Steckbrief

Teichmuschel

FamilieFlussmuscheln (Unionidae)
VorkommenSeen, Altwasser, Teiche und die ruhig fließenden Bereiche der Flüsse
Größe10-18 cm
PflegeDer Teich muss eine 5 bis 10 cm starke Schicht aus feinem Sand oder sehr feinem Kies haben, damit sich die Muschel in den weichen Untergrund graben kann.
NahrungLebendfutter aller Art, auch Flockenfutter
Teichmuschel

Teichmuschel

Anodanta cygnea

Die Teichmuschel, auch Schwanenmuschel genannt, hat ihren Ursprung in Mitteleuropa. Hier leben die Muscheln in Teichen und Seen sowie langsamen Fließgewässern, die über günstige biologische Vorraussetzungen verfügen. Diese sind besonders für die Ernährung der Muschel wichtig. Die Tiere sind in der Lage, bis zu 40 l Wasser in der Stunde zu filtrieren und leisten so einen wichtigen Beitrag zur Wasserpflege.

Die bis zu 20 cm großen Muscheln weisen keinerlei äußerlichen Geschlechtsunterschiede auf. Die Fortpflanzung findet im Winter statt. Die männliche Muschel gibt ihren Samen einfach ins Wasser ab. Durch das Filtersystem des Weibchens werden die Eier, die zwischen den Kiemen lagern, befruchtet. Die Larven bleiben während der kühlen Jahreszeit in der Muttermuschel und werden im Frühjahr herausgespült. Im Gewässer sinken sie zu Boden und warten auf vorbeiziehende Fische, an deren Haut sie sich durch das Zusammenklappen ihrer Schalen anheften. Diese Wunde verheilt und die Larve wird eingekapselt. Nach einem Zeitraum von zwei bis zehn Wochen platzt die Kapsel und die inzwischen fertige Muschel wird von ihrem Wirt abgescheuert.

Am Bodengrund sind die Tiere recht beweglich. Beim Ablassen eines Teiches ist die Muschel in der Lage, sich meterweit ins Wasser zurückzuziehen. Eine weitere Besonderheit: die Muschel kann außerdem, zu ihrem Schutz, Schatten erkennen. Durch eine große Temperaturtoleranz sind Teichmuscheln in fast jedem Teich mit Filterung und im Aquarium haltbar. Im Aquarium sollten die Muscheln mit planktonischer Nahrung gefüttert werden. Auch die Symbiose mit Bitterlingen, die die Muscheln zur Fortpflanzung benötigen, ist interessant zu beobachten.

Text: Kölle-Zoo
Fotos: Kölle-Zoo

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