Steckbrief

Rotkehlanolis

FamilieIguanidae, Leguane
VorkommenSüdöstliche USA, verschleppt auf die Bahamas, nach Kuba und Mexiko
Pflege Geräumiges Terrarium ab 50 x 40 x 60 cm mit Klettermöglichkeiten
GrößeMännchen bis 22 cm; Weibchen bis 17 cm
TemperaturTagsüber bis 30 °C, an lokalem Wärmeplatz bis 35 °C, nachts auf Zimmertemperatur absinken lassen
NahrungLebende Insekten
Rotkehlanolis

Rotkehlanolis

Anolis carolinensis

In der Natur bevorzugen Rotkehlanolis die unteren Bereiche von Sträuchern oder Baumstämmen und ernähren sich von allerlei Insekten, Spinnen und anderen Wirbellosen. Ausgewachsene Tiere fressen manchmal auch süße Früchte.

Prächtige Männchen können knapp 22 cm lang werden, Weibchen erreichen bis 17 cm. Männchen besitzen neben anderen Merkmalen einen größeren Kehllappen. Da sie sich in Minutenschnelle von Grün nach Braun umfärben können, nannte man sie früher auch "Amerikanische Chamäleons". Das Umfärben ist erregungsabhängig. Es ist normal, wenn Tiere im Terrarium bei Wohlbefinden tagsüber hellbraun gefärbt sind. Ist es ihnen zu kalt, werden sie dunkler, weil sich dunkle Flächen schneller erwärmen, doch nach dem Aufwärmen zeigen sie sich im kräftigen Grün oder in ihrer hellbraunen Tagesfärbung. Nachts sind sie meist grün gefärbt. Bei starker Erregung färben sich Männchen dunkelbraun, färben sich dann aber wieder um. Ständig dunkelbraun gefärbte Exemplare sind krank. Der Kehllappen der Männchen ist leuchtend rot gefärbt sein.

Terrarium:
Die Terrarien für diese tagaktiven, lebhaften Echsen dürfen nicht zu knapp bemessen sein. Männchen sind sehr territorial, und ausgewachsene Männchen brauchen bis zu 1,5 m² Grundfläche als Revier. Als Minimallebensraum für ein Pärchen sollte man bei einer Höhe ab 60-80 cm eine Grundfläche von 50 x 40 cm bieten, doch je größer, desto besser. Ein gutes Terrarium besitzt immer zwei, sich nicht auf gleicher Höhe gegenüberliegende Lüftungsflächen, die verhindern, dass die Tiere einem ständigen Durchzug ausgesetzt sind. Ohne ausreichende Luftzirkulation entsteht feuchte Stauluft, die zu einer übermäßigen Keimvermehrung führt.

Technik:
Ein Terrarium für Rotkehlanolis benötigt eine Bodenheizung, mit der man nur die Hälfte des Bodens auslegt. Die Tagestemperatur sollte zwischen 25-30 °C schwanken, an einem bestimmten Sonnenplatz dürfen durch einen Wärmestrahler 35 °C erreicht werden. Nach dem Erlöschen der Beleuchtung kann auch die Bodenheizung abgeschaltet werden, beide über eine Zeitschaltuhr geregelt. Eine nächtliche Temperaturabsenkung auf Zimmertemperatur entspricht den natürlichen Verhältnissen. Die Beleuchtungsdauer sollte 12-14 Stunden betragen. Rotkehlanolis benötigen UV-Strahlung zur Synthese von Vitamin D3 für einen gesunden Knochenbau. Deshalb empfiehlt sich der Einbau einer Lichtquelle, die etwas UV-Licht abgibt (Reptilienröhre, HQL-Birne).

Einrichtung:
Als Bodengrund nimmt man ungedüngte Blumenerde oder Terrariumerdmischung aus dem Kölle-Zoo. Wegen der Kletterkünste des Rotkehlanolis sollten die Seiten- und Rückwände mit Korkplatten verkleidet werden. Äste und Korkröhrenstücke bieten weitere Klettermöglichkeiten. Eine reiche, dekorative Bepflanzung steigert das Wohlbefinden dieser Echsen, dient stark bedrängten Weibchen als Versteck und erhöht die Luftfeuchtigkeit. Wenigstens einmal täglich sollte man kräftig sprühen, denn die Echsen trinken kaum aus dem obligatorischen Trinkgefäß, sondern lecken die Wassertropfen von Blättern und Terrarienscheiben, um ihren Durst zu stillen.

Alles, was Sie zur Pflege des Rotkehlanolis benötigen, finden Sie im Kölle-Zoo. Ihnen steht auch unser Experten-Team zur Beratung zur Verfügung steht, damit Sie ihre Rotkehlanolis artgerecht pflegen können.

Text: Kölle-Zoo
Fotos: Shutterstock

Keine Aktion mehr verpassen!

Newsletter abonnieren und Infos, Gutscheine und mehr sichern.

Werden Sie Kölle-Zoo Fan!

Alle News rund ums Tier und Veranstaltungen auf Facebook.