Steckbrief

Stachelschwanzwaran

FamilieTagaktive, handzahme Großechse
Vorkommen Norden /Westen Australiens - Kimberlyplateau
Größe60-70 cm
TemperaturAm Tag 24-27 °C, lokal 40-45 °C / nachts 20 °C
HaltungSavannenterrarium, mind. 160 x 60 x 80 cm
FutterInsekten aller Art, sowie Kleinsäuger & Vögel
LebenserwartungÜber 10 Jahre
VergesellschaftungGruppenhaltung empfohlen, jedoch nur gleiche Art
Stachelschwanzwaran

Stachelschwanzwaran

Varanus acanthurus

Diese Art ist ursprünglich in Nordwest-Australien beheimatet und bewohnt dort savannenähnliche Landstriche, bis hin zu subtropischen Zonen wie dem Kimberlyplateau. Der Stachelschwanzwaran ist ein hervorragender Jäger, aber auch Aasfresser. Zu seinen Beutetieren zählen vorwiegend Insekten jeglicher Art, aber auch kleinere Säugetiere und junge Vögel verschmäht der Stachelschwanzwaran nicht. Bei der Terrariumhaltung ist es empfehlenswert, die Futterinsekten zusätzlich mit Vitamin- und Mineralstoffpulver einzustäuben.

Die Tiere sind tagaktiv und suchen in den Morgenstunden geeignete Sonnenplätze auf, wo sie sich teils mehrere Stunden von den angenehm warmen Sonnenstrahlen verwöhnen lassen. Man beachte, dass der Stachelschwanzwaran wie alle Reptilien zu den Wechselblütern zählt und seine Körpertemperatur nur durch äußere Einflüsse regulieren kann. Daher ist er gerade in den Morgenstunden auf lokale Wärmequellen angewiesen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Waranarten, erreicht der Stachelschwanzwaran eine durchschnittliche Gesamtlänge von nur 60-70 cm, wovon wiederum zwei Drittel auf den Schwanz fallen. Seine Tagaktivität, seine für Warane eher kleine Größe und sein sehr angenehm friedliches und umgängliches Verhalten gegenüber Menschen machen den Stachelschwanzwaran heute zu einem sehr beliebten Terrarienpflegling.

Entschließen wir uns nun einen Stachelschwanzwaran daheim zu pflegen, sollten wir darauf achten, dass dem Tier an nichts fehlt und wir ihm annähernd naturgetreue Haltungsbedingungen schaffen! Es empfiehlt sich, die Tiere in Gruppen von einem Männchen und zwei Weibchen zu halten, da die Tiere sehr gut miteinander harmonieren und Rangordnungen bilden. Die Gruppenhaltung funktioniert jedoch nur dann perfekt, wenn die Tiere im jungen Alter gleichzeitig gekauft und zum gleichen Zeitpunkt in das neue Terrarium einziehen (Stichwort Rangordnungen). Der Nachteil dabei ist wiederum, dass sich bei Babys mit einer Gesamtlänge von etwa 20 cm keine 100%ige Geschlechtsbestimmung machen lässt.

Ein Terrarium sollte den Maßen von mindestens 160 x 60 x 80 cm entsprechen und diverse Klettermöglichkeiten, ausreichend Verstecke sowie zwei Sonnenplätze bieten. Der Bodengrund kann aus einem Sand 70 % / Torf 30 % - Gemisch bestehen, sodass die Tiere auch die Möglichkeit zum Graben haben. Eine UVB-Versorgung ist für die optimale Vitamin D3-Bildung und damit die natürliche und dauerhafte Versorgung des Knochenaufbaus mit Calcium unumgänglich. Bei UVB-Mangel und somit auch mangelhafter natürlicher Vitamin D3-Bildung, erkranken die Tiere im Laufe ihres Wachstums an Rachitis, was einen furchtbaren und qualvollen Tod zur Folge hat. Die UVB-Beleuchtung sollte abhängig von Röhren, Strahlern und Birnen alle 6 bis 12 Monate ausgetauscht werden, da nach diesem Zeitraum die prozentuale Abgabe von UVB-Strahlen soweit zurückgegangen ist, dass diese für die Stachelschwanzwarane und deren Knochenaufbau nicht mehr ausreichend sind. Dies ist mit dem regelmäßigen Austausch von Solariumröhren vergleichbar.

Die Temperatur im Terrarium sollte durchschnittlich 28-32 °C betragen, zudem sollten den Tieren lokale Sonnenplätze mit einer Temperatur zwischen 40-45 °C angeboten werden. Mit einer relativen Luftfeuchtigkeit von tagsüber ca. 50 % und nachts bis zu 80 % fühlt sich der Waran sehr wohl. Das Terrarium sollte einmal täglich oberflächlich besprüht werden, zudem empfiehlt es sich, einen kleinen Wasserfall als Tränke einzusetzen. Eine Nachtabsenkung auf ca. 20 °C ist empfehlenswert. Sollte das Terrarium in einem recht kühlen Raum stehen (z.B. Arbeitszimmer, Büro oder Keller), empfiehlt es sich, einen Heizfelsen einzusetzen, den die Tiere in besonders kühlen Nächten als Wärmequelle aufsuchen können.

Bei einer artgerechten Haltung erreichen die Tiere ein Alter von über 10 Jahren.

Text: Kölle-Zoo
Fotos: Kölle-Zoo

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