Steckbrief

Degu

ArtDegu
Gattung Strauchratten
FamilieTrugratten
UnterordnungMeerschweinchenverwandte
OrdnungNager
HerkunftZentralchile
nat. LebensweiseIn Höhlen und Gangsystemen, in Familiengruppen innerhalb einer lockeren Kolonie von bis zu mehreren hundert Tieren
FutterMischung aus Hamsterfutter "Crispy Lux" und Meerschweinchenfutter "Premium" von Versele-Laga, Saftfutter ("2-3 x wöchentlich Möhren, Gurken usw. als Saftfutter")
BuchtippAnna Sporon: Unser Degu
Kosmos Verlag, Stuttgart 1995
Degu

Degu

Der Degu (Octodon degus) wird auch "Strauchratte" genannt und zählt zu den "Trugratten", was ein passender Begriff ist. Er sieht auf den ersten Blick einer Ratte ähnlich, doch dieser Schein trügt. Der wissenschaftliche Name "Octodon", was soviel wie "Achtzahn" bedeutet, bezieht sich auf die Form der Backenzähne, deren Kauflächen von oben betrachtet die Form einer "8" aufweisen. Degus stammen aus Chile, bewohnen dort jedoch nicht das gesamte Land, sondern Zentralchile und einen Teil des Nordens. Degus besitzen in ihrer Heimat eine ähnliche ökologische Nische wie unser Wildkaninchen. Sie errichten unterirdische Höhlen und Gangsysteme im Schutz von Sträuchern, Hecken oder Felsen. Sie leben in Familiengruppen von fünf bis zehn Tieren, wobei jede Familie innerhalb einer lockeren Kolonie von bis zu mehreren hundert Tieren ihr eigenes Territorium beansprucht.

Die Weibchen werden mit sieben Wochen, die Männchen mit drei Monaten geschlechtsreif. Die Anzahl der Jungen pro Wurf reicht von einem bis hin zu zehn, die weit entwickelt auf die Welt kommen. Sie verlassen das Nest am Tag der Geburt und werden deshalb als "Nestflüchter" bezeichnet. Ausgewachsene Degus weisen eine Körperlänge von etwa 15-20 cm auf und wiegen durchschnittlich zwischen 180 und 250 g. Die Lebenserwartung beträgt durchschnittlich 4-6 Jahre – in Einzelfällen auch mehr. Sie liegt also höher als die von Nagetieren vergleichbarer Größe. Degus sind tagaktiv und bevorzugen die Morgen- und späten Nachmittagsstunden. Als Heimtiere zeigen sich Degus manchmal auch zu später Stunde geräuschvoll, da sich manche Tiere mit der Zeit an den Rhythmus ihres Halters anpassen.

Durch ihr soziales Wesen werden viele Degus handzahm und lassen sich von ihrem Halter auf den Arm nehmen und streicheln. Allerdings gibt es auch scheue Tiere, die den menschlichen Kontakt lieber meiden. Degus sind keine Kuscheltiere und für Kinder nicht unbedingt geeignet. Degus sind sehr gesellige Tiere, weshalb es unbedingt notwendig ist, mindestens zwei Tiere zu halten. Außerdem bieten mehrere Degus ein vergnügliches Schauspiel zum Beobachten. Sie spielen miteinander, liefern sich Wettbewerbe im Kräftemessen und sind geschickte Turner.

Da Degus einen sehr starken Nagetrieb haben, ist eine Unterbringung in einem Terrarium sinnvoller als in einem großen, stabilen Käfig, da die Glasflächen keinen Ansatzpunkt für die Zähne bieten und hier nach Herzenslust gebuddelt werden kann. Dabei beträgt die Mindestgröße für das Terrarium 150 (B) x 120 (H) x 50 (T) cm. Dieses kann mit verschiedenen Einstreuschichten relativ hoch aufgefüllt werden, um ihnen das Graben zu ermöglichen. Degus lieben Sandbäder, und so darf eine Schale mit Chinchillasand für die Fellpflege nicht fehlen. Zur weiteren Einrichtung gehören Wurzeln und Steine (Aquaristik-Zubehör) zum Klettern, Futternäpfe, eine Tränke, ein Schlafhäuschen sowie Heu in einer Heuraufe und als Nestmaterial auf dem Boden. Das Degu-Heim sollte angenehme 22-24 °C warm sein und idealerweise eine Luftfeuchtigkeit von 50% aufweisen.

Bedingt durch ihre Herkunft sind Degus Pflanzenfresser und ernähren sich vorwiegend von Kräutern, Samen, Gräsern, Wurzeln und Laub. Obst steht selten auf deren Speiseplan, tierisches Eiweiß in der Regel gar nicht. Daher sollte Heu als Grundnahrungsmittel dienen und immer zur Verfügung stehen. Bei der "richtigen" Trockenfuttermischung gibt es geteilte Meinungen. Wichtig ist, dass das Futter frei von zuckerhaltigen und fettigen Bestandteilen wie Honig, Nüssen, Trockenobst usw. ist. Als Saftfutter bieten sich 2-3 Mal wöchentlich Möhren, Gurken, Löwenzahn, Tomaten, Wegerich, Sauerampfer, Chicoree und Endivien an. Um dem Nagetrieb der Degus entgegenzukommen, kann man auch frische Äste (Birken-, Hasel-, Weiden- oder Obstbaumäste) zum Zernagen und Knabbern anbieten.

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Text: Kölle-Zoo
Fotos: 
Kölle-Zoo

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