Die häufigsten Parasiten im Überblick und was man gegen sie tun kann

Flöhe

sind die Nr.1 der Plagegeister, denn sie machen es sich nicht nur im Fell ihres Wirts bequem, sondern auch überall dort, wo sich das Tier am meisten und am liebsten aufhält. Hinzu kommt, dass Flöhe auch Bandwürmer übertragen können. Daher sollte bei einem Flohbefall auch an eine Entwurmung gedacht werden.

Um wirksam gegen Flöhe vorzugehen, ist Ausdauer und Gründlichkeit gefragt. Fellflöhe können wirkungsvoll mit einem Shampoo oder Spot-on-Präparat beseitigt werden. Die Umgebung und alle Textilien, mit denen das Tier in Berührung gerät, werden nur durch regelmäßiges und besonders gründliches Putzen bzw. Waschen bei hohen Temperaturen sowie durch Behandlung mit Flohsprays und –puder flohfrei. Flohpuppen und –larven sollten aus Teppichen geklopft oder gesaugt werden. Nicht vergessen: Den Staubsaugerbeutel bitte umgehend entsorgen!

Zecken

Von Frühjahr bis in den Herbst hinein sollten Hunde und Katzen nach jedem Gassi- bzw. Freigang auf Zecken untersucht werden. Haben sich Zecken festgebissen, sollten sie schnell und vollständig entfernt werden. Das geht am einfachsten mit einem Zeckenhaken oder einer Zeckenkarte. Bitte dabei darauf achten, dass der Körper der Zecke nicht gequetscht wird, da sie ansonsten infizierten Speichel in die Wunde gibt. 

Trotz aller Vorsicht und Sorgfältigkeit beim Entfernen kann es passieren, dass der Kopf der Zecke steckenbleibt und nur der Zeckenkörper entfernt wurde. In diesem Fall die Stelle sorgfältig desinfizieren und den Zeckenkopf von einem Tierarzt entfernen lassen. Danach die Stelle eine Zeitlang gut beobachten. Treten Veränderungen rund um die Bissstelle auf (z.B. Schwellungen, Rötungen) bitte das Tier dem Tierarzt vorstellen.

Milben

Mit einer Größe von 0,2-0,4 mm sind Milben mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Insgesamt gibt es über 20.000 Arten von Milben. Zu den bekanntesten zählen die Nahrungsmilben und die  Hausstaubmilben. Unter den Tierhaltern sind auch Ohrmilben, Haarbalgmilben, Raubmilben und Räudemilben bekannt und gefürchtet. 

Meist stecken sich die Tiere bei Artgenossen an oder bringen sie von Spaziergängen mit. Ein Milbenbefall kann monatelang symptomlos sein und sich erst bei einem massiven Befall mit quälendem Juckreiz, entzündlichen Reaktionen sowie Schuppen- und Krustenbildung und durch Haarausfall äußern. Bei diesen Symptomen sollte das Tier umgehend einem Tierarzt vorgestellt werden. 

Bei der Bekämpfung von Milben sind Geduld, Gründlichkeit und ein konsequentes Vorgehen gefragt. Der Behandlung mit Bädern, Puder und Sprays sollten alle Tiere im Haushalt vorsorglich unterzogen werden und sämtliche Textilien der Tiere sollten gründlichst gewaschen werden. Das Gute ist: Die meisten Milbenpräparate wirken nicht nur therapeutisch, sondern auch prophylaktisch. Hat man die Milben erfolgreich bekämpft, ist erst mal Ruhe vor den Plagegeistern.

Läuse/Haarlinge

Läuse werden bis zu 5 mm groß und saugen zumeist Blut und legen ihre Eier (Nissen) mit Hilfe eines klebrigen Sekrets im Fellkleid ihres Wirts ab. Es gibt auch Arten, die sich von Hautschuppen und Haaren ernährt – diese werden Haarlinge genannt.

Eine erfolgreiche Bekämpfung umfasst neben der Behandlung des Tieres mit Bädern, Sprays und Puder auch eine gründliche Reinigung von Decken, Bettchen und Lieblingsorten. Diese Prozedur sollte nach etwa 1-2 Wochen wiederholt werden, da Eier meist nicht vollständig abgetötet werden und den zwischenzeitlich geschlüpften Larven mit der Folgebehandlung der Garaus gemacht wird.

Würmer

Würmer sind so genannte Endoparasiten, die sich im Körper ihres Wirts einnisten und sich meist im Darm von der Nahrung ihres Wirts ernähren. Larvenstadien befallen jedoch auch Organe wie etwa Leber oder Lunge. Viele Wurminfektionen, die mit einem geringen Befall einhergehen, verlaufen harmlos und meist ohne Symptome. Ein massiver Befall führt zu erheblichen gesundheitlichen Problemen, schweren Folgeerkrankungen oder gar zum Tod. 

Die Ansteckungsmöglichkeiten sind vielfältig. Meist nehmen die Tiere draußen beim Schnüffeln, Lecken und Fressen von infizierten Tieren oder deren Kot die Wurmeier auf.

Bestimmte Wurmarten wie der Gurkenkernbandwurm werden bei der Fellpflege durch verschluckte infizierte Flöhe übertragen. Ungeborene Welpen können sich über das Muttertier mit Spulwürmern infizieren und Hakenwurmlarven sind in der Lage, die Haut zu durchdringen.

Bei einer frühzeitigen Behandlung ist die Prognose gut. Daher sollten Wurmkuren in regelmäßigen Abständen (alle 3-6 Monate) und in richtiger Dosierung durchgeführt werden. Um Würmern vorzubeugen, sollten Flöhe umgehend beseitigt werden und wenn möglich sollte weitestgehend vermieden werden, dass das Tier infizierte Tiere frisst oder draußen an Tierkot schnuppert oder leckt. Tierhalter können sich über Hund & Katze mit Würmern infizieren, was unter Umständen schwere Erkrankungen zur Folge haben kann. Mit einer konsequenten Hygiene im Umgang mit ihrem tierischen Liebling können Halter einer Infektion vorbeugen.

Text: Kölle-Zoo
Fotos: Shutterstock

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