Warum Füchse eine Gefahr für Hunde darstellen

In Wald und Flur begegnet man beim Gassigehen mit dem Hund regelmäßig auch Füchsen. Diese Tiere drängen immer weiter in die Innenstädte vor und sind nicht selten auch in Wohngebieten anzutreffen. Füchse gelten als Reservoir für verschiedene Infektionserreger, die für Hunde und auch für den Menschen durchaus gefährlich sein können.

Gefahr für Hund & Halter
Nicht wenige dieser Tiere scheiden mit ihrem Kot Eier des Fuchsbandwurmes (Echinococcus multilocularis) aus. Mit diesem Bandwurm können sich auch Hunde anstecken, die wiederum übertragen den Bandwurm auf ihre Besitzer. Beim Menschen kann der Fuchsbandwurm großen Schaden anrichten, denn nach einer Inkubationszeit von 10 Jahren oder länger können durch Entwicklungsstadien des Parasiten u.a. schwere Leberschäden auftreten (sogenannte „Alveoläre Echinokokkose“). Beim Hund dagegen verursacht diese Infektion in der Regel kaum Symptome und verläuft unauffällig. Die Zwischenwirte sind Mäuse. Daher sind Hunde, die Mäuse fressen, besonders exponiert. Andere über den Fuchskot ausgeschiedene Parasiten sind Lungenwürmer (Angiostrongylus vasorum). Für diese Würmer sind Schnecken die Zwischenwirte. Daher sollte die Aufnahme von Schnecken durch Hunde möglichst unterbunden werden. Hunde, die gern eingetrockneten Fuchskot fressen, sind besonders gefährdet. Nach Lungenwurm-Infektionen können schwere Atemwegsentzündungen die Folge sein, da durch die Wurmlarven knotige Veränderungen im Lungengewebe entstehen können.

Was ist zu tun?
Es ist wichtig, Hunde mindestens alle 3 Monate zu entwurmen. Am besten wird dazu ein Breitspektrum-Anthelminthikum verwendet, das in Form einer Tablette sowohl Spul- als auch Bandwürmer erfasst. Aber auch Flöhe oder Milben können von Füchsen auf Hunde übertragen werden. Grabmilben (Sarcoptes scabiei) können zum Beispiel bei Kontakt mit Fuchskadavern auf die Haut des Vierbeiners übergehen. Sie bohren bis zu 1 cm lange Tunnel in die Haut, was nicht nur zu schuppig-borkigen Hautentzündungen, sondern auch zu heftigem Juckreiz führt. Bei Verdacht auf derartige Infektionen sollte umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden, der die entsprechenden Antiparasitika verordnen kann.

Text: © Dr. Wieland Beck
Fotos:
© My Generations Art/shutterstock.com

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