Impfpflicht gegen Tollwut beachten

Nachdem 2015 bei einem jungen Hund im fränkischen Bamberg, der aus Marokko nach Deutschland eingeführt worden war, die für Mensch und Tier gefährliche Tollwut nachgewiesen wurde, sollte jedem Tierbesitzer bewusst werden, wie wichtig die Impfung gegen Tollwut bei Hunden, Katzen und Frettchen ist. Für den Fall, dass diese Tierarten aus dem Ausland nach Hause mitgebracht werden, bestehen Einreisebestimmungen, die dringend eingehalten werden müssen.

Mensch und Tier vor Ansteckung schützen
Zum Schutz von Mensch und Tier müssen Heimtiere bei der Einreise in die Europäische Union grundsätzlich durch einen Mikrochip gekennzeichnet sein. Zudem ist in einem Begleitdokument (Heimtierausweis) nachzuweisen, dass ein gültiger Impfschutz gegen Tollwut besteht. Tollwut ist nach wie vor eine der gefährlichsten virusbedingten Infektionskrankheiten, die vom Tier mit dem Speichel auf den Menschen übertragen werden können. Eine Ansteckung erfolgt meist durch den Biss tollwütiger Hunde. Es ist daher eindringllich vor dem Kontakt mit Tieren in Ländern (z.B. Indien, Marokko), in denen Tollwut bei Hunden vorkommt, zu warnen. Das gilt insbesondere für streunende Hunde.

Tollwut verläuft unbehandelt beim Menschen tödlich
Da Tollwut beim Menschen unbehandelt immer tödlich verläuft, sind Impfmaßnahmen nach dem Biss eines tollwütigen Tieres lebensrettend. An Tollwut erkrankte Tiere können nicht behandelt werden und müssen gemäß der Tollwut-Verordnung getötet werden. Durch vorbeugende Impfmaßnahmen bei Mensch und Tier ist die Krankheit jedoch vermeidbar. Der aus Marokko stammende Hund musste in Bamberg eingeschläfert werden, nachdem er durch Aggressivität gegenüber seiner Besitzerin aufgefallen war. Im Labor wurde bei dem Hund das Tollwutvirus nachgewiesen. Einen vergleichbaren Fall gab es auch in Spanien, wo Urlauber ebenfalls einen infizierten Hund aus Marokko mitgebracht hatten.

Nähere Informationen zur Tollwut finden Sie unter www.bmelv.de/tollwut. Einzelheiten zu den Einreisebestimmungen für Heimtiere sind hier abrufbar. Eine Karte mit den Ländern, in denen ein erhöhtes Ansteckungsrisiko mit Tollwut besteht, kann auf der Internetseite der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hier nachgesehen werden.

Text: © Dr. Wieland Beck
Fotos: © Shutterstock

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