Impfungen beim Kaninchen

Kaninchen erfreuen sich insbesondere bei Kindern, großer Beliebtheit. Eine ausgewogene Ernährung und artgerechte Haltung sind Voraussetzung für die Gesunderhaltung der Tiere. Vorbeugende Impfungen können helfen, um Infektionskrankheiten zu vermeiden.

Myxomatose-Schutzimpfung
Zu den wichtigen Impfungen beim Kaninchen gehört die Myxomatose-Schutzimpfung. Der Erreger der Myxomatose ist ein Pockenvirus, das meist durch Flöhe oder andere blutsaugende Insekten übertragen wird. Neben dem Europäischen Wild- und Hauskaninchen kann sich in seltenen Fällen auch der Hase anstecken. Kleinnager können sich infizieren, erkranken aber nicht. Es kommt zu einer Rötung und Entzündung der Lidbindehäute. Anschließend entwickeln sich massive Anschwellungen im Kopfbereich, insbesondere um die Augen, an den Ohren und im Genitalbereich. Die Kaninchen sind fiebrig, haben Atem- und Schluckbeschwerden. Am Kopf entwickeln sich walnussgroße, eitrige Gewebsknoten, die auch zur Erblindung führen können.

Da die infizierten Tiere entkräftet sind und rasch abmagern, kommt es in 1 bis 2 Wochen zum Tod. Die Myxomatose-Schutzimpfung kann erstmals im Alter von 6 bis 10 Wochen beim Tierarzt verabreicht werden und wird nach 3 bis 4 Wochen wiederholt. Um den Impfschutz aufrecht zu erhalten, sollte die Vakzinierung alle 6 Monate fortgesetzt werden. 

Schutzimpfung gegen die Hämorrhagische Krankheit ("Chinaseuche")
In Risikogebieten ist außerdem eine Schutzimpfung gegen die Hämorrhagische Krankheit des Kaninchens (sog. "Chinaseuche") zu empfehlen. Es handelt sich um ein Calicivirus, das meist durch direkten Kontakt von Tier zu Tier übertragen wird. Bei sehr rasantem Verlauf kann es bereits nach 1 bis 2 Tagen zu plötzlichen Todesfällen bei Einzeltieren kommen, die morgens tot im Käfig liegen. Der Todeskampf der Kaninchen ist nicht selten durch Krämpfe und Schreie geprägt. Teilweise kann es zu Blutungen aus Maul und Nase kommen. Die vorbeugende Impfung kann ab der 6. Lebenswoche beim Tierarzt begonnen und nach 3 bis 4 Wochen wiederholt werden. Die Auffrischung erfolgt in jährlichen Abständen. 

Kaninchenschnupfen-Schutzimpfung
Daneben ist der Kaninchenschnupfen eine hartnäckige Erkrankung, die durch Bakterien (sog. Staphylokokken) hervorgerufen wird. Die Kaninchen zeigen nach einer Infekion von Nachbartieren hochgradigen eitrigen Nasenausfluss und Atembeschwerden, sind apathisch und magern ab. Die Therapie mit Antibiotika ist oft schwierig. Ab der 28. Lebenswoche kann eine Schutzimpfung gegen Kaninchenschnupfen beim Tierarzt durchgeführt und nach 2 Wochen wiederholt werden. Um den vorbeugenden Schutz aufrecht zu erhalten, ist eine halbjährliche Wiederholung der Impfung anzuraten.

Text: ©Kölle-Zoo
Fotos: ©Shutterstock

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