Zahnhygiene bei Hund und Katze

Regelmäßige, richtige Zahnpflege ist wichtig

Wir Menschen putzen uns im Idealfall 2x täglich die Zähne und lassen unser Gebiss 1x im Jahr von einem Zahnarzt untersuchen. Aber wie sieht es bei unseren vierbeinigen Lieblingen aus? Beim Tierarzt werden immer wieder Patienten vorgestellt, die hochgradigen Zahnsteinbelag zeigen. Tiere, die nur weiches Dosenfutter bekommen, haben oft stärkere Zahnbeläge als diejenigen die mit Trockenfutter ernährt werden, da letzteres auch den Abrieb von lästigem Zahnstein unterstützt. Im Idealfall gewöhnt man seinen Hund an ein 1x tägliches Zähneputzen. Wenn sich der Hund an das abendliche Prozedere des Zähneputzens gewöhnt hat, wird es von ihm als Spiel verstanden und bereitet dann keine großen Schwierigkeiten mehr. Es ist wichtig, dass hierzu eine spezielle Hundezahnbürste und Hundezahnpaste verwendet wird, die beim Tierarzt erhältlich sind. Es gibt auch Zahnbürsten, die man auf den Zeigefinger aufsetzen kann, was das Zähneputzen gerade bei Zwergrassen mit einer kleinen Maulhöhle erleichtert. Katzen dagegen lassen sich nur schwer an das Zähneputzen gewöhnen.

Vorbeugend sollte das Gebiss, das Zahnfleisch und die Maulhöhle regelmäßig durch einen Tierarzt kontrolliert werden. Besonders zu empfehlen sind Veterinärmediziner mit der Zusatzbezeichnung "Zahnheilkunde", da sie besondere Qualifikationen und Erfahrungen bei der Zahnbehandlung von Tieren besitzen. In Bayern gibt es sogar "Fachtierärzte für Zahnheilkunde der Kleintiere".

Mangelnde Zahnhygiene kann zu organischen Erkrankungen führen
Viele Erkrankungen nehmen ihren Ursprung in der Maulhöhle und sind vermeidbar. So sind zum Beispiel 85% der Herzklappenerkrankungen des Hundes auf schlechte Zahnhygiene zurückzuführen. Diese Tiere haben oft vereiterte Zahnwurzeln, von denen Bakterien über den Blutkreislauf zum Herz abgespült werden und dort für weitere Komplikationen sorgen. Da die Maulhöhle eine Eintrittspforte für Viren, Bakterien und Parasiten darstellt, können auch andere organische Erkrankungen, etwa der Nieren und der Leber, über diesen Weg hervorgerufen werden. Achten Sie auf die Zahngesundheit ihrer Hunde und Katzen; damit tragen Sie nicht nur zum Wohlbefinden ihrer Tiere bei, sondern erhöhen auch ihre Lebenserwartung.

Text: ©Kölle-Zoo
Fotos: ©Shutterstock

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