Steckbrief

Königspython

FamilieBoidae
Vorkommen Westafrika durch Zentralafrika bis Sudan
GrößeBis 1,3 m, selten mehr
PflegeGut haltbare, friedfertige Riesenschlange
TemperaturLuft im Sommer bis 30 °C, am lokalen Wärmeplatz bis 35 °C, im Winter bis Frühjahr etwa 8 Wochen bei 20-22 °C Ruhephase
NahrungKleinsäuger, z.B. Mäuse und Ratten
BuchtippDer Königspython
Kirschner, A.; Seufer, H. Kirschner + Seufer Verlag; Ettlingen
Königspython

Königspython

Python regius

Diese Riesenschlange ist vom Senegal in Westafrika über Zentralafrika bis in den Sudan verbreitet und lebt von der Savanne über offene Trockenwälder bis hin zu Flußgaleriewäldern meist in der Nähe von Wasser. Rekordexemplare sollen 1,8 m bis sogar 2,5 m gemessen haben, aber im allgemeinen erreichen sie in der Natur eine Länge von 1,2 m bis 1,5 m. Im Terrarium wird der Königspython durchschnittlich bis etwa 1,3 m lang und zählt damit zu den "handlichen" Riesenschlangen.

Bei der Ernährung des Königspython füttert man seiner Körpergröße entsprechende Kleinsäuger, z.B. Mäuse und Ratten. Wildfänge sind oft auf bestimmte Futtertiere, z.B. Wüstenrennmäuse, Hörnchen u.v.a.m., geprägt und verweigern manchmal monatelang die Nahrungsaufnahme bis der Hunger sie endlich zur Aufnahme von im Handel erhältlichen Kleinsäugern bewegt. Hier hilft nur Geduld und das Anbieten verschiedener Futtertiere. Solange die Schlange äußerlich einen guten Eindruck macht, das heißt, nicht beginnt einzufallen, und kräftig in ihren Bewegungen bleibt, besteht kein Grund zur Sorge, denn kräftige Tiere können problemlos lange Fastenperioden überdauern. Nachzuchten nehmen normalerweise problemlos gleich kleine Mäuse. Nicht ungewöhnlich ist Nahrungsverweigerung im Winter/Frühjahr von Oktober bis Februar, wenn einige Tiere, entsprechend der Ruheperiode in ihren Habitaten, eine Fastenzeit einlegen.

Der Königspython besitzt meist ein sehr ruhiges Wesen und rollt sich eher zusammen als zuzubeißen, was ihm auch den Namen Ballschlange eintrug. Aufgrund seiner Friedfertigkeit und seines geringen Platzbedürfnisses zählt er inzwischen zu den am häufigsten im Terrarium gehaltenen "Würge"- oder Riesenschlangen. Die durchschnittliche Lebensdauer eines Königspython beträgt über 20 Jahre. Als Rekord gelten 47 Jahre.

Alles, was Sie zur Pflege benötigen, finden Sie im Kölle-Zoo. Hier steht Ihnen auch unser Experten-Team zur Beratung zur Verfügung, damit Sie Ihren Königspython artgerecht pflegen können.

Terrarientechnik:
Aufgrund seiner geringen Körpergröße und seines ruhigen Wesens benötigt der Königspython keine riesigen Terrarien. Ein Terrarium sollte entsprechend der neuesten Haltungsrichtlinie für zwei Tiere im Verhältnis von 1,0 x 0,5 x 0,75 zur Kopf-Rumpf-Länge (KRL) groß sein, bezogen auf die Gesamtlänge des größten Tieres. Für die Pflege eines einzelnen Exemplars mit 1,3 m Durchschnittsgröße würde bereits ein Terrarium ab 1,2 x 0,6 x 0,9 m genügen, da die Richtlinien durchaus um ca. 10 % unterschritten werden dürfen.

Keinesfalls fehlen darf im Terrarium ein großzügiges Wasserbecken, das die Tiere vor allem zum Trinken, aber auch für gelegentliche Bäder nützen. Das Wasserbecken sollte mittels einer Heizmatte auf 25-27 °C erwärmt werden, um die Luftfeuchtigkeit im Terrarium zu erhöhen. Die Luftfeuchtigkeit sollte tagsüber bei 60-70 % liegen und nachts auf 90 % ansteigen

Königspythons benötigen tagsüber Temperaturen von 26-30 °C. Eine Nachtabsenkung der Temperatur auf 22-25 °C entspricht den natürlichen Verhältnissen. Zur Erzeugung der Grundtemperatur eignen sich Bodenheizungen, z.B. Heizkabel oder Heizmatten sehr gut. Mit einer Strahlerbirne wird den Tieren ein lokaler Wärmeplatz bis 35 °C geschaffen. Bei Installation eines Keramikstrahlers im Terrarium muß man ihn immer durch einen Drahtkorb oder eine Drahtgaze vor direkter Berührung schützen, weil es sonst zu Verbrennungen kommen kann. Trotz Wasserbecken und zeitweiliger hoher Luftfeuchtigkeit darf der Terrarienboden nicht versumpfen. Wird abends gesprüht, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, sollte der Boden im Tagesverlauf wieder abtrocknen, zudem sollte den Tieren immer eine trockene Rückzugsmöglichkeit offen stehen.

Terrarieneinrichtung:
Für die Einrichtung eignen sich Holzspäne oder Rindenschnipsel (z.B. Repti-Bark) oder aber auch einfach Kunstrasen als Bodengrund. Ein stabiler Kletterast mit ein bis zwei Plattformen als Liegeplätze sowie ein Versteck, z.B. eine Korkröhre, genügen als Einrichtung. Eventuell kann man einige Kunststoffpflanzen zur "Begrünung" des Terrariums einbringen. Echte Pflanzen würden schnell von den Tieren zerstört werden.

Text: Kölle-Zoo
Fotos: Shutterstock

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