Steckbrief

Persische Rennmaus

OrdnungNager (Rodentia)
Unterordnung Mäuseverwandte (Myomorpha)
FamilieLangschwanzmäuse (Muridae)
GattungSandmäuse (Meriones)
HerkunftIran, Irak, Türkei, Afghanistan, Pakistan
Körperlänge23 - 32 cm
GeschlechtsreifeIm Alter von ca. 3 Monaten
FutterHauptfutter Obst, Gemüse, Kanarien- und Exotenfutter (Saatenmischung). Zusätzlich werden einmal die Woche Mehlwürmer gereicht.
Persische Rennmaus

Persische Rennmaus

Meriones persicus

Die Persische Rennmaus (Meriones persicus) kann als "ein Vetter" der beliebten Mongolischen Rennmaus angesehen werden. Sie wird sehr zahm und zutraulich.

Die Heimat der Persischen Rennmaus erstreckt sich vom Iran, Irak, der Türkei, Afghanistan bis hin zu Pakistan. In ihrer Heimat bevölkern sie in großen Familienverbänden Steppen sowie Halbwüsten und bevorzugen felsige Gegenden mit bis zu 3.000 Metern Höhe. Daher stammen auch ihre exzellenten Kletterfähigkeiten. Persische Rennmäuse bauen ihre Nester zwischen Felsbrocken oder graben tiefe Erdlöcher. Ihre Hauptaktivitäten verlegen Perser in Dämmerung und Nacht.

Wesentliches Merkmal dieser Rennmäuse ist vor allem ihre Körpergröße, sie werden bis zu 31 cm lang wobei ca. 17 cm der behaarte Schwanz ausmacht, der am Ende eine so genannte Quaste besitzt. Das Körpergewicht liegt zwischen 150 g und 180 g. Typische Merkmale sind neben ihren großen schwarzen Augen der helle Bauch und die weiße Maske, die sich gegenüber dem beigefarbenen Rücken und Kopf absetzen.

Da Persische Rennmäuse relativ groß werden und sehr aktiv sind, benötigen sie eine große Behausung. Für 2-3 Tiere sollte das Nagerheim mindestens 0,5 m² Grundfläche und eine Höhe von 1 Meter besitzen. Das Heim sollte mit diversen Klettermöglichkeiten, Steinen, Wurzeln und Verstecken ausgestattet sein.

Das im Handel angebotene Kleintierstreu bewährt sich hierbei als Einstreu sowie zusätzlich Heu zum Bau und Auspolstern von Nestern. Außerdem muss zur Fellpflege ein Sandbad (mit Chinchillasand) zur Verfügung stehen. Auch regelmäßiger Auslauf darf den quirligen Rennmäusen nicht fehlen.

Persische Rennmäuse sind Gruppentiere und sollten daher mindestens zu zweit gehalten werden. Um ungewollten Nachwuchs zu verhindern sind gleichgeschlechtliche Tiere zu empfehlen, da diese Rennmäuse bereits mit 3 Monaten ihre Geschlechtsreife erreichen. 1-2-mal pro Jahr werden 3-10 Junge nach einer 28-tägigen Tragezeit geworfen.

Die Ernährung der Persischen Rennmäuse sollte nicht zu fettreich sein und deshalb aus einer Saatenmischung (Kanarien- und Exotenfutter) bestehen. Empfehlenswert ist das regelmäßige Verfüttern von Obst und Gemüse sowie das Verfüttern von Mehlwürmern einmal pro Woche für die Eiweißzufuhr. Als Leckerli sind Sonnenblumenkerne gut geeignet.

Mit einer Lebenserwartung von 6-7 Jahren und ihrem neugierigen, freundlichen Wesen werden Persische Rennmäuse ihren Haltern lange Freunde bereiten.

Text: Kölle-Zoo
Fotos: Kölle-Zoo

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