Katzenschnupfen

Was jeder über Katzenschnupfen wissen sollte

Besonders junge Katzen können, wenn sie nicht die entsprechende Schutzimpfung haben, an Katzenschnupfen erkranken. Es handelt sich um eine Virusinfektion, die sehr leicht von anderen infizierten Katzen per Tröpfcheninfektion bzw. aus der kontaminierten Umgebung, wie zum Beispiel von Futter- oder Trinknäpfen übertragen wird. Nach der Aufnahme von Katzenschnupfenviren kommt es, insbesondere bei immunschwachen Tieren zur Entzündung der oberen Luftwege.

Symptome und Krankheitsverlauf des Katzenschnupfens
Die Symptome ähneln einer Erkältung beim Menschen mit Nasenausfluss (Schnupfen), Entzündung der Augenbindehäute mit verstärktem Tränenfluss und Halsschmerzen. Nachdem die Schleimhäute der Atemwege hochgradig entzündet sind, treten nicht selten bakterielle Sekundärinfektionen hinzu, die das gesamte Erscheinungsbild der Erkrankung komplizieren. Durch eine oft intensive Sekretbildung in den Atemwegen haben nicht wenige Tiere Probleme bei der Atmung und versuchen durch Husten und Niesen den Schleim loszuwerden. Einige Katzen können sehr stark erkranken, unter anderem mit Symptomen wie Fieber und Läsionen im Maul- und Rachenbereich, was wiederum zu Einschränkungen der Futteraufnahme führt.

Nur eine regelmäßige Impfung bietet Schutz
Junge Katzen sind normalerweise durch die Aufnahme der Muttermilch vom Muttertier (mit maternalen Antikörpern) passiv immunisiert. Dieser Schutz hält aber nur wenige Wochen nach der Geburt an. Daher sollte jeder Katzenwelpe beim Tierarzt entsprechend geimpft werden. Indem junge Katzen geimpft werden, verfügen sie frühzeitig über den notwenigen Schutz gegen Virusinfektionen, die für Stubentiger oder Freigängerkatzen gefährlich sein können. Die Grundimmunisierung besteht in der Regel aus 2-3 Injektionen mit der 8., der 12. und ggf. 16. Lebenswoche. Dieser Schutz sollte mittels Auffrischungsimpfungen im Abstand von 12 Monaten aufrecht erhalten werden, so dass die Katze ihr Leben lang geschützt ist. Wichtig für den Besitzer ist, dass die Wiederholungsimpfung spätestens nach Ablauf von 12 Monaten wiederholt werden sollte, da bei Verzögerungen erneut eine Grundimmunisierung durchgeführt werden muss. Der Tierarzt verwendet zur Impfung Kombinationsimpfstoffe, die gegen Katzenschnupfen, Katzenseuche (Feline Panleukopenie) und Tollwut einen Schutz durch Antikörperbildung im Blut aufbauen. Daneben können Katzen vorbeugend auch gegen Leukose (FeLV), Feline Infektiöse Peritonitis (FIP) und Chlamydiose geimpft werden.

Katzen, die freien Auslauf haben sind in besonderer Weise für Virus- und Bakterieninfektionen gefährdet, da sie häufigen Kontakt zu Artgenossen haben, die als Überträger verschiedener Krankheitserreger fungieren können. Daher sind Schutzimpfungen gerade bei Freigängern unbedingt regelmäßig durchzuführen. Immunschwache, an Katzenschnupfen erkrankte Katzen müssen aufwendig tierärztlich behandelt werden. Falls die Virusinfektion schon sehr weit fortgeschritten ist, können Tiere unter Umständen auch sterben. Deshalb ist die rechtzeitige und regelmäßige Schutzimpfung die beste Prophylaxe.

Text: © Dr. Wieland Beck
Fotos: © Shutterstock

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