Was jeder über den Heimtierausweis wissen sollte

Alle Informationen zu Tier & Halter auf einen Blick

Wer mit seinem Tier in der EU auf Reisen geht und Ländergrenzen überschreitet, muss einen Heimtierausweis ("Pet Passport") besitzen und mitführen. Die Verbringung von Tieren in einen anderen EU-Mitgliedsstaat erfolgt gemäß den Tiergesundheitsvorschriften der EU. Darüber hinaus haben verschiedene Länder spezielle nationale Rechts- und Reisevorschriften für Tiere erlassen, die von Tierbesitzern einzuhalten sind. Im Heimtierausweis sind die Angaben zum Besitzer (Name, Anschrift, Telefon, Unterschrift), die Beschreibung des Tieres nebst Foto (Name, Art, Rasse, Geschlecht, Geburtsdatum, Farbe, besondere Kennzeichen und Merkmale) und Datum sowie Nummer des auf der linken Halsseite implantierten Transponders (sog. Transpondercode) festzuhalten. Gegenbenenfalls sind auch Angaben zur Tätowierung des Tieres (Datum, Tätowierungscode, Tätowierungsstelle) zu machen. Da Tätowierungen nach Jahren oft nur noch schwer ablesbar sind, empfehlen Tierärzte die Tiere mit einem Mikrochip (Transponder) unter der Haut zu markieren, was durch eine einfache Injektion zu realisieren ist.

Alle Angaben zu Impfungen und Entwurmungen
Der Heimtierausweis enthält ferner alle Angaben zu Tollwut- und sonstigen Impfungen sowie zu Entwurmungen, insbesondere gegen den Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis) mit dafür zugelassenen Wirkstoffen (Praziquantel, Epsiprantel). Außerdem können im hinteren Teil des Heimtierausweises auch Gesundheitszeugnisse nach entsprechender klinischer Untersuchung durch einen Tierarzt dokumentiert werden. Bei Kontrollen an der Grenze dient der Heimtierausweis u.a. als Nachweis einer gültigen Tollwutschutzimpfung, die nach den Rechtsvorschriften von EU- und Drittländern immer durchgeführt sein muss. Wichtig ist, dass das Tier zum Zeitpunkt der Erstimpfung gegen Tollwut mindestens 12 Wochen alt war und der Tollwutimpfstoff von einem ermächtigten Tierarzt verabreicht wurde. Der Grenzübertritt darf frühestens 21 Tage nach Abschluss des vom Hersteller für die Erstimpfung empfohlenen Impfprotokolls erfolgen. Die Gültigkeitsdauer der Impfung reicht bis zum Ende der vom Hersteller für den jeweiligen Tollwutimpfstoff angegebenen Impfschutzdauer (z.B. 1, 2 oder 3 Jahre bei Impfungen von Hunden). Dies gilt auch im Falle von Wiederholungsimpfungen.

Text: ©Kölle-Zoo
Fotos: ©Shutterstock

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