"Rolling Skin Syndrom" bei Katzen

Immer wieder wird über das sogenannte "Rolling Skin Syndrom" bei Katzen berichtet. Kaum jemand weiß genau was darunter zu verstehen ist.

Beim "Rolling Skin Syndrom" handelt es sich um eine Nervenkrankheit, bei der jede Berührung für die erkrankte Katze vorübergehend Verstörung sowie heftige Schmerzen hervorruft. Betroffene Katzen wirken oft von einer Sekunde zur anderen wie ausgewechselt und zeigen ungewöhnliche Verhaltensänderungen. 

Meist erkranken junge Katzen im Alter zwischen ein und vier Jahren, bei denen Anfälle zu beobachten sind. Über die Ursachen dieses mysteriösen Krankheitsbildes ist wenig bekannt. 

Ob ihre Katze tatsächlich von dieser Erkrankung betroffen ist, können Sie durch Beobachtung des Verhaltens ihres Tieres herausfinden. 

Katzen, die einen Anfall erleiden, wirken teilnahmslos und sind kaum ansprechbar. Sie erwecken den Eindruck, dass sie ihre Umgebung kaum noch wahrnehmen. Bei anderen Erkrankungen, zum Beispiel bei Flohbefall, ist das normalerweise nicht der Fall.

Auf der anderen Seite reagieren diese Tiere auch oft hochsensibel auf Umweltreize und "explodieren" förmlich. Die Katzen wirken manchmal plötzlich abwesend, putzen und kratzen sich dann aber wie verrückt, vor allem am Rücken. Sie versuchen sich in den Schwanz zu beißen und miauen laut und kreischend. 

Wissenschaftler vermuten, dass es sich um eine sogenannte Faktorenkrankheit handelt, die durch Stress sowie andere negative Umweltreize verursacht wird. Sie tritt in erster Linie bei empfindlichen Katzen auf, zum Beispiel bei der Siamkatze, bei Norwegischen Waldkatzen oder anderen Rassekatzen. Zuckendes Haarkleid, rollende Haut und wildes durch die Wohnung rasen sind nur einige Symptome, die im Zusammenhang mit dem "Rolling Skin Syndrom" auftreten können.

Aber Vorsicht: Nicht immer deutet ein solcher Anfall auf das seltene Syndrom hin. Hautparasiten, eine Futtermittelallergie oder manchmal auch einfach nur Übermut können vergleichbare Symptome hervorrufen. Beobachten Sie Ihr Tier genau. 

Kommen diese Anfälle häufiger vor und Sie sind beunruhigt, gehen Sie mit ihrer Katze zu einem Tierarzt und lassen Sie sie gründlich untersuchen.

Text: ©Kölle-Zoo
Fotos: ©Shutterstock

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