Koi-Karpfen in Ihrem Kölle-Zoo vor Ort

Familie Karpfenfische, Cyprinidae
Vorkommen Ostasiatische Zuchtformen des eurasischen Giebels Carassius gibelio
Größe 10–100 cm
Wassertemperatur 3-26 °C, ideal sind 15-20 °C. Bei ausreichender Tiefe Überwinterung im Teich möglich.
Wesen Friedlich, gesellig
Nahrung Allesfresser: Insekten, Muscheln, Krebse, Laich, kleine Fische und Amphibien sowie Koi-Futter
Haltung Problemlos
Zucht Einfach

Asagi Koi, Chagoi Koi und viele mehr bei Ihrem Kölle-Zoo

Koi ist die umgangssprachliche Kurzform von „Nishikigoi“, was auf Japanisch „Brokatkarpfen“ bedeutet. Der Koi ist eine Zuchtform des Karpfens (lat. Cyprinus carpio). Man nimmt an, dass die ersten Koi vor etwa 2.000 Jahren aus dem Iran ihren Weg nach Asien fanden, wo sie als Speisefische beliebt waren. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurden Koi zu Statussymbolen japanischer Adliger. Die heutigen Zuchtformen stammen meist aus dem japanischen Niigata. Die gesamte Region ist auf Koizucht spezialisiert. Heute gibt es 16 Grundformen mit über 100 Varietäten.

Die bekanntesten Zuchtformen sind:

Asagi
Bläulich gefärbter Koi mit deutlichem Schuppenmuster und orangefarbenen, unteren Seiten.

Shusui
Wie Asagi gefärbt, nur mit hellerem Blauton und glatter Haut.

Chagoi
Teefarbene, ocker- bzw. hellbraune bis rötlich-braune Körperfärbung. Wird schneller handzahm als andere Koi.

Doitsu
Schuppenloser Koi mit glatter Haut. Manche Varianten haben eine Reihe großer Schuppen an den Seiten oder am Rücken.

Kohaku
Koi mit weißer Grundfärbung und roter Körperzeichnung.

Kujaku
Metallicfarbene Haut mit roter Zeichnung und schwarz gefärbtem Netzmuster der Schuppen.

Ogon
Ogon bedeutet „golden“. Einheitliche Färbung vom Kopf bis zur Schwanzflossenspitze.

Sanke
Dreifarbiger Koi mit weißer Grundfärbung

Showa
Wie Sanke gefärbt, allerdings mit höherem Schwarzanteil und schwarzem Muster im Kopfbereich.

Tancho
„Tancho“ steht für „rote Krone“ und bezeichnet Koi mit reinweißem Körper und tiefroter, kreisrunder Kopfzeichnung und symbolisiert die japanische Flagge.

Tosai, Nisai und Sansai bezeichnen keine Varietäten, sondern benennen das Alter des Koi (einjährig, zweijährig, dreijährig). Als Doitsu (japanisch doitsu = „deutsch, Deutschland“) werden hingegen schuppenlose Koi in verschiedenen Varietäten bezeichnet. In ihrer Farbenpracht und dem Körperbau sind Koi recht unterschiedlich. So schimmern die Edelkarfpen nicht nur in rot, schwarz und weiß sondern sind auch in leuchtenden Orange-, Gelb-, Blau- und Silbertönen anzutreffen. Ihre Körper variieren sowohl in ihrer Form von schlank bis gedrungen als auch in ihrer Länge von zierlichen 10 cm bis hin zu einem stattlichen Meter. Sie können ein Alter von bis zu 70 Jahren erreichen.

Koi sind sehr gesellige und relativ robuste Teichbewohner und sollten in einer Gruppe von mindestens 5 Tieren ungefähr gleicher Größe gehalten werden. Ein Gartenteich kann für Koi niemals zu groß sein, pro Koi rechnet man mit einem Volumen wenigstens 5.000 Litern. Da die bunt schillernden Koi für Räuber leichte Opfer sein können, empfiehlt sich der Einsatz eines Reiherschrecks in der flachen Uferzone, welche die Koi gerne wegen des warmen Wassers zum Ablaichen aufsuchen. Für den weiteren Schutz sollten alle übrigen Ufer steil abfallen, damit Räuber den Koi nicht auflauern können.

Hinsichtlich der Wassertemperatur sind Koi in einem Spektrum von 3-26 °C relativ unproblematisch, sie fühlen sich jedoch am wohlsten zwischen 15- 20 °C. Sie nehmen auch gerne Sonnenbäder, was aber nicht bedeutet, dass sie keine schattigen Plätzchen brauchen! Blätter von Seerosen oder ein Teichsteg bieten Schutz und Rückzugsmöglichkeiten vor zu viel Sonne. Der Teich sollte mindestens 1,80 m tief sein, damit die Koi sich während der Wintermonate in die unteren, wärmeren Wasserschichten zurückziehen und ohne Schwierigkeiten überwintern können. Dabei ist wichtig, dass der Teich nicht zufriert, damit der Sauerstoffgehalt im Wasser nicht abfällt und ein Gasaustausch stattfinden kann. Da sich der Stoffwechsel bei Koi in den kälteren Monaten verlangsamt, sollte man die Futterauswahl und Futtermenge entsprechend anpassen.

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