Steckbrief

Leopardgecko

FamilieGeckos, Gekkonidae
Vorkommen Von Südost-Afghanistan bis Nordwestindien
GrößeUm 20 cm
TemperaturTagsüber 25-30 °C, nachts 20 °C, im Winter tagsüber um 20 °C, nachts 10-15 °C
PflegeBei artgerechter Pflege einfach
FutterKleinere Insekten und deren Larven. Zusätzlich Vitamin- und Kalkpräparate
Leopardgecko

Leopardgecko

Eublepharis macularius

Der Leopardgecko ist ein liebenswerter, dankbarer Pflegling, der Terrarienanfängern empfohlen werden kann. Bei guter Pflege können diese Geckos über 20 Jahre alt werden und für reichlich Nachwuchs sorgen. Sie gehören inzwischen zu den Klassikern der Terraristik. Sie werden so zahlreich nachgezogen, dass nur noch wenige Wildfänge zur Blutauffrischung der Zuchtstämme benötigt werden.

Der Leopardgecko ist über weite Teile Mittelasiens verbreitet vom Südosten Afghanistans über weite Teile Pakistans bis in den Nordwesten Indiens. Dort bewohnt er vorwiegend steppenartige Trockengebiete, schütter bewachsenes Grasland, aber auch felsige Regionen. Leopardgeckos entziehen sich der Tageshitze und der ausdörrenden Sonne, indem sie sich in leicht feuchte Verstecke, z.B. Felsspalten oder leerstehende Kleinsäugerbauten, zurückziehen und erst in den kühleren Abend- und Nachtstunden auf Nahrungssuche gehen.

Gesunde Leopardgeckos sind keine wählerischen, jedoch gierigen Fresser, die in freier Natur auch kleine Echsen und Jungtiere von Kleinsäugern nicht verschmähen. Im Terrarium sollten jedoch hauptsächlich diverse, den Mäulern entsprechend mundgerechte Insekten, wie Heimchen, Grillen, Heuschrecken oder Käferlarven, gereicht werden. Gekaufte Futtertiere aus dem Zoofachhandel sollte man immer vor dem Verfüttern mit einer Vitamin-Kalk-Mischung bestäuben. Vor allem Jungtiere und trächtige Weibchen haben einen erhöhten Mineralbedarf, deshalb sollte man auch einige Kalkbröckchen, z. B. Sepiaschalenbrösel oder Eierschalenbruch, anbieten.

Da Leopardgeckos in der freien Natur während der kühleren Jahreszeit eine mehrwöchige Winterruhe einhalten, fressen sie sich dafür Reserven an und neigen in Terrarien bei zu reichlicher Fütterung bald zum Verfetten. Bei guter Fütterung wachsen die Geckos sehr schnell. Leberverfettung kostet so manchem Terrarientier das Leben. Jungtiere setzen Futter in Wachstum um, deshalb sollte man einen Fastentag pro Woche einschieben. Ausgewachsene Exemplare nur zweimal wöchentlich.

Die ruhigen, relativ trägen Tiere benötigen keine weitläufigen, hohen Großterrarien. Da die Art keine Haftlamellen und verbreiterte Zehen besitzt, sondern schlanke, in einer Kralle endende, können sie nicht an glatten Flächen emporklettern.

Man kann Leopardgeckos auch in umfunktionierten Aquarien pflegen. Für die Pflege eines Paares eignen sich bereits Behälter mit einem viertel Quadratmeter Grundfläche. Die Einrichtung besteht aus einer bis 20 cm hohen Schicht aus grobem Sand oder feinem Kies als Bodengrund. Beide Substrate trocknen aber schnell aus, weshalb man im Terrarium regelmäßig abends etwas sprühen sollte. Steinaufbauten müssen einsturzsicher installiert und verankert werden, damit die Geckos beim Unterminieren von ihnen nicht erschlagen werden.

Als Bepflanzung kommen nur nicht stachelige Sukkulenten in Frage. Eine Bodenheizung darf in einem Teil des Terrariums für etwas Wärme sorgen, wobei die Temperatur von der Dicke des Sandschicht und der Wattzahl der Heizung abhängt. Die Tagestemperatur darf 25-30 °C erreichen. Es müssen auch ungeheizte Bereich mit Zimmertemperatur vorhanden sein. In sehr kleinen Behältern ist es natürlich sehr schwierig, solche Verhältnisse zu schaffen. Mit Hilfe von Wärmestrahlern oder Heizsteinen kann man einfach einen lokalen Wärmeplatz mit bis zu 40 °C anbieten.

Wenn Sie sich für Leopardgeckos interessieren, fragen Sie unseren Experten im Kölle-Zoo. Hier wird er auch gezüchtet.

Text: Kölle-Zoo
Fotos: Shutterstock

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