Mit dem Hund in der Tierarztpraxis

Was Besitzer beachten sollten

Der Gang zum Tierarzt scheint für die meisten Hunde ein eher unangenehmes Erlebnis zu sein. Daher sollten Besitzer einiges beachten, da sonst der Gang in die Tierarztpraxis von den Hunden als starker Stress empfunden wird. Genauso wie beim Menschen gibt es auch unter Tieren ausgeglichene, ruhige bzw. sehr ängstliche Patienten. Schon im Wartezimmer nehmen Hunde Duftstoffe (sogenannte Pheromone) von anderen Tieren wahr, die über die Analdrüsen in die Außenwelt abgegeben werden. Diese Duftstoffe signalisieren nachfolgenden Tieren, dass in den Räumlichkeiten möglicherweise eine Gefahr droht. Da das wichtigste Sinnesorgan der Hunde die Nase ist, werden diese Signale von ihnen sehr genau wahrgenommen. Besitzer sollten daher beruhigend auf ihr Tier einwirken. Streicheleinheiten oder auch spielerische Ablenkung können hier oft Wunder bewirken und die Hunde sind deutlich weniger eingeschüchtert. In manchen Praxen gibt es getrennte Wartezimmer für Hunde und Katzen, damit sich die Tiere nicht aufregen.

Ruhe, spielerische Ablenkung und Streicheleinheiten sind das A und O
Bei der Vorstellung extrem ängstlicher Tiere, sollte der behandelnde Tierarzt vorab vom Besitzer informiert werden, da diese Patienten auch gerne einmal zuschnappen können oder Abwehrbewegungen zeigen. Der Tierarzt kann dann entsprechende Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Ganz schwierigen Hunden sollte ein Maulkorb aufgesetzt oder ggf. eine Maulschlinge angebracht werden. Ein sensibler Tierarzt wird vor Beginn der Untersuchung das Tier ruhig ansprechen und es am besten sanft streicheln.
Die Behandlung funktioniert in einer ruhigen Atmosphäre meist am besten. Unruhe und Hektik in der Umgebung sind unbedingt zu vermeiden. Die Aufregung des Besitzers überträgt sich oft auch aufs Tier. Manchmal kann schon das Fiebermessen zum Problem werden, weil die Tiere nicht abschätzen können, was da an ihrem Hinterteil passiert. Am besten wird die Thermometerspitze mit etwas Vaseline oder Paraffinöl versehen, damit das Einführen in den After weniger unangenehm ist und leichter ertragen werden kann. Am besten ist es, wenn man die Untersuchung spielerisch gestalten kann ohne allzu viel Zwang anzuwenden. Spritzen, die vom Veterinär verabreicht werden, können besser ertragen werden, wenn der Hund während der Injektion am besten vom Besitzer etwas abgelenkt wird.

Eine leckere Belohnung sorgt für positive Erinnerungen
Nach überstandener Untersuchung und Behandlung empfiehlt sich, dem Hund eine Belohnung in Form eines kleinen Leckerlis anzubieten. Auf diese Weise verbindet das Tier das Geschehene mit einem angenehmen Erlebnis und wird beim nächsten Mal gerne wieder das Behandlungszimmer betreten.

Text: ©Kölle-Zoo
Fotos: ©Shutterstock

Keine Aktion mehr verpassen!

Newsletter abonnieren und Infos, Gutscheine und mehr sichern.

Werden Sie Kölle-Zoo Fan!

Alle News rund ums Tier und Veranstaltungen auf Facebook.