Steckbrief

Sinai Stachelmaus

FamilieMäuse, Muridae
Vorkommen Israel von der mittleren Mittelmeerküste bis in die Negev-Wüste in trockenen Regionen
Größe8 - 10 cm
Gewicht33 - 35 g
PflegePflege einfach in ausreichend großem Nagerheim mit Versteckmöglichkeiten
TrinkenObwohl Wüstentiere, Wasser immer anbieten
Sinai Stachelmaus

Sinai Stachelmaus

Acomys dimidiatus ssp.

Zu den am einfachsten zu pflegenden Mäusen gehören die Stachelmäuse, die ihren Namen von der Haarbildung ihres Felles erhalten haben, weil vor allem vom mittleren Rücken ab die Haare hart und stachelartig spitz sind. Bei flüchtigem Hinsehen kann man den Eindruck haben, als ob das Fell verklebt ist. Interessanterweise sind die Jungen bei der Geburt bereits völlig entwickelt, das heißt, sie sind vollständig behaart und ihre Augen sind bereits geöffnet. Aber in der Regel bringen die Weibchen nur zwei bis drei Junge zur Welt. Das mag eine der Anpassungen an ihren natürlichen Lebensraum sein, der in kargen, trockenen und heißen Gebieten an der Ostküste des Mittelmeeres liegt und sich bis in die Negev-Wüste erstreckt.

Die bei uns angebotenen Exemplare der Sinai Stachelmaus sind alles Nachzuchten, die sich bereits an die Umweltverhältnisse ihres Nagerheims weitgehend angepaßt haben. Man sieht sie auch tagsüber durch ihr Zuhause laufen, während sie in der Natur eher nächtlich unterwegs sind, und sie sind flink. In ihrem Nagerheim, das auch aus einem Terrarium bestehen kann, mit einem Inhalt von 60 Liter, dürfen Unterstände nicht fehlen, in die sie sich jederzeit zurückziehen können. Dafür eignen sich auch die kleinen Häuschen, die in vielerlei Ausführungen erhältlich sind. Heu, Holzwolle und Späne sind eine gute Bodenabdeckung und zum Nestbau, und lassen sich bei der Heimreinigung auch gut entfernen. Keinesfalls darf man Plastikartikel einsetzen, das sie zernagen und verschlucken können mit bösen Folgen.

Die Sinai Stachelmaus ist recht gesellig, aber wer nicht in einer Flut von Nachkommen ersticken will, sollte gleichgeschlechtliche Exemplare pflegen, und es genügen zwei Tiere. Man sollte nicht Einzeltiere pflegen, die meist scheu bleiben und sich offensichtlich nicht besonders wohl fühlen. Wichtig in ihrer Ernährung sind auch hartschalige Samen, damit die ständig nachwachsenden Zähne abgeschliffen werden. Ansonsten eignen sich viele andere pflanzliche Stoffe, aber auch Insekten, wie Käfer, und kleine Schnecken. Im Kölle-Zoo kann der Pfleger auch ein gut ausgewogenes Futtergemisch bekommen, das den Bedürfnissen der Stachelmäuse gerecht wird.

Text: Kölle-Zoo
Fotos: Kölle-Zoo

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