Steckbrief

Streifenhörnchen

OrdnungNagetiere
Familie Hörnchen
Verwandte ArtenErd- und Baumhörnchen, Ziesel, Murmeltier
VorkommenAm Weißen Meer bis zum Beringmeer, in der Mongolei, Sibirien, im Mittleren China und Nordjapan, vorzugsweise in Nadel- und Mischwäldern
LebensweiseIn lockeren Kolonien, in Bauen von einem bis 1,5 m Tiefe
FutterCrispy E Nature von Versele Laga, Insekten, Obst und Gemüse
BesonderheitEinzelgänger; hält Winterschlaf
LebenserwartungCa. 7 - 12 Jahre möglich
Gewicht70 - 140 g
Streifenhörnchen

Streifenhörnchen

Streifenhörnchen sind Nagetiere (Ordnung Rodentia). Sie gehören zur Familie der Hörnchen sowie zur Unterfamilie der Erd- und Baumhörnchen. Verwandte sind beispielsweise Eichhörnchen, Murmeltiere oder Präriehunde. Das Streifenhörnchen kann weder eindeutig als Erd- noch als Baumhörnchen bezeichnet werden, da es sowohl Baue in der Erde graben als auch ausgezeichnet klettern kann. Die bekannteste Art ist wohl das Asiatische Streifenhörnchen (Tamias sibiricus), auch Burunduk genannt. Das Fell der typischen Form ist gelbbraun, der Bauch weiß. Über den Rücken ziehen sich fünf dunkelbraune Streifen: einer auf der Rückenmitte, je zwei an beiden Körperseiten.

Streifenhörnchen können sowohl in der Wohnung als auch in einer Aussenvoliere gehalten werden. Das absolute Mindestmaß für ein Nagerheim beträgt 1m x 1m x 2m haben. Je größer und höher die Voliere, umso schöner für den kleinen, agilen Akrobaten. Gerade die Höhe ist entscheidend, da Streifenhörnchen in der Natur auch in die Höhe, d.h. an den Bäumen emporklettern. Bei der Freihaltung muss für mindestens ein frostsicheres Schlafhaus gesorgt werden. Das Steifenhörnchen sollte ein helles Plätzchen bekommen, das vor Zugluft und direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist. Aufgrund ihres enormen Bewegungsdrangs sollten sie täglich freien Auslauf bekommen. Streifenhörnchen sind tagaktiv und schlafen nachts, d.h. sie gehen mit Einbruch der Dämmerung schlafen. Von Oktober bis März/April halten Streifenhörnchen ihren Winterschlaf. Dieser sollte vom Halter keinesfalls unterbrochen werden, denn das würde schlimmstenfalls den Tod durch Kreislaufversagen herbeiführen - zumindest aber die Lebenserwartung drastisch verkürzen!

Mit der Sauberkeit nimmt es das Streifenhörnchen möglicherweise nicht so genau wie sein Halter: da wird gegraben und gebuddelt, beim Freigang auch mal die Stubenreinheit vor lauter Bewegungsfreude vergessen. Der Halter sollte sich also darauf einstellen, dass er mehrmals täglich seinem kleinen Schützling hinterherputzen bzw. -fegen muss. Weiterhin sollte der Halter viel Zeit und Geduld aufbringen, wenn er sein Streifenhörnchen zähmen möchte, denn es kann durchaus passieren, dass es nicht im Geringsten an seinem Zweibeiner interessiert ist und ihm gegenüber sogar aggressiv werden kann. Rabiates Verhalten geschieht übrigens zumeist vor Wintereinbruch. Das Streifenhörnchen verteidigt seine fleißig gesammelten Futtervorräte, daher wird der Halter unter Umständen als Reviereindringling und potentieller Futterdieb angesehen und entsprechend attackiert.

Beim Gehege ist es sehr wichtig darauf zu achten, dass das Streifenhörnchen immer wieder etwas zu tun hat und es ihm nicht langweilig wird. Daher sollte das Gehege regelmäßig neu gestaltet werden, um für Abwechslung zu sorgen. Das heißt: immer wieder neue Äste zum Klettern anbieten oder vorhandene Sitzbretter an einer anderen Stelle anbringen. Vorsicht ist jedoch bei der Wahl der Äste geboten. Geeignet sind Apfel oder Birne, Haselnuss, Linde, Buche, Ahorn, Birke oder Kastanie. Auch möchte das Streifenhörnchen gerne beschäftigt werden, dazu eignen sich Bälle ebenso wie Hängematten oder leere Küchenpapierrollen, die mit Leckereien gefüllt und leicht wieder mit Papier verschlossen werden. Hier sind der Kreativität des Halters wenig Grenzen gesetzt. Zur Nagerheimgrundausstattung gehören jedoch mindestens zwei Schlafhäuschen (idealerweise aus Naturmaterialien wie Holz) inkl. Nistmaterial sowie zusätzlich verschiedene Versteckmöglichkeiten, mehrere Futternäpfe, eine Trinkflasche, ein gutes, staubfreies Einstreu, welches den Tieren auch das Graben ermöglicht und ein Salzmineral - und Kalkstein! Gelegentlich kann auch eine Sepiaschale angeboten werden, da diese für eine gute Jodzufuhr sorgt.

Die Hauptnahrung besteht aus speziellem Streifenhörnchenfutter sowie Großsittich - oder Papageienfutter, aber auch Nüsse, Obst und Gemüse sind wichtig! Allerdings darf kein Salat oder Kohl gefüttert werden, da dies zu Durchfall führen kann. Streifenhörnchen benötigen viel tierisches Eiweiß, welches am besten über Mehlwürmer, Heimchen, Heuschrecken und Zophobas gegeben wird. Besonders begehrte Leckereinen sind z.B. im Frühjahr Kastanienknospen, Kürbiskerne mit Schale, Pinienkerne, gequollener Mais und Hirsekolben, aber auch Wachteleier zählen zu den Lieblingsspeisen! Auch bei täglicher Gabe von Grünfutter oder Obst sollte stets frisches Wasser gereicht werden.

Bei guter Pflege wird das Steifenhörnchen ein treuer Wegebegleiter für die nächsten 7 - 12 Jahre sein.

Mehr Informationen unter: www.hoernchenvilla.de

Text: Kölle-Zoo
Fotos: Shutterstock

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