Herbstgrasmilben

Nicht wenige Tierbesitzer werden beim Tierarzt vorstellig, weil ihr Hund von heftigem Juckreiz besonders an den Pfoten geplagt wird. Ursache sind oft Herbstgrasmilben, die insbesondere vom Spätsommer bis in den Herbst hinein (Ende August bis Ende Oktober/Anfang November) auftreten. Es gibt außerdem sogenannte Endemiegebiete für Herbstgrasmilben, in denen die Parasiten besonders häufig vorkommen. In anderen Gebieten dagegen scheinen Herbstgrasmilben weniger oft oder gar nicht in Erscheinung zu treten. Die Gründe hierfür sind unklar. Hunde, die regelmäßig in mit Herbstgrasmilben befallenen Wäldern und Buschlandschaften spazieren gehen, sind besonders betroffen. Auch Jagdhunde haben regelmäßig mit Herbstgrasmilbenbefall zu kämpfen. Die Milbenlarven finden sich in der Natur in Ansammlungen auf kleinen Erdhügeln, an Buschwerk oder Gräsern, so dass sie sich leicht abstreifen lassen und auf die Haut von Säugetieren gelangen. Hin und wieder werden neben Tieren auch Menschen befallen. 

Woran erkennt man einen Herbsgrasmilbenbefall?
Beim Hund kommt es in der Folge zu heftigen Entzündungen im Zwischenzehenbereich (sogenannte „Pododermatitis“), was intensiven Juckreiz zur Folge hat. Die Tiere lecken sich dauernd an den Pfoten und zeigen starke Unruhe. Die Milbenlarven bohren Stichkanäle (sogenannte „Stylostome“) in die Haut und saugen Gewebsflüssigkeit (kein Blut). Durch Speicheldrüsensekrete der Parasiten kommt es zu einer heftigen Gewebsreizung mit anschließenden Hautentzündungen. Es wird auch darüber diskutiert, ob Herbstgrasmilben andere Krankheitserreger wie zum Beispiel Borrelien beim Saugakt übertragen können. Der Befall ist in erster Linie an den Pfoten zu beobachten, manchmal aber auch im Bereich der Schnauze oder an anderen Körperstellen. Mit einer Lupe findet man auf befallenen Tieren (insbesondere im Zwischenzehenbereich) oft kleine Milbennester mit zahlreichen rotbraunen Milbenlarven. Es ist aber auch möglich mit einem Tesafilmstreifen diese Parasiten von der Haut „abzunehmen“, auf einen Objektträger zu übertragen/kleben und unter dem Mikroskop zu untersuchen. 

Bei Verdacht unbedingt den Tierarzt aufsuchen
Betroffene Tiere sollten unbedingt zur Behandlung beim Tierarzt vorgestellt werden. Auf dem Tierarzneimittelmarkt gibt es keine gegen Herbstgrasmilben zugelassenen Medikamente. Der Veterinär kann jedoch als Flohmittel verwendete Arzneimittel auch gegen Herbstgrasmilben verwenden (sogenannte „Umwidmung“). Geeignet sind Sprays mit dem milbenabtötenden Wirkstoff Fipronil, die ggf. täglich auf die Pfoten aufgesprüht werden. Bei hochgradigem Befall mit Herbstgrasmilben kann auch eine gleichzeitige Behandlung mit einem Spot-on-Präparat, das Selamectin enthält, im Nacken (Ampullen) durchgeführt werden. Da auf diese Weise die Milbenlarven rasch abgetötet werden, kommt es zu einem Rückgang der Hautentzündung und des Juckreizes. Die Hunde wirken sofort entspannter und ruhiger. Jedoch sollte vermieden werden, dass sich Tiere jeden Tag aufs Neue im Wald mit Herbstgrasmilben anstecken. Daher ist insbesondere im Spätsommer und Herbst auf Herbstgrasmilbenbefall zu achten.

Text: © Dr. Wieland Beck
Fotos: © Shutterstock

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