Warum Rolltreppen für Hunde so gefährlich sind

Gerade in Großstädten befinden sich zahlreich Rolltreppen zum Beispiel in Einkaufspassagen, Kaufhäusern oder auf Bahnhöfen. Sie vereinfachen uns den Alltag und bringen uns rasch von unten nach oben oder umgekehrt. Jedoch sind Rolltreppen eine oft unterschätzte Gefahr für Hunde und können nicht selten zu schweren Verletzungen im Pfotenbereich führen. Viele Tiere scheuen Rolltreppen, weil sie sich auf ihnen sehr unsicher fühlen.

So vermeidet man Zwischenfälle
Zur Vermeidung von Zwischenfällen ist es am besten, den Hund gar nicht erst auf der Rolltreppe stehen zu lassen, sondern ihn am besten stets auf den Arm zu nehmen. Für größere Hunde sind Rolltreppen ein Tabu und sie sollten möglichst eine normale Treppe bzw. den Aufzug benutzen dürfen, wo sie sich nirgendwo einklemmen und verletzen können. Vorsicht auch im Fahrstuhl, damit die Hundeleine nicht in der zugehenden Tür eingeklemmt wird. Lange Haare oder Krallen können Verletzungen auf Rolltreppen begünstigen, da Hunde hierdurch schneller hängen bleiben oder eingeklemmt werden. Daher sollten die Krallen der Tiere regelmäßig gekürzt und die langen Haare im Zwischenzehenbereich kurz geschoren werden. Eine besondere Gefahr stellt das Ende der Rolltreppe dar, wo die einzelnen Stufen in der Versenkung verschwinden. Hier besteht das größte Risiko für den Hund, mit der Pfote eingeklemmt zu werden oder sich dort zu verfangen. Nicht selten passiert es, dass dabei eine oder mehrere Krallen abbrechen oder sogar ganz ausgerissen werden. Dies verursacht heftige Schmerzen und schwere Blutungen können die Folge sein. Im ungünstigsten Fall muss die Kralle beim Tierarzt amputiert werden.

Was tun bei einer Pfotenverletzung?
Bei Pfotenverletzungen kann das Anbringen eines Pfotenverbandes hilfreich sein. Zumindest werden damit Blutungen zunächst gestoppt, offene Wunden werden vor bakteriellen Infektionen geschützt und die Gliedmaße bekommt eine bessere Stabilität. Bitte dann immer im Zwischenzehenbereich etwas Watte zur Polsterung einlegen bevor der Verband angelegt wird. Falls größere Verletzungen auftreten, müssen diese unbedingt tierärztlich versorgt werden, da ggf. auch ein Antibiotikum und/oder ein Schmerzmittel zu verabreichen sind.

Text: © Dr. Wieland Beck
Fotos:
© Pavel L Photo and Video /shutterstock.com

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