Steckbrief

Kaiserskorpion

FamilieScorpioniedae
VorkommenWestafrika
Größe Bis 20 cm; eine der größten Skorpionarten der Erde
TemperaturTag: 28 °C Nacht: 22-24 °C
PflegeRegenwaldterrarium. Es können mehrere Tiere zusammen gepflegt werden. Stich ist relativ ungefährlich
FutterDiv. Insekten und Babymäuse bzw. andere kleine Wirbeltiere
Kaiserskorpion

Kaiserskorpion

Pandinus imperator

Der Kaiserskorpion, lateinisch Pandinus imperator, bewohnt die Feuchtsavannen und Regenwälder Westafrikas. Dort lebt er sowohl unter umgestürzten Bäumen als auch in Erdhöhlen. In solchen Höhlen finden sich zum Teil ganze Familienverbände.

Diese Art gehört mit bis zu 20 cm Länge zu den größten Skorpionen überhaupt. Der gesamte Körper ist schwarz gefärbt. Er besitzt große und kräftige Scheren, mit denen er ordentlich zwicken kann. Die Giftblase ist relativ groß und rotbraun, bei Jungtieren ist die Giftblase noch hell-weißlich. Sein Gift ist verhältnismäßig schwach und nicht lebensgefährlich, aber dennoch recht schmerzhaft . In der Regel bleibt es bei lokalen Symptomen. Vorsicht jedoch bei Allergikern gegen Insektengifte!

Zur Haltung eines Paares eignen sich Terrarien mit einer Grundfläche von 40 x 30 cm. In einem Terrarium der Größe 80 x 40 x 40 cm können jedoch auch mehrere Tiere zusammen gehalten werden. Dieses füllt man mit einer ausreichend hohen Schicht (wenigstens 5 cm) Terrarienerde auf, damit die Skorpione graben können. Als Versteckplätze dienen Wurzeln und Korkrindenstücke. Eine flache Wasserschale darf nicht fehlen. Bepflanzt werden kann das Terrarium mit Pflanzen aus Regenwaldgebieten.

Mittels einer dem Terrarienvolumen angepassten, wattschwachen Lampe oder auch einer Heizmatte (nicht unter dem Terrarium sondern an einer Seitenwand anbringen!) wird das Terrarium tagsüber auf 28-30 °C erwärmt, nachts reichen 22-24 °C aus. Die Luftfeuchtigkeit sollte 70-90 % betragen.

Als Futter dienen diverse große Insekten, wie z. B. Heuschrecken und Schaben. Im Lebensraum werden auch andere Tiere erbeutet, etwa Babymäuse oder andere kleine Wirbeltiere, müssen im Terrarium jedoch nicht zwingend verfüttert werden. Die Beute wird in der Regel nicht durch einen Stich erlegt, sondern mit den kräftigen Scheren getötet bzw. erdrückt.

Die Paarung läuft nach dem für Skorpione üblichen Schema ab: Nach dem Paarungstanz setzt das Männchen eine bestielte Spermatophore ab, welche vom Weibchen in die Geschlechtsöffnung aufgenommen wird. Die Tragzeit kann bis zu 2 Jahre (!) dauern. Dann werden 15 und mehr unpigmentierte (weiße) Jungtiere geboren, welche bis zur ersten Häutung auf dem Rücken der Mutter bleiben. Die Jungskorpione können auch nach der ersten Häutung bei der Mutter gelassen werden, bei deren Mahlzeiten sie sich dann beteiligen. Vorsichtshalber sind die übrigen Tiere aus dem Terrarium zu nehmen, denn trotz seines friedlichen und sozialen Wesens kann es dennoch auch beim Kaiserskorpion zum Kannibalismus kommen. Von den Jungtieren werden - entsprechend ihrer Körpergröße - kleine bis mittlere Heimchen gefressen. Bis zur Geschlechtsreife benötigen die kleinen Skorpione mehrere Jahre.

Diese imposante Skorpionart ist auch sehr gut für den Anfänger geeignet. Das Gift ist schwach und der Giftstachel wird auch bei Bedrohung kaum eingesetzt - meist wird erst einmal kräftig gezwickt. Zu beachten ist, dass der Kaiserskorpion (Pandinus imperator) unter Anhang 2 des WA geführt wird, d h. der legale Erwerb nachgewiesen werden muss, etwa durch Schriftstücke vom Verkäufer und Kassenbons. Ferner unterliegt er der Meldepflicht bei den dafür zuständigen Behörden.

Text: Kölle-Zoo
Fotos: Shutterstock

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