Steckbrief

Tokeh Gekko

FamilieGekkonidae
VorkommenSüdostasien
GrößeBis 35 cm
TemperaturTag: 26-32 °C
Nacht: 22-24 °C 
Pflege Einfach. Hohes Regenwaldterrarium. Eikleber. Leicht reizbar.
NahrungInsekten und Mäuse in geeigneter Größe. Sollte mit einem Vitamin- Mineralpräparat angereichert werden.
Tokeh Gekko

Tokeh Gekko

Gekko gecko

Die Heimat des Tokehs ist Südostasien. Regenwälder gehören dort genauso zu seinem Lebensraum wie menschliche Siedlungen, wo er in und an Häusern vorkommt. Er zeigt sich also als anpassungsfähig.

Tokehs werden etwa 35 cm lang und gehören so zu den größten Geckos. Es gibt jedoch auch Exemplare, welche diese Marke überschreiten. Sein wunderschönes Aussehen verdankt er den vielen roten Tupfen auf der hellblauen bis graublauen Grundfärbung. Neben den für nachtaktive Geckos typischen Spaltpupillen hat er die ebenfalls typischen Haftlamellen an den Zehen, die es ihm ermöglichen, auch an glatten Flächen wie Glas senkrecht entlang zu laufen. Der Schwanz kann leicht abbrechen oder in Paniksituationen abgeworfen werden, um vor Feinden zu flüchten. Er wächst auch wieder nach, jedoch ist das Regenerat nicht mehr so schön wie der ursprüngliche Schwanz.

Es ist möglich, Tokehs paarweise in Terrarien ab 60 x 60 x 100 cm zu halten, allerdings bieten größere Terrarien mehr Platz für die nachts sehr agilen Tiere. Die Rück- und Seitenwände sollten mit Materialien wie zum Beispiel Korkplatten versehen werden. Der Bodengrund kann aus Gemisch aus Terrarienerde und Pinienrindeneinstreu bestehen. Da die Tiere nicht graben, spielt die Höhe keine Rolle. Einige kräftige Kletteräste und Korkröhren dürfen nicht fehlen. Allerdings kann sich der Tokeh bedingt durch seine Haftlamellen an den Zehen auf glatten Oberflächen wie beispielsweise Bambusröhren besser halten als auf porösen. Auch Pflanzen können ebenfalls eingebracht werden. Sie eignen sich gut als Sichtschutz und zur Unterstützung der Luftfeuchtigkeit. Eine Wasserschale komplettiert die Einrichtung. Da Tokehs wie alle Geckos jedoch fließendes Wasser bevorzugen, ist ein kleiner Wasserfall eher geeignet.

Ein Spotstrahler entsprechend der Größe des Terrariums erbringt die nötige Temperatur und die Tiere wärmen sich gelegentlich darunter auf. Der Spot sollte in einer Ecke angebracht werde, um dem Tier eine Ausweichmöglichkeit in kühlere Zonen zu ermöglichen. Eine Heizmatte hilft dabei, gerade nachts die Temperatur nicht allzu tief sinken zu lassen. Tagsüber sollten im Terrarium 26-32 °C und nachts 22-24 °C herrschen. Täglich sollte gesprüht werden. Die relative Luftfeuchtigkeit sollte bei 60-90 % liegen.

Es empfiehlt sich, das Terrarium außerhalb des Schlafzimmers aufzustellen, da Tokehs laute Geräusche produzieren können, welche laut einigen Haltern an Hundegebell und Hühnergegacker erinnert. So stand ich nachts schon einige Male senkrecht im Bett . Es heißt, der Tokeh ruft nachts seinen Namen ("Tokkee, Tokkee..") in der Hoffnung, dass ihm ein Weibchen antwortet. Daher auch sein Name.

Tokehs sind sehr gefräßig und fressen alles, was in ihr großes Maul passt. Das heißt, sie verspeisen gern die übliche Palette von großen Heuschrecken über Schaben bis zu Mäusen in geeigneter Größe. Wichtig ist es, das Futter ein- bis zweimal wöchentlich vor dem Verfüttern mit einem Vitamin-Mineral-Präparat anzureichern. Ein kleiner Napf mit kleinen Stückchen eines Sepia-Schulpes (für Vögel) gibt den Geckos die Möglichkeit, ihren Calciumbedarf zu decken. Gerade bei trächtigen Weibchen ist dies notwendig. Gefüttert wird dreimal pro Woche. Bei einer Fütterung mit Mäusen reichen auch zweimal. Allerdings sollte dabei beachtet werden, dass die häufige Fütterung mit Säugern den Tokeh schnell verfetten lässt und auf Dauer ungesund ist! Lediglich Weibchen sollten nach der Eiablage mit Säugern gefüttert werden, damit sie schnell wieder zu Kräften kommen und verlorenes Körpergewicht aufbauen.

Bei guter Haltung kann ein Weibchen 3-4 Mal pro Jahr Gelege produzieren. Jedoch legt es immer nur zwei Eier, welche in einem Versteck angeklebt werden. Das Gelege wird vom Männchen bewacht. Entweder man belässt das Gelege im Terrarium (manchmal bleibt einem auch keine andere Wahl) oder es wird bei etwa 28 °C außerhalb vom Terrarium inkubiert. Nach etwa 4 Monaten schlüpfen die kleinen Geckos. Sie können bereits nach einem Jahr die Geschlechtsreife erreichen. Sie werden getrennt von den Eltern in kleineren Terrarien aufgezogen.

Wegen seiner Anpassungsfähigkeit ist dieser imposante und wunderschöne Gecko auch für den Anfänger geeignet. Einziges Manko ist seine Aggressivität. Deshalb ist jedem empfohlen, beim Umgang mit diesen Geckos besonders aufmerksam und vorsichtig zu sein.

Text: Kölle-Zoo
Fotos: Shutterstock

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