Steckbrief

Bachschmerle

FamiliePlattschmerlen (Balitoridae)
VorkommenIn ganz Europa in flachen, klaren und schnell fließenden Flüssen und Bächen - vorzugsweise mit kiesigem bis sandigem Untergrund
Größe8 bis 12 cm, maximal 15 cm lang
Wassertemperatur6 – 19 °C
NahrungSchnecken, Insektenlarven, Kleinkrebse, Egel und Fischlaich 
EigenschaftenRobuster Kaltwasserfisch der viel Strömung braucht.
HaltungMittel
ZuchtMittel
Bachschmerle

Bachschmerle

Barbatula barbatula

Die Bachschmerle wird auch Schmerle, Bart- oder Steingrundel genannt. Vermutlich ist ihr Name auf ihre schleimige Haut zurückzuführen, denn  „Schmerle“ stammt aus dem Mittelhochdeutschen und  „schmerl“ bedeutet fettig. Sie ist ein europäischer Fisch, der fast in ganz Europa vom Ural bis Irland und von Ostspanien bis hin zum Südbalkan anzutreffen ist.

Die Bachschmerle ist kein typischer Jäger sondern ein Bodenfisch, der nachts und in der Dämmerung den Untergrund auf der Suche nach Nahrung durchwühlt. Auf dem Speiseplan stehen neben Wasserinsekten und deren Larven auch Schnecken, Kleinkrebse und Fischlaich.  Tagsüber zieht sich die Bachschmerle zurück und versteckt sich lieber zwischen groben Steinen und Wurzeln am Grund des Gewässers. Gelegentlich wurde sie auch schon in der Uferregion klarer Seen beobachtet. Im Gegensatz zu anderen Kleinfischen ist die Bachschmerle unempfindlicher.  

Im Durchschnitt erreicht die Bachschmerle eine Größe von etwa 12cm, unter optimalen Bedingungen können es durchaus 15cm sein. Der walzenförmige, lange Körper ist hellgrau mit etwas dunkleren Flecken. Dabei sind unterschiedliche Farbvarianten möglich, von schwarz bis graubraun oder mit grünlicher Zeichnung. Am Oberkiefer des unterständigen Mauls hat sie sechs Barteln. Sie besitzt keine oder nur sehr kleine Schuppen, dafür aber eine dicke Schleimhaut, über die sie ihren Sauerstoffbedarf teilweise decken kann. Zudem besitzt sie die Fähigkeit zur akzessorischen Darmatmung. D.h. sie nimmt zusätzlich zur Kiemenatmung auch Luft geschluckt, die über den Magen und schließlich den Darm veratmet wird (akzessorisch = hinzutretend, weniger wichtig). Auf diese Weise wird die Kiemenatmung so gut unterstützt, dass Bachschmerlen auch in sauerstoffarmen Gewässern vorkommen.

Die Bachschmerle kann bis zu 7 Jahre alt werden und erreicht ein Körpergewicht von 80-150g, in seltenen Fällen sogar bis zu 200g. Die Laichzeit ist von März bis Juni, wobei in der Regel etwa 2.000-3.000 ungefähr  1 mm großen Eier frei ins Wasser abgegeben werden. In der Laichzeit erscheint bei beiden Geschlechtern an Flossen und Rumpf ein Laichausschlag. Die Geschlechtsreife tritt nach 1-2 Jahren ein.

Text: Kölle-Zoo
Fotos: 
Kölle-Zoo

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