Warum Spielen für Katzen so wichtig ist und Tipps für das richtige Spiel

Samtpfoten sind verspielt und beschäftigen sich gerne mit Artgenossen. Aber auch das Spielen mit dem menschlichen Freund ist wichtig, ganz besonders, wenn die Katze alleine ist. Das Spielen mit der Katze festigt die Bindung und schafft Vertrauen, wenn Katze und Mensch noch in der Kennenlernphase sind. Danach aber natürlich auch!

Der Jagd- und Spieltrieb ist bei Katzen sehr ausgeprägt. Die Lust darauf, Beute zu machen und die Umgebung und sich selbst auszuprobieren ist bestimmend für das Verhalten der Katzen. Damit sich Ihr Stubentiger wohl fühlt, muss er Gelegenheit haben, seinen natürlichen Verhaltensweisen nachzugehen. Auch wenn es manchmal nicht so aussieht – der Jagdtrieb ist immer da.

Spielen und Jagen sind Grundbedürfnisse

Auch bei in die Jahre gekommenen Katzen bleibt dieses Grundbedürfnis erhalten. Spielen ist wichtig für das körperliche und emotionale Wohlbefinden und bringt die Katze ins Gleichgewicht. Während Freigänger draußen meist genug erleben, ist das Spielbedürfnis von Wohnungskatzen meist stärker ausgeprägt.

Auch für die Beziehung zwischen Katze und Mensch ist Spielen wichtig, denn es stärkt den Zusammenhalt. Alle haben Spaß dabei und auch der Mensch hat einen unschätzbaren Ausgleich zu anderen Beschäftigungen, die nicht so viel Spaß machen.

Wenn die Katze nicht spielen will, klären Sie auch gesundheitliche Ursachen ab. Bei Verdauungsproblemen, Nierenerkrankungen oder Zahnschmerzen und anderen Infektionen ist es für jeden Menschen nachvollziehbar, dass die Katze keine Lust hat zu spielen. Sprechen Sie im Zweifelsfall lieber mit dem Tierarzt.

Die Katzenspielzeug-Grundausstattung

Als Grundausstattung sollte der menschliche Freund der Katze ein paar Spielsachen bieten. Kleine Bälle und Mäuse aus Stoff sind schon mal ideal, damit Ihre Katze ihren Jagd- und Spieltrieb ausleben kann. Auch eine Katzenangel empfiehlt sich als Spielzeug und Hilfsmittel, um den samtpfotigen Liebling zu beschäftigen. Bewegung ist gut für Katze und Mensch – vom ausgiebigen Spielen haben also alle etwas. Viele Katzen lieben die Beschäftigung mit Spielzeug. Dabei können zum Beispiel auch einfache Gegenstände aus der Natur wie Tannenzapfen oder ein Stückchen Holz großes Interesse auslösen. Mit der Katzenangel wecken Sie besondere Neugier, wenn Sie etwas unter einer Decke bewegen oder das Interesse am Spielzeug durch Katzenminze steigern. Bewahren Sie duftendes Spielzeug aber in einem geruchsdicht verschlossenen Behältnis auf und geben Sie Ihrer Katze das Duftspielzeug nicht zu häufig, etwa einmal in der Woche, und nicht zu lange am Stück, sondern nur für etwa 10 bis 15 Minuten. Ansonsten droht eine Überreizung, die der Katze die Lust am Spielen verdirbt.

Bieten Sie ganz allgemein Spielzeug nur zeitlich begrenzt an und räumen Sie es danach weg. Geben Sie Ihrer Samtpfote nicht zu viele Spielsachen, binden Sie am besten immer nur ein oder zwei Spielzeuge gleichzeitig ins Spiel ein.

Mit einfachen Anreizen animieren

Oft sind es die einfachen Dinge, die die größte Freude bereiten. Für einen Stubentiger kann das auch schon mal eine zusammengeknüllte Zeitung sein, die Sie über den Boden rollen. Mit ihrem ausgeprägten Gehörsinn nimmt sie die feinen Knistergeräusche sehr genau wahr. Einen schönen Anreiz liefert natürlich auch ein feines Fresschen. Stubentiger lassen sich gerne mit Futter zum Spielen animieren. Versuchen Sie es auch mal: einen leckeren Katzensnack in einem Pappkarton verstecken oder werfen und nachjagen lassen.

Gefahren beim Spielen

Vorsicht mit Wollknäulen und Bändern: Jeder hat sofort ein Bild einer Katze vor Augen, die mit einem Wollknäuel spielt. Und das sieht sicher süß und schön aus, kann aber für die Katze gefährlich werden. Verschluckt sie den Faden oder zum Beispiel ein Stück Geschenkband, kann das schlimme Folgen haben und Sie müssen sofort einen Tierarzt aufsuchen. Katzen sind auch verrückt nach dem tanzenden Licht eines Laserpointers: Gelangt aber der Strahl in die Augen, kann die Netzhaut von Tier und Mensch verbrennen. Nähnadeln und Plastiktüten sind ebenso kein Spielzeug, sondern weitere Gefahrenquellen, die Sie besser wegschließen sollten.

Hauskatzen lieben Herausforderungen

Neben der Grundausstattung mit Katzenspielzeug werden eine Vielzahl spannender und aufregender Spielsachen angeboten. Eine intensive Beschäftigung stärkt alle Sinne, die Wahrnehmung und Beweglichkeit. Da die Sinne der Katze ganz anders ausgeprägt sind als die des Menschen, nehmen Katzen die Umwelt auch ganz anders wahr. Spezielles, intelligentes Spielzeug kann die Entwicklung und das Wohlbefinden der Katze so gezielt fördern und verbessern. 

Text: © Kölle-Zoo

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