Steckbrief

Abessinier

Familie: Felidae, Katzen
Herkunft: Englische Zuchtform
Größe: Mittelgroß, muskulös
Pflege: Leicht; braucht aber viel Zuwendung und Beschäftigung. Auch für tierliebe Kinder geeignet, die bei dieser Familienkatze den artgerechten Umgang mit Tieren lernen können
Alter: Durchschnittlich bis 20 Jahre
Trinken: Immer anbieten
Futter: Ausgewogene Ernährung, qualitativ hochwertiges Fertigfutter, Fleischkost angereichert mit Vitaminen
Charakter: Lebhaft, anschmiegsam, sozial, gilt als humorvoll
Abessinier

Abessinier

Abessinier sind ausgesprochen freiheitsliebend und selbstbewusst

Die Abessinier (liebevoll auch "Aby" genannt) ist eine der ältesten Katzenrassen der Welt. Ihre Ähnlichkeit mit den Katzen auf altägyptischen Abbildungen ist verblüffend und dennoch ist ihre Herkunft nie ganz geklärt worden. Unzählige Mythen ranken sich um den Ursprung dieser außergewöhnlichen Samtpfote. Außer Frage steht, dass der Ursprung der Abessinier-Zucht in England verwurzelt ist. Trotz ihrer Ähnlichkeit mit den ägyptischen Katzenbildern, stammen ihre Vorfahren sehr wahrscheinlich aus Südostasien. Ihr Name beruht nicht darauf, dass Äthiopien (früher Abessinien) als ursprüngliche Heimat angesehen wird, sondern weil die erste an einer Show in England ausgestellte Abessinier aus diesem Land importiert wurde.

Sieht man diese Samtpfote zum ersten Mal, hat man den Eindruck ein kleiner Puma blickt einem in die Augen. Wie die Raubkatze, hat auch sie dunkle, senkrechte Striche über den Augen und eine helle "Brille" sowie ein weißes Dreieck um die Nase. Ihr unverwechselbares Markenzeichen ist aber ihr Zeichnungsmuster, das sogenannte Ticking. Das eigentlich gar keine Zeichnung vorliegt scheint dabei sekundär. Ticking bezeichnet die Haarbänderung eines jeden einzelnen Haares. Jedes ist dabei zwei-, manchmal auch drei- oder sogar vierfach gebändert. Die Haarspitze weist jeweils den dunkelsten Farbton auf. Durch das Ticking erscheint das Fell dieser Stubentiger einheitlich gemustert und erinnert an einen Fuchs oder ein Wildkaninchen. Man spricht hierbei auch von dem Agouti-Effekt. Abessinier gibt es in vielen verschiedenen Farben. Anerkannt sind allerdings lediglich "Wildfarben", "Sorell", "Blau", "Fawn" und "Silber".

Das Fell der "Aby" ist kurz mit wenig Unterwolle. Auf dem Rücken verläuft der so genannte Aalstrich, ein durchgehend dunkler Farbstreifen im Fell, der in der dunklen Schwanzspitze endet. Ihr geschmeidiger, muskulöser Körper und ihre großen, mandelförmigen Augen in grün, bernsteinfarben oder nussbraun verstärken den Eindruck einer Wildkatze.

Der wildkatzenhafte Look dieser Schönheiten ist auch Ausdruck ihrer Persönlichkeit. Abessinier sind ausgesprochen freiheitsliebend und selbstbewusst. Sie lieben es zu toben, zu laufen und zu spielen. Ihre Energie ist dabei schier unermüdlich. Man sollte daher ausreichend Kletter- und Spielmöglichkeiten zur Verfügung stellen, ansonsten könnten auch Wohnzimmerschränke, Gardinen und Stehlampen die "Kletterwut" der Stubentiger abbekommen. Was die Abessinier vom Wesen einer Wildkatze mitbekommen haben, ist ihre Energie und ihr großer Freiheitsdrang. Doch auch Charakterzüge von Hauskatzen sind bei ihnen zu spüren, denn im Gegensatz zu wild lebenden Tieren, sind sie nur ungern allein. Sie lieben es Gesellschaft zu haben, möchten dabei aber auch immer im Mittelpunkt stehen. Aber Vorsicht – Abessinier wissen genau, wie sie ihren Kopf durchsetzen können und sich "ihre" Menschen gefügig machen.

Alles, was Sie zur Pflege Ihrer Katze benötigen, finden Sie in Ihrem Kölle-Zoo. Bei Fragen wenden Sie sich einfach an unsere geschulten Mitarbeiter, die Ihnen fachkundig bei allen Themen rund um Ihre Samtpfote weiterhelfen.

Text: Anne Kathrin Görmiller
Fotos: Fotolia

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