Übelkeit beim Autofahren

Genauso wie beim Menschen kann bei Hunden die sogenannte Reisekrankheit vorkommen. Den Tieren bekommt das Autofahren nicht besonders gut. Ihnen wird übel und nicht selten kommt es zum Erbrechen von Mageninhalt während der Reise. Die Hunde haben vor dem Autofahren soviel Angst, dass es ihnen sogar schon vor der Abreise sehr schlecht geht. Oft kommt diese Erkrankung bei jungen Hunden vor und sie verliert sich nicht selten mit dem Älterwerden, was auch von Kindern bekannt ist. Im Laufe der Zeit gewöhnen sich die Tiere an den Stress während der Reise und müssen sich nicht mehr übergeben.

Hilfe gegen Übelkeit und Aufregung

Für sehr empfindliche Hunde kann der Tierarzt eine Reisetablette (Antiemetikum gegen Brechreiz) verschreiben. Sie enthält den für den Hund zugelassenen Wirkstoff Maropitant, der im Brechzentrum des Tieres angreift und Übelkeit und Brechreiz unterdrückt. Diese Tablette kann dem Hund 1-2 Stunden vor der Abreise eingegeben werden. Je nach dem wie lange die bevorstehende Autofahrt dauert, hält die Wirkung der Reisetablette über 12-24 Stunden an. Es gibt auch Hunde, die während der Fahrt sehr aufgeregt sind. Für diese Tiere empfiehlt sich eher ein beruhigendes Mittel (ein sogenanntes Sedativum) und nicht die Reisetablette. Beim Tierarzt können Sie entsprechende Tabletten für Ihren Hund beschaffen, damit die Autofahrt für Ihren Liebling nicht zur Strapaze wird.

Pausen sind wichtig

Auf längeren Touren sollten mindestens alle 2 Stunden kleine Pausen eingelegt und das Tier mit ausreichend Trinkwasser versorgt werden. Sonst kann es unter Umständen leicht zu einem Kreislaufkollaps mit Bewusstlosigkeit beim Hund kommen. Insbesondere in der warmen Jahreszeit, wenn die Sonne auf das Autodach brennt, dürfen Hunde nicht länger im Auto eingeschlossen sein, da es sonst rasch zu einem Hitzestau kommen kann. Sogar Todesfälle sind denkbar, falls der Hund keine Möglichkeit zum Entweichen hat. Aus überhitzten Autos befreite Tiere sollten umgehend einer kühlen Dusche, z.B. mit einem Wasserschlauch, unterzogen werden, damit sich der Organismus herunterkühlen kann.

Text: © Dr. Wieland Beck
Foto: © otsphoto

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