Stress, lass nach: Entspannte Weihnacht für Mensch und Hund

Der Ruhepuls unterm Weihnachtsbaum gerät nicht nur bei Menschen, sondern auch bei Tieren leicht zu hoch: „Wenn Frauchen und Herrchen in den Weihnachtsvorbereitungen in Hektik verfallen, kann sich das auf die Tiere übertragen“, sagt Lea Schmitz vom Deutschen Tierschutzbund. „Die Tiere spüren, dass da etwas im Busch ist.“ Daher gilt die Devise: Ruhe bewahren. „Je entspannter und gelassener die Menschen bei den Vorbereitungen sind, desto entspannter wird auch die Weihnachtszeit für die Tiere“, sagt Schmitz.

Wenn es dennoch hektisch zugehen sollte und über die Feiertage viele Menschen im Haus sind, empfiehlt Schmitz, einen Rückzugsort für die Tiere einzurichten. „Katzen können sehr stressempfindlich sein“, sagt die Expertin. „Gerade sie sollten die Möglichkeit haben, sich zurückzuziehen und ein Zimmer aufzusuchen, in dem keine Gäste sind.“ Falls das auserkorene Ruhezimmer üblicherweise nicht von der Samtpfote aufgesucht wird, sollte sie einige Wochen vor den Feiertagen auf das Zimmer eingestimmt werden. Dazu können Halter gemütliche Versteckmöglichkeiten und ein Katzen-WC im Ruhezimmer aufstellen.

Kleine Heimtiere, wie Kaninchen, Meerschweinchen oder Vögel, sollte man möglichst vom großen Trubel fernhalten. „Wichtig ist, dass nachtaktive Tiere in ihrem Schlaf nicht gestört werden. Hunde sind zwar gerne bei ihren Menschen, aber auch sie sollten ein ruhiges Plätzchen in einer Ecke bekommen“, sagt Schmitz. Dem Besuch sollte vermittelt werden, dass die Tiere ihren Rückzug brauchen. „Nimmt das Tier von selbst Kontakt mit den Gästen auf und sucht Streicheleinheiten, ist das natürlich in Ordnung“, sagt die Expertin vom Tierschutzbund.

Verlockung und Gefahr zugleich: Weihnachtsbaum und Weihnachtsschmuck

Tierhalter sollten nicht nur die Entspannung des Tieres im Auge behalten, sondern auch mögliche Gefahrenquellen erkennen und eliminieren. Grell, bunt und blinkend üben beispielsweise Weihnachtsbäume besonders auf Katzen und Hunde eine große Anziehungskraft zum Anspringen und Klettern aus. Damit die Tiere den Baum nicht umstoßen, sollte er am besten in einer Ecke stehen und zusätzlich mit Haken an der Wand befestigt werden. Dazu sollten Halter auf scharfkantigen oder zerbrechlichen Weihnachtsschmuck, wie beispielsweise Weihnachtskugeln aus Glas, verzichten. „Fallen sie herunter, können sich die Tiere daran verletzen“, sagt Schmitz. Auch Misteln, Weihnachtssterne und Christrosen haben nichts in tierischer Reichweite zu suchen, da sie giftig für Vierbeiner sind. Und auch oder gerade an Feiertagen gilt: Essensreste und Schokolade gehören nicht auf den Speiseplan von Heimtieren.

Text: ©Industrieverband Heimtierbedarf e.V.
Bild: ©Industrieverband Heimtierbedarf e.V.

Keine Aktion mehr verpassen!

Newsletter abonnieren und Infos, Gutscheine und mehr sichern.

Werden Sie Kölle-Zoo Fan!

Alle News rund ums Tier und Veranstaltungen auf Facebook.