Steckbrief

Rotbauchunke

FamilieBombinatoridae (Unkenartige)
VorkommenNordöstl. China, Korea, östl. Sibirien, Tsushima und Kyushu-Inseln, Japan
PflegeEinfach, für Anfänger geeignet
GrößeBis 60 mm
AlterDurchschnittlich 15 Jahre
Temperatur20-22 °C
NahrungKleine Grillen, Heimchen, Regenwürmer, flugunfähige Stubenfliegen
Rotbauchunke

Rotbauchunke

Bombina orientalis

Das Verbreitungsgebiet der Rotbauchunke erstreckt sich von Korea über Nordostchina bis nach Ostsibirien. Die hübsch gefärbte und wenig scheue Unke ist vorwiegend am Tage aktiv, weshalb sie als Terrarienpflegling sehr beliebt ist. Sie erreicht eine Größe von bis zu 6 cm und kann über 10 Jahre alt werden. Wie unsere heimische Gelbbauchunke sucht die Rotbauchunke während der Fortpflanzungszeit Kleingewässer, z. B. flache Tümpel, Straßengräben oder auf wassergefüllte Radspuren auf.

Zur Haltung eignen sich Terrarien ab 60 cm Länge mit großer, flacher Wasserschale ebenso wie Aquaterrarien mit 1/3 Landteil und 2/3 flachem Wasserteil. Den Landteil suchen sie vorwiegend zum Ruhen aus, weshalb dort einige Verstecke, z.B. mit gewölbter Korkrinde eingestellt werden sollten. Als Bodengrund eignet sich grober Kies mit flachen Steinen durchsetzt ebenso wie ein fester Untergrund aus Presskorkplatten. Einige Pflanzen, etwas Moos und trockenes Eichenlaub machen das Terrarium behaglich für Froschlurche. Die wärmeliebenden Unken halten sich gerne im flachen Wasser auf. Mit einem Wärmespot, gerichtet auf den Uferbereich sollte ihnen deshalb ein lokaler Sonnenplatz geschaffen werden, im Behälter genügt eine Lufttemperatur um die 25 °C. Regelmäßiges Sprühen sorgt für eine hohe Luftfeuchtigkeit von tagsüber um die 60 %, nachts darf sie durchaus bis 100 % ansteigen.

Die gierigen Fresser werden mit allerlei Gliedertiere, etwa Heimchen, Grillen oder kleinen Grashüpfern (diese vorher mit einem Vitamin-Kalkpräparat bestäuben) verköstigt. Um einer Verfettung vorzubeugen reicht man ihnen nicht jeden Tag überreichlich Futter. Es genügt ausgewachsene Unken 2-3-mal wöchentlich zu füttern. In ihrem natürlichen Lebensraum gibt es ausgeprägte Jahreszeiten. Eine 2-4-monatige Winterruhe bei 3-5 °C erhöht die Fortpflanzungsbereitschaft.

Während der Paarungszeit sind die Männchen leicht an den deutlich sichtbaren Brunftschwielen an den Vorderbeinen zu erkennen. Die Männchen klammern die Weibchen im Hüftbereich. Die Eier werden meist Klümpchenweise abgegeben. Nach 3-6 Tagen schlüpfen die Quappen und hängen dann noch einige Tage an Gegenständen oder der Beckenscheibe und differenzieren sich noch etwas aus. Die Aufzucht der Quappen erfolgt mit handelsüblichem Fischfutter und aufgetautem Frostfutter (Wasserflöhe, Rote Mückenlarven..). Bei einer Wassertemperatur um die 20 °C benötigen die Quappen etwa 3 Monate bis zur Umwandlung. Die frisch umgewandelten Jungunken werden dann mit Kleininsekten, z B. Obstfliegen, aufgezogen. Damit die Bauchseite der Unken ihr kräftiges Rot beibehält sollten hochwertige Vitamin-Mineralpräparate zum Bestäuben der Futterinsekten (z. B. Nekton Rep Color) benützt werden.

Text: Kölle-Zoo
Fotos: Shutterstock

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