Wenn der Hund alt wird

Genauso wie beim Menschen können sich in höherem Alter auch beim Hund gesundheitliche Beschwerden einstellen. Die Tiere können ein hohes Lebensalter erreichen, wenn sie regelmäßig geimpft werden – vor allem gegen Staupe, Hepatitis, Parvovirose, Parainfluenza, Leptospirose und Tollwut. Zudem sollten sie gegen Spul- und Bandwürmer entwurmt und gesund gehalten und ernährt werden. 

Blutwerte im Blick 

Bei älteren Hunden empfehlen sich mindestens einmal jährliche Blutuntersuchungen. Durch diese kann man nicht nur verschiedene Organwerte messen, zum Beispiel Leber-, Nieren-, Bauchspeichel- und Schilddrüsenwerte, Blutzucker oder -fette, sondern auch Entzündungszellen wie zum Beispiel Leukozyten und Granulozyten. Auch für die Diagnostik können Blutuntersuchungen von großem Wert sein, da man durch sie Krankheitsursachen definitiv ermitteln und anschließend gezielt behandeln kann. So lässt sich ein Diabetes mellitus durch erhöhte Glukose-Werte ermitteln. 

Leber- und Nierenstörungen?

Bei älteren Tieren können manchmal Leber- oder Nierenstörungen auftreten. Diese Organe entgiften den Organismus von Schlackenstoffen, die mit Kot und Urin abgeführt werden. Sobald ihre Funktion eingeschränkt ist, kann es unter Umständen zu einer Anreicherung von schädlichen Substanzen im Körper kommen. Dann ist unbedingt eine Therapie – zum Beispiel mit Infusionen – durch den Tierarzt erforderlich, gegebenenfalls. auch stationär. 

Entzündungen und Tumore beseitigen

Wenn die weißen Blutzellen, die Leukozyten, erhöht sind, ist dies oft ein Hinweis auf entzündliche Prozesse im Tier. Es ist die Aufgabe des Veterinärmediziners, diese zu lokalisieren. Hierfür können bildgebende Verfahren, wie Röntgen-, Ultraschall-, CT- bzw. MRT-Untersuchungen hilfreich sein. Mit ihnen kann man unter Umständen auch Tumorerkrankungen feststellen, die bei älteren Hunden nicht selten gehäuft auftreten. Am besten ist es, wenn der Tierarzt den Tumor operativ entfernen kann. Gelingt das nicht, sollte eine symptomatische Therapie durchgeführt werden. 

Chemo- und Strahlentherapie

Auch bei Hunden gibt es verschiedene Möglichkeiten einer Chemo- oder Strahlentherapie, zum Beispiel mit Tabletten oder Infusionen. Es muss dann entschieden werden, wie die Lebensqualität des Hundes ist und ob dem Tier diese Behandlung noch zugemutet werden kann. 

Unverzichtbar: Entwurmung

Wissenschaftlichen Empfehlungen zufolge sollten erwachsene Hunde in dreimonatigen Abständen entwurmt werden. Da sich die Vierbeiner quasi täglich bei Artgenossen oder auf der grünen Wiese beim Gassigehen mit Wurmeiern oder Larven anstecken können, sollten keine längeren Abstände bei der Entwurmung zugelassen werden. Beim Tierarzt sind Kombinationsmittel erhältlich, die sowohl einen Wirkstoff gegen Spul- als auch gegen Bandwürmer enthalten. Zur besseren Aufnahme sind diese Wurmmittel oft durch den Hersteller mit Geschmacksstoffen versehen und enthalten zum Beispiel Schweineleberpulver, was die Akzeptanz beim Hund deutlich verbessert.

Text: © Dr. Wieland Beck
Fotos:
© Sharon Snider/shutterstock.com

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