Katzenbrunnen - Sinn oder Unsinn?

Wilder Stubentiger oder verschmuste Samtpfote, für jede Katze ist eine geregelte Flüssigkeitsaufnahme sehr wichtig. Um die Katze zum Trinken zu animieren, wird eine Vielzahl an Katzenbrunnen angeboten. Wie sinnvoll ist so ein Hilfsmittel?

Als zweibeiniger Katzenfreund können Sie Ihren Liebling dabei unterstützen, genug Flüssigkeit aufzunehmen. Ein guter Katzenbrunnen kann helfen, die Wasserversorgung optimal zu gestalten. So können Sie möglicherweise langfristig auftretenden Nieren- und Harnwegserkrankungen vorbeugen. Das fließende Wasser regt viele Katzen zum Trinken an. Ganz klar ist für erwachsene Katzen Wasser das Getränk der Wahl. In der freien Natur bedienen sich Katzen aus allen möglichen „Quellen“ wie Pfützen, Bachläufen und Tümpeln.

Immer Wasser anbieten

Ein Wassernapf mit sauberem Trinkwasser, der mindestens alle zwei Tage ausgewaschen und neu befüllt wird, ist das Mindeste, das Sie Ihrer Katze anbieten sollten. Wie auch wir Menschen mögen Katzen keine Spülmittelrückstände, spülen Sie deshalb den Behälter nach der Reinigung gut aus. Katzen zeigen bei der Nahrungsaufnahme ein spezielles Verhalten: Sie fressen und trinken nicht am gleichen Ort. Um dieser natürlichen Trennung zu entsprechen, sollte die Trinkstelle in einem gewissen Abstand zum Futter positioniert werden.

Wieviel Flüssigkeit braucht eine Katze?

Jede Katze ist einzigartig, das zeigt sich auch beim Trinkverhalten. Der Flüssigkeitsbedarf ändert sich, je nachdem, ob es um einen Freigänger geht, der gerne Mäuse fängt, oder um eine Katze, die in der Wohnung bleibt und vor allem Trockenfutter zu sich nimmt. Die natürliche Jagd versorgt das Tier mit einem relativ hohen Anteil an Flüssigkeit, während der Wasserbedarf beispielsweise durch Trockenfutter eher steigt. Tierärzte gehen von einem Bedarf von 40 bis 60 Milliliter Wasser pro Kilogramm Körpergewicht aus, bei einer ausgewachsenen Katze mit fünf Kilogramm Gewicht ergibt sich ein Bedarf von etwa 250 Milliliter, also einem viertel Liter Wasser pro Tag. Es ist aber jetzt nicht so, dass jede Katze jeden Tag mindestens ein „Viertele“ trinken muss. Nassfutter enthält über 75 % Wasser und deckt schon einen großen Teil des Bedarfs. Bei Trockenfutter sieht es anders aus: dieses enthält relativ wenig Wasser, die Katze muss zusätzlich mehr trinken.

Fließendes Wasser wirkt anregend

Im Unterschied zum einfachen Trinknapf versorgt der Katzenbrunnen die Katze mit fließendem Wasser. Aus einem mit Wasser befüllten Becken pumpt der Brunnen die Flüssigkeit in einem Kreislauf nach oben, wo es über eine glatte Fläche, eine Kugel oder einen kleinen Wasserhahn wieder in die Schale fließt. Wechseln Sie regelmäßig das Wasser, spätestens nach einer Woche oder wenn sich Ablagerungen bilden. Je nach Anzahl der Katzen, die den Brunnen verwenden, und der Temperatur der Umgebung verkürzt sich das Reinigungsintervall. Grundsätzlich gilt: besser öfter wechseln. Dann bleibt die Lust der Katze auf frisches Wasser erhalten.

An den Katzenbrunnen gewöhnen

Wie bei allen neuen Dingen sollten Sie Ihrer Katze Zeit geben, sich daran zu gewöhnen. Lassen Sie den Trinkbrunnen zunächst ausgeschaltet und füllen Sie das Becken mit Wasser. Warten Sie eine Weile, zumindest solange bis die durstige Samtpfote in Ruhe getrunken hat. Danach können Sie den Brunnen einschalten, am besten zuerst auf der niedrigsten Stufe. Hat sich Ihre Katze an das köstlich frische, fließende Wasser gewöhnt, können Sie die Pumpe so einstellen, wie es Ihrer Katze am besten gefällt. Probieren Sie es einfach gemeinsam mit Ihrem vierbeinigen Liebling aus.

Katzen haben ein ganz individuelles Trinkverhalten

So geheimnisvoll wie die vierbeinigen tierischen Freunde manchmal sind, ist auch ihr Trinkverhalten. Oft wissen Katzenfreunde gar nicht, an welchen Stellen sich ihre Lieblinge bedienen. Die Samtpfoten trinken auch gerne an Stellen, die unentdeckt bleiben sollen: Das Aquarium, Blumenvasen oder andere Stellen, an denen offenes Wasser zu finden ist. Deshalb sollten Sie als Katzenfreund darauf achten, dass solche eher ungeeigneten Trinkstellen verschlossen sind oder sauber bleiben, damit sich dort nicht übermäßig viele Keime bilden. Sie sollten auch immer beachten, dass übermäßiges Trinken oder das Verweigern von Flüssigkeit ein Grund sein kann, zum Tierarzt zu gehen. Verschiedene gesundheitliche Ursachen sind möglich. Achten Sie deshalb genau auf das Verhalten Ihrer Katze. 

Text: © Kölle-Zoo

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