracht, zum Beispiel durch Zeckenstiche oder Massenbefall mit Raubmilben.
Hot Spots entstehen manchmal in der unmittelbaren Nachbarschaft schmerzhafter, juckender oder entzündlicher Hautveränderungen, zum Beispiel sind Hot Spots im Rahmen einer Gehörgangsentzündung im Bereich von Hals, Backe bzw. Lefzen zu finden oder im Falle einer Analbeutelentzündung im Schenkelbereich.
Es kann auch vorkommen, dass ein Hot Spot durch mechanische Einwirkung von Fremdkörpern oder reizende Substanzen im Haarkleid (Shampoos oder Medikamentenreste) entsteht, auf die Hunde empfindlich reagieren. Hot Spots sind unter Umständen auch die Folge kleinerer Verletzungen, wie Schürfwunden oder Hautirritationen nach dem Scheren. Daneben sind Hot Spots nicht selten mit verschiedenen Allergien beim Hund vergesellschaftet, zum Beispiel Atopie oder Futtermittelallergie. In allen Fällen gilt es, die Ursache herauszufinden und gezielt zu behandeln.

Behandlung durch den Tierarzt
Durch den Tierarzt werden ggf. antibakterielle bzw. antiparasitäre Wirkstoffe für die Tiere verordnet. Bei Futtermittelallergikern sollte 8 Wochen lang eine Ausschlussdiät gefüttert werden. Daneben empfiehlt es sich den Hot Spot gründlich auszuscheren und anschließend mit milden antiseptischen Lösungen zu behandeln. Es gibt auch antiallergische Shampoos bzw. Salben, die beim Hund vorsichtig aufgetragen werden können. Sollte der Juckreiz sehr heftig sein, können ebenfalls kortisonfreie Tabletten eingegeben werden, die den Juckreiz unterdrücken. Auf Kortison sollte möglichst verzichtet werden, da es langfristig zu erheblichen unerwünschten Begleiterscheinungen bei den Hunden kommen kann. Fragen Sie am besten Ihren Tierarzt.

Text: © Dr. Wieland Beck
Fotos:
© vivienstock/shutterstock.com

Keine Aktion mehr verpassen!

Newsletter abonnieren und Infos, Gutscheine und mehr sichern.

X

Der Kölle Zoo Newsletter

Werden Sie Kölle Zoo Fan!

Alle News rund ums Tier und Veranstaltungen auf Facebook.

X