Wie gebe ich meinem kranken Tier ein Medikament ein?

Nach dem Besuch beim Tierarzt stehen viele Besitzer vor der Aufgabe, ihrem Tier die verordneten Arzneimittel einzugeben. Dies kann manchmal eine Herausforderung darstellen, denn nicht jedes Tier schluckt gerne Tabletten oder bittere Medikamente.

Da die Verabreichung von Arzneimitteln beim Tier problematisch sein kann, haben sich Tierarzneimittelhersteller etwas einfallen lassen. So gibt es zur Bekämpfung von Hautparasiten (wie Flöhe, Zecken, Läuse, Haarlinge oder Milben) sogenannte Spot-on-Präparate, die einfach im Nacken auf die Haut aufgetropft werden können und sich anschließend über die gesamte Körperoberfläche verteilen.

Zur Behandlung von Infektionen müssen aber oft Tabletten eingegeben werden. Der Tierarzt berechnet die Dosierung entsprechend dem Gewicht des Tieres und verschreibt die entsprechende Tablettengröße. Sie sollten unbedingt die vom Veterinär vorgegebene Dosierung einhalten und nicht davon abweichen.

Um die Tabletteneingabe z.B. beim Hund zu erleichtern kann man diese in ein Stück Leberwurst oder ein anderes schmackhaftes Futterstück verpacken. Dann bekommen es die Tiere meist gar nicht mit. Falls der Hund oder die Katze die Tablette immer wieder ausspuckt, kann man diese auch direkt eingeben.

Hierzu schiebt man, wenn man geübt ist, bei geöffnetem Maul die Tablette weit über den Zungenwulst, verschließt dann den Fang und massiert im Kehlkopfbereich, so dass die meisten Tiere rasch das Medikament abschlucken.

Bei empfindlichen Hunden oder Katzen kann man auch die Tablette zermörsern und so pulverisieren und das Pulver dann unter schmackhaftes Futter mischen. Einige Hersteller verkaufen auch Tabletten mit Geschmack, in denen oft für Hunde oder Katzen angenehmes Schweineleberextrakt enthalten ist. 

Bittere Medikamente sollten immer mit süßschmeckendem Futter (z.B. Sahne) zusammen verabreicht werden, damit das Tier davon nichts mitbekommt.

Verschiedene Arzneien (z.B. Antibiotika) sind auch in Form eines Sirups oder als Paste zu bekommen, was die Eingabe bei Katzen deutlich erleichtert. Insbesondere bei Katzen kann die Verabreichung von Arzneimitteln große Probleme bereiten, weil die Tiere vor Aufregung sehr stark speicheln und immer wieder die Tablette ausspucken. Hier empfiehlt sich die Anwendung von Langzeitpräparaten, die der Tierarzt per Injektion dem Tierpatienten spritzen kann (z.B. Antibiotika, die über 2 Tage oder sogar 2 Wochen einen hohen Wirkspiegel im Blut entfalten, oder Entzündungshemmer, die über mehrere Wochen wirken).

Am besten ist es, wenn es gelingt die Medikamenteneingabe beim Tier spielerisch zu gestalten. Dann bekommen die Patienten oft gar nichts mit. 

Wenn Sie Ihrem Tier stressfrei Medikamente verabreichen möchten, bietet Ihnen das Clickern eine ideale Möglichkeit, die Medikamenteneinnahme zu trainieren.

Text: ©Kölle-Zoo
Fotos: ©Kölle-Zoo

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