Steckbrief

Rotfuss-Baumvogelspinne

FamilieAvicularia, (Aviculariae)
Vorkommen Mittleres und nörliches Brasilien, Kolumbien, Venezuela, Guyana, Trinidad
PflegeUnkompliziert. Für Vogelspinnen-"Einsteiger" besonders geeignet.
GrößeCa. 7 cm, gelegentlich kleiner
Temperatur25-28 °C
NahrungInsekten aller Art
Rotfuß-Baumvogelspinne

Rotfuss-Baumvogelspinne

Avicularia metallic

Avicularia avicularia ist wahrscheinlich, insbesonders für Einsteiger, eine der bestgeeignetsten Vogelspinnen, die in unseren Terrarien gehalten bzw. gepflegt werden. Durch ihre schöne Färbung, ihr friedfertiges Verhalten, ihren geringeren Platzbedarf und ihr spartanisches Futterverlangen, ist sie schlichtweg die ideale Vogelspinne für jedermann von 8-88 Jahren. Avi avi erreicht eine Körperlänge von ca. 7 cm. Die Lebenserwartung liegt bei Weibchen schon mal bei mehr als 15 Jahren. Bei den Männchen verhält sich dies allerdings etwas anders. Die männlichen Avicularia werden nur wenige Jahre alt, da sie meist einige Zeit nach der Geschlechtsreifehäutung eingehen.

Zu finden ist Avicularia avicularia hauptsächlich in dichten Regenwäldern im nördlichen Teil Südamerikas, genauer vom mittleren- bis Nordbrasilien über Kolumbien, Venezuela, Guyana bis hinauf nach Trinidad. Um diesen Lebensraum so real wie möglich zu gestalten, empfiehlt sich ein Hochterrarium mit den Maßen 30 x 30 x 40 cm (Länge x Breite x Höhe). In diesem Terrarium sollte eine Wohnhöhle zur Verfügung stehen, dies kann eine Korkröhre oder eine Wurzel sein. Benötigt wird zudem eine Trinkschale, die der gelegentlichen Wasseraufnahme dient. Als Bodenmaterial eignet sich Terrarienerde oder notfalls Humus, da diese gute Feuchtigkeitsspeicher sind und normalerweise nicht schimmeln (Ausnahme Staunässe). Der übrigen Einrichtung des Terrariums sind keine Grenzen gesetzt. Ob Steine oder Pflanzen, das Wichtigste ist, dass die Gegenstände nicht scharfkantig oder spitzig sind. (Verletzungsgefahr!).

Da die Avi avi aus wärmeren Ländern kommt, benötigt sie höhere Temperaturen von ca. 25-28 °C tagsüber und 20-22 °C nachts. Beachtet werden sollte, dass die Temperatur nicht dauerhaft unter 20 °C fallen darf. Bei zu niedrigen Temperaturen zeigt Avi avi kaum noch Bewegung, stellt die Futteraufnahme ein und wächst hierdurch kaum noch. Die Luftfeuchtigkeit sollte bei 70-80 % betragen. Dies wird durch regelmäßiges Sprühen erreicht.

Zur Fütterung sei zu erwähnen, dass die wöchentliche Gabe eines Insekts, natürlich der Größe entsprechend, völlig ausreichend ist. Avi Avi hat ein breites Futterspektrum, das von Mehlwürmern, Heimchen, Heuschrecken bis zu Schaben reicht.

Die Nachzucht von Avi avi ist relativ einfach und gelingt daher auch dem verantwortungsbewußten Einsteiger. Leider kommen wegen der geringen Anzahl der Nachkommenschaft immer wieder Wildfänge auf den Markt. Der Kölle-Zoo hat derzeit nur deutsche Nachzuchten qualifizierter Züchter im Programm und wird dies auch zukünftig so beibehalten.

Text: Kölle-Zoo
Fotos: Shutterstock

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