Was Hunde und Katzen dick macht...

Nicht selten sind es Freunde oder Nachbarn, die Tierbesitzern ins Gewissen reden, weil ihr Tier zu dick ist. Und die fragen dann ihren Tierarzt "Ist mein Hund/ meine Katze wirklich zu dick?" Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass über die Hälfte aller Hunde und Katzen übergewichtig oder sogar fettleibig sind.

Als fett wird ein Tier bezeichnet, wenn sein Körpergewicht 20% über dem Idealgewicht seiner Rasse liegt. Dass sich Übergewicht auf die Gesundheit auswirkt und die Lebenserwartung erheblich reduzieren kann (bis zu 2 Jahre), weiß jedes Kind. Verfettung kann leicht zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen und macht den Tieren, besonders in der warmen Jahreszeit, das Leben schwer.

Wenn das Körpergewicht zu hoch ist, leiden auch die Gelenke. Entzündungen und Schmerzen (Arthrosen) sind die Folge. Betroffene Hunde und Katzen sind nicht bewegungsfreudig, weil sie zum Teil starke Schmerzen beim Laufen empfinden. Genauso wie beim Menschen können Hunde und Katzen an Diabetes erkranken. Wenn es notwendig ist, wird der Tierarzt diesen Patienten Insulin verordnen, das dann vom Besitzer in Form von Injektionen unter die Haut zu verabreichen ist.

Übergewicht entsteht, wenn die Tiere zuviel Futter aufnehmen. Neben den täglichen Mahlzeiten bekommen die meisten Tiere oft Leckerlis. Nicht wenige Hunde sind auch immerzu am Betteln, insbesondere wenn die Familie beim Essen am Tisch sitzt. Es ist falsch verstandene Tierliebe, wenn Tiere vom Tisch das bekommen, was der Mensch übrig lässt. Außerdem sollten zwischendurch Leckerlis nur im Ausnahmefall als Belohnung gegeben werden, auch wenn der Hund noch soviel bettelt. Dies muss die ganze Familie beherzigen, also Oma, Opa, Mutter, Vater und Kinder.

Nimmt ein Tier mehr Kalorien auf als es verbraucht, werden die überschüssigen Kalorien in Form von Fettpolstern unter der Haut und um die inneren Organe herum gespeichert. Die normalen Körperfunktionen können so negativ beeinträchtigt sein. Das Risiko der Fettleibigkeit nimmt beim Tier im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren deutlich zu. Wichtig ist eine bedarfsgerechte Fütterung mit ausgewogenen, für Hunde bzw. Katzen produzierten Futtermitteln, die der Handel zahlreich als Dosen- oder Trockenfutter anbietet. In diesen Futtermitteln sind neben den Nährstoffen auch Vitamine und Spurenelemente in ausreichender und ausgewogener Form enthalten.

Bei Vorliegen von bestimmten Krankheiten ist auch eine Anpassung der Ernährung zu empfehlen. So gibt es zum Beispiel spezielles Futter für übergewichtige Hunde, nierenkranke Katzen oder Diabetes-Patienten. Lassen Sie sich in diesem Fall beim Tierarzt oder in unseren Fachmärkten beraten. Neben der richtigen Fütterung ist natürlich auch eine artgerechte Haltung der Tiere wichtig.

Bei ausreichender Bewegung schmelzen wie beim Menschen auch beim Tier die Pfunde.

Text: ©Kölle-Zoo
Fotos: ©Shutterstock

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