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Steckbrief Fünfgürtelbarbe (Desmopuntius pentazona)
Fuenfguertelbarbe vor sattgruenen Wasserpflanzen

Mit ihren markanten dunklen Querbändern, der warmen Grundfärbung und ihrem lebhaften, zugleich friedlichen Wesen ist die Fünfgürtelbarbe (Desmopuntius pentazona) ein attraktiver Bewohner naturnah eingerichteter (Gesellschafts-)Aquarien. Als geselliger Gruppenfisch sollte sie stets gemeinsam mit mehreren Artgenossen gehalten werden. Eine dichte Bepflanzung, gedämpftes Licht, ausreichend Rückzugsmöglichkeiten und friedliche Mitbewohner schaffen Bedingungen, unter denen die anfangs mitunter zurückhaltenden Fische ihr natürliches Verhalten zeigen und ihre intensive Färbung besonders gut zur Geltung kommt.

In diesem Artikel erfährst Du, wo die Fünfgürtelbarbe ursprünglich vorkommt, welche Ansprüche sie an Aquarium, Wasserwerte und Fütterung stellt und worauf Du bei Vergesellschaftung, Pflege und Zucht achten solltest.

Herkunft und natürlicher Lebensraum der Fünfgürtelbarbe

Die Fünfgürtelbarbe stammt aus Südostasien und ist vor allem im Nordwesten der Insel Borneo verbreitet. Nachgewiesen ist sie unter anderem im Einzugsgebiet des Baram River im malaysischen Bundesstaat Sarawak. In älteren Quellen wird teilweise ein deutlich größeres Verbreitungsgebiet angegeben. Da die Fünfgürtelbarbe jedoch lange Zeit immer wieder mit der sehr ähnlich aussehenden Sechsgürtelbarbe verwechselt wurde, lassen sich frühere Fundmeldungen nicht immer eindeutig einer der beiden Arten zuordnen.

In ihrem natürlichen Lebensraum bewohnt die Fünfgürtelbarbe vor allem ruhige bis langsam fließende Gewässer in bewaldeten Gebieten und Torfsumpflandschaften. Laub, Äste, Wurzeln und andere abgestorbene Pflanzenteile geben dem Wasser häufig eine bräunliche Färbung und setzen Huminstoffe frei. Typisch sind weiches, mineralarmes und eher saures Wasser sowie eine vergleichsweise gedämpfte Beleuchtung durch die umliegende Vegetation.

Wurzeln, Äste, Falllaub, Wasserpflanzen und überflutete Gräser schaffen zahlreiche Verstecke und Rückzugsmöglichkeiten. Gleichzeitig bieten diese Strukturen Lebensraum für kleine Wirbellose und andere Kleinstlebewesen, die den Fischen als natürliche Nahrungsquelle dienen.

Im Aquarium müssen diese Bedingungen nicht bis ins Detail nachgebildet werden. Ein gut strukturiertes, eher gedämpft beleuchtetes Becken mit Pflanzen, Wurzeln und geschützten Bereichen kommt dem natürlichen Lebensraum der Fünfgürtelbarbe jedoch entgegen. Besonders wichtig sind dabei stabile Wasserwerte und eine dauerhaft gute Wasserqualität.

Aussehen und typische Merkmale der Fünfgürtelbarbe

Die Fünfgürtelbarbe besitzt einen länglichen, seitlich abgeflachten Körper und wird meist etwa 5 bis 6 cm lang. Ihre Grundfärbung reicht von gelblich-beige über orangebraun bis hin zu rötlichen Tönen. Wie intensiv die Farben erscheinen, hängt unter anderem von Stimmung, Beleuchtung und Haltungsbedingungen ab.

Namensgebend sind die fünf dunklen Querbänder, die sich über Kopf und Körper verteilen. Auch die Flossen können rötliche oder orangefarbene Akzente zeigen.

Bei ausgewachsenen Tieren lassen sich die Geschlechter meist recht gut unterscheiden: Männchen bleiben häufig etwas kleiner und schlanker und zeigen oft eine kräftigere Färbung. Weibchen wirken dagegen meist etwas größer und besonders im Bauchbereich deutlich rundlicher.

Aussehen Fuenfguertelbarbe

Kompakter Körper mit warmem Farbspiel: Die Fünfgürtelbarbe besticht durch ihre namensgebenden fünf dunklen Querbänder, die sich auf einem gold- bis kupferroten Schimmer abzeichnen

Fünfgürtelbarbe oder Sechsgürtelbarbe?

Die Fünfgürtelbarbe wird häufig mit der nah verwandten Sechsgürtelbarbe (Desmopuntius hexazona) verwechselt. Beide Arten ähneln sich in Körperform, Färbung und Zeichnung sehr stark.

Allein anhand der Anzahl der dunklen Querbänder lassen sich die beiden Arten jedoch nicht immer zuverlässig unterscheiden. Als mögliches Merkmal der Fünfgürtelbarbe wird unter anderem ein kleiner dunkler Fleck am hinteren Ansatz der Rückenflosse genannt, der bei der Sechsgürtelbarbe fehlen soll. Da Zeichnung und Farbintensität jedoch von Tier zu Tier variieren können, ist eine sichere Bestimmung für ungeübte Augen nicht immer möglich.

Für die Haltung ist eine Verwechslung meist nicht gravierend, da beide Arten ähnliche Ansprüche an Wasserwerte, Einrichtung und Sozialstruktur stellen. Wer gezielt die echte Fünfgürtelbarbe pflegen oder züchten möchte, sollte beim Kauf dennoch möglichst genau auf Herkunft und Artbestimmung der Tiere achten.

Verhalten der Fünfgürtelbarbe: friedlicher Gruppenfisch

Fünfgürtelbarben sind gesellige Fische und sollten nicht einzeln oder paarweise gehalten werden. Empfehlenswert ist eine Gruppe von mindestens acht bis zehn Tieren. In Gesellschaft ausreichend vieler Artgenossen fühlen sie sich sicherer und können ihr natürliches Sozialverhalten ausleben. Besonders die Männchen präsentieren dabei häufig ihre kräftige Färbung und schwimmen einander bei kleinen Imponier- und Balzritualen nach.

Im Vergleich zu vielen anderen Barbenarten gelten Fünfgürtelbarben als ausgesprochen friedlich und eher zurückhaltend. Vor allem nach dem Einsetzen in ein neues Aquarium können sie zunächst scheu reagieren und bei Unruhe Schutz zwischen Pflanzen, Wurzeln oder anderen Strukturen suchen. Eine dichte Bepflanzung, gedämpfte Beleuchtung und ruhige Mitbewohner geben ihnen Sicherheit. Haben sie sich eingewöhnt und fühlen sich wohl, zeigen sie sich meist deutlich häufiger im freien Schwimmraum.

Eine ausreichend große Gruppe trägt wesentlich dazu bei, Unsicherheit und ausgeprägtes Rückzugsverhalten zu vermeiden. Bei zu wenigen Artgenossen können Fünfgürtelbarben dagegen besonders schreckhaft und zurückgezogen wirken.

Tiergerechte Haltung von Fünfgürtelbarben

Das passende Aquarium

Für eine Gruppe Fünfgürtelbarben sollte das Aquarium mindestens 80 cm lang sein. Neben dem Wasservolumen ist vor allem eine ausreichend große Grundfläche wichtig, denn die kleinen Barben sind durchaus schwimmfreudig und benötigen genügend freien Raum für ihre Aktivitäten.

Gleichzeitig brauchen sie dicht bepflanzte und gut strukturierte Bereiche, in die sie sich bei Unruhe zurückziehen können. Ideal ist deshalb eine abwechslungsreiche Gestaltung mit freien Schwimmzonen sowie geschützten Bereichen aus Pflanzen, Wurzeln und anderen Strukturen. Das Becken sollte weder kahl noch vollständig zugewachsen sein.

Aquarium fuer Fuenfguertekbarben

Ein ideal eingerichtetes Aquarium für Fünfgürtelbarben: Dichte Bepflanzung, wurzeldurchzogene Unterwasserlandschaften und gedämpftes Licht bieten den eher zurückhaltenden Barben den perfekten Lebensraum

Ein größeres Aquarium bietet mehr Möglichkeiten zur Strukturierung und erleichtert es, stabile Wasserwerte zu erhalten. Besonders bei der Vergesellschaftung mit weiteren Fischarten ist daher ein entsprechend größeres Becken empfehlenswert.

Einrichtung und Bepflanzung

In einem naturnah und abwechslungsreich eingerichteten Aquarium fühlen sich Fünfgürtelbarben besonders wohl. Ideal ist eine Kombination aus geschützten Bereichen und ausreichend freiem Schwimmraum. Geeignet sind beispielsweise:

  • ein dunkler oder natürlich wirkender, möglichst weicher Bodengrund
  • dichte Pflanzengruppen im Hintergrund und an den Seiten
  • freie Schwimmzonen im mittleren Beckenbereich
  • Wurzeln und verzweigte Äste
  • eine dünne Schicht aus geeignetem, unbelastetem Herbstlaub
  • Schwimmpflanzen oder andere schattenspendende Pflanzen
  • eine eher gedämpfte Beleuchtung

Wurzeln, Äste und Pflanzen schaffen Rückzugsmöglichkeiten und geben den Fischen Sicherheit. Eine dünne Laubschicht auf dem Bodengrund unterstreicht den naturnahen Charakter des Aquariums. Bei der langsamen Zersetzung werden Huminstoffe freigesetzt, gleichzeitig siedeln sich auf dem Laub Mikroorganismen an. Davon können insbesondere Jungfische und andere kleine Aquarienbewohner profitieren.

Das Laub kann im Becken verbleiben, solange es die Wasserqualität nicht beeinträchtigt. Stark zersetzte Reste sowie größere Ansammlungen organischen Materials sollten bei der regelmäßigen Pflege teilweise entfernt werden.

Für eher schwach beleuchtete Aquarien eignen sich beispielsweise Cryptocorynen, Javafarn und Javamoos. Die Bepflanzung sollte so angeordnet werden, dass neben dicht bewachsenen Rückzugsbereichen weiterhin genügend freie Schwimmfläche erhalten bleibt.

Wasserpflanzen in Aquarium fuer Fuenfguertelbarben

Dichte Bepflanzung mit langblättrigen Unterwasserpflanzen bietet Fünfgürtelbarben nötige Rückzugsmöglichkeiten und sorgt für ein naturnahes Wohlfühlklima im Aquarium

Filterung und Strömung

Fünfgürtelbarben stammen überwiegend aus ruhigen oder nur langsam fließenden Gewässern. Auch im Aquarium benötigen sie daher keine starke Strömung. Die Filterung sollte das Wasser zuverlässig sauber halten, ohne die Fische dauerhaft einem kräftigen Wasserstrom auszusetzen.

Eine leichte Bewegung der Wasseroberfläche fördert den Gasaustausch und unterstützt eine gute Sauerstoffversorgung. Gleichzeitig sollten im Aquarium strömungsärmere Zonen erhalten bleiben, in die sich die Tiere bei Bedarf zurückziehen können.

Die Filterleistung sollte immer an Beckengröße und Besatz angepasst sein. Ebenso wichtig für eine dauerhaft gute Wasserqualität sind regelmäßige Teilwasserwechsel und eine sorgfältige Pflege des Aquariums.

Wasserwerte 

Fünfgürtelbarben bevorzugen weiches und leicht saures Wasser. Für die Haltung im Aquarium können folgende Werte als Orientierung dienen:

  • Temperatur: etwa 22 bis 26 °C
  • pH-Wert: etwa 5,0 bis 7,0
  • Gesamthärte: weiches bis mäßig hartes Wasser, möglichst unter etwa 10 °dGH

Ein pH-Wert im leicht sauren Bereich kommt den natürlichen Lebensbedingungen der Art besonders nahe. Sehr niedrige pH-Werte sind für die gewöhnliche Haltung jedoch nicht erforderlich und können ohne entsprechende Erfahrung schwieriger dauerhaft stabil gehalten werden.

Wichtiger als das gezielte Anstreben bestimmter Grenzwerte sind stabile Bedingungen und eine dauerhaft gute Wasserqualität. Plötzliche Veränderungen von Temperatur, Härte oder pH-Wert sollten vermieden werden. Bei regelmäßigen Teilwasserwechseln sollte das Frischwasser deshalb möglichst eine ähnliche Temperatur und Wasserzusammensetzung wie das Aquarienwasser aufweisen.

Fütterung

In ihrem natürlichen Lebensraum ernährt sich die Fünfgürtelbarbe vor allem von kleinen Wirbellosen wie Insektenlarven, Würmern, Kleinkrebsen und Zooplankton. Im Aquarium nimmt sie in der Regel auch geeignetes Trockenfutter gut an. Für eine abwechslungsreiche Ernährung sollte dieses regelmäßig durch passendes Frost- oder Lebendfutter ergänzt werden.

Geeignet sind beispielsweise:

  • feines Granulat oder Mikropellets
  • fein zerriebenes Flockenfutter
  • Artemia
  • Daphnien
  • Cyclops
  • kleine Mückenlarven
  • anderes geeignetes Frost- und Lebendfutter

Das Futter sollte immer an die kleine Maulgröße der Fische angepasst sein. Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung unterstützt eine gute Kondition und kann zu einer intensiven Färbung beitragen. Bei der Vorbereitung auf die Zucht kann ein höherer Anteil an geeignetem Lebend- und Frostfutter außerdem die Laichbereitschaft fördern.

Erwachsene Fünfgürtelbarben können ein- bis zweimal täglich in kleinen Portionen gefüttert werden. Die Futtermenge sollte so bemessen sein, dass sie innerhalb weniger Minuten vollständig aufgenommen wird. Futterreste sollten entfernt werden, damit sie die Wasserqualität nicht unnötig belasten.

In einem Gesellschaftsaquarium ist außerdem darauf zu achten, dass alle Tiere ausreichend Futter bekommen. Da Fünfgürtelbarben eher zurückhaltend sein können, sollten sie bei der Fütterung nicht dauerhaft von sehr hektischen oder besonders durchsetzungsstarken Mitbewohnern verdrängt werden.

Vergesellschaftung

Fünfgürtelbarben sind friedliche Gesellschaftsfische und lassen sich gut mit ruhigen Arten ähnlicher Größe vergesellschaften. Wichtig ist, dass die Mitbewohner vergleichbare Ansprüche an Temperatur und Wasserwerte haben. Sehr hektische oder besonders durchsetzungsstarke Fische sind dagegen weniger geeignet, da sie die eher zurückhaltenden Fünfgürtelbarben bedrängen oder bei der Fütterung verdrängen können.

Je nach Beckengröße, Einrichtung und Wasserwerten kommen beispielsweise folgende Mitbewohner infrage:

  • kleine, friedliche Bärblinge
  • geeignete ruhige Barbenarten
  • Dornaugen
  • andere friedliche Schmerlenarten mit vergleichbaren Ansprüchen
  • ruhige Labyrinthfische
  • geeignete kleinere Welsarten

Nicht geeignet sind sehr große, räuberische oder aggressive Fische sowie ausgesprochen hektische Arten. Auch besonders konkurrenzstarke Fresser können problematisch sein, wenn sie den Fünfgürtelbarben dauerhaft das Futter streitig machen.

Bei der Vergesellschaftung mit Garnelen ist etwas Vorsicht geboten. Vor allem frisch geschlüpfte und sehr kleine Junggarnelen können als Nahrung angesehen werden. Ob größere, ausgewachsene Garnelen unbehelligt bleiben, hängt unter anderem von ihrer Größe, der Einrichtung des Aquariums und dem Verhalten der einzelnen Fische ab. Eine dichte Bepflanzung und zahlreiche Versteckmöglichkeiten verbessern die Chancen des Garnelennachwuchses, bieten jedoch keinen vollständigen Schutz.

Zucht von Fünfgürtelbarben

Fünfgürtelbarben sind Freilaicher und betreiben keine Brutpflege. Beim Ablaichen gibt das Weibchen die Eier zwischen feinfiedrigen Pflanzen oder über dem Bodengrund ab, wo sie vom Männchen befruchtet werden. Anschließend kümmern sich die Elterntiere nicht weiter um den Nachwuchs und können sowohl die Eier als auch frisch geschlüpfte Larven und Jungfische fressen.

In einem dicht bepflanzten und gut eingefahrenen Aquarium können gelegentlich auch ohne gezielte Zuchtmaßnahmen einzelne Jungfische aufkommen. Wer jedoch möglichst viele Nachkommen großziehen möchte, sollte ein separates Zuchtaquarium verwenden.

Das Zuchtbecken sollte eher schwach beleuchtet und mit feinfiedrigen Pflanzen wie Javamoos oder einem Laichmopp ausgestattet sein. Alternativ können ein Laichrost oder ein feinmaschiges Netz über dem Bodengrund verhindern, dass die Elterntiere an die herabfallenden Eier gelangen.

Vor dem Zuchtversuch empfiehlt es sich, die ausgewählten Tiere abwechslungsreich und mit einem erhöhten Anteil an geeignetem Lebend- und Frostfutter zu versorgen. Nach dem Ablaichen sollten die erwachsenen Fische aus dem Zuchtbecken entfernt werden.

Unter passenden Bedingungen schlüpfen die Larven meist nach etwa 24 bis 36 Stunden. Nach einigen weiteren Tagen schwimmen die Jungfische frei. Als Erstfutter eignen sich Infusorien oder sehr feines Aufzuchtfutter. Sobald die Jungfische etwas größer sind, können auch Artemia-Nauplien oder Mikrowürmer angeboten werden.

Gesundheit und Pflege

Bei passenden Haltungsbedingungen und dauerhaft guter Wasserqualität lassen sich Fünfgürtelbarben in der Regel gut pflegen. Stark schwankende oder ungeeignete Wasserwerte, belastetes Wasser, eine zu kleine Gruppe sowie sehr unruhige oder ungeeignete Mitbewohner können das Wohlbefinden der Fische beeinträchtigen und ihre Anfälligkeit für Erkrankungen erhöhen.

Mögliche Warnzeichen sind:

  • ungewöhnlich zurückgezogenes oder teilnahmsloses Verhalten
  • schnelle oder angestrengte Atmung
  • dauerhaft angelegte Flossen
  • fehlender Appetit
  • wiederholtes Scheuern an Gegenständen
  • Veränderungen an Haut, Augen oder Flossen
  • auffälliges Schwimmverhalten
  • Abmagerung

Solche Anzeichen sind nicht spezifisch für eine bestimmte Erkrankung. Treten Auffälligkeiten auf, sollten zunächst die Haltungsbedingungen überprüft werden. Dazu gehören insbesondere Temperatur, pH-Wert, Sauerstoffversorgung sowie Ammonium beziehungsweise Ammoniak und Nitrit. Auch das Verhalten der übrigen Fische und mögliche Veränderungen im Aquarium sollten aufmerksam beobachtet werden.

Eine vorübergehend blassere Färbung kann beispielsweise nach dem Umsetzen, bei Unruhe, sehr heller Beleuchtung oder anderen belastenden Situationen auftreten. Bleibt die Farbveränderung bestehen oder kommen weitere Symptome hinzu, sollte die Ursache genauer abgeklärt werden.

Regelmäßige Teilwasserwechsel, eine zuverlässige Filterung, abwechslungsreiche Fütterung und die Haltung in einer ausreichend großen Gruppe bilden eine wichtige Grundlage für gesunde Fische. Neue Tiere sollten vor dem Einsetzen aufmerksam auf Krankheitsanzeichen beobachtet werden. Wenn die Möglichkeit besteht, kann eine zeitweise Unterbringung in einem separaten Quarantänebecken dazu beitragen, das Risiko einzuschleppender Krankheiten oder Parasiten zu verringern.

Häufige Fragen zur Fünfgürtelbarbe

Wie viele Fünfgürtelbarben sollte man halten?

Fünfgürtelbarben sind gesellige Gruppenfische und sollten mit mehreren Artgenossen zusammenleben. Empfehlenswert ist eine Gruppe von mindestens acht bis zehn Tieren. In einer ausreichend großen Gruppe fühlen sie sich sicherer und zeigen ihr natürliches Sozialverhalten.

Wie groß sollte das Aquarium für Fünfgürtelbarben sein?

Für eine Gruppe sollte das Aquarium mindestens 80 cm lang sein und ausreichend freie Schwimmfläche sowie gut strukturierte Rückzugsbereiche bieten. Werden weitere Fischarten vergesellschaftet, ist ein größeres Becken empfehlenswert.

Sind Fünfgürtelbarben für Anfänger geeignet?

Grundsätzlich können auch Einsteigerinnen und Einsteiger Fünfgürtelbarben halten. Wichtig sind ein gut eingefahrenes Aquarium, passende und stabile Wasserwerte, eine ausreichend große Gruppe sowie regelmäßige Pflege und Teilwasserwechsel.

Welche Wasserwerte brauchen Fünfgürtelbarben?

Geeignet sind Temperaturen von etwa 22 bis 26 °C, ein pH-Wert zwischen etwa 5,0 und 7,0 sowie weiches bis mäßig hartes Wasser. Besonders wichtig sind stabile Werte und eine dauerhaft gute Wasserqualität.

Sind Fünfgürtelbarben friedlich?

Ja, Fünfgürtelbarben gelten als friedliche und eher zurückhaltende Gesellschaftsfische. Gut geeignet sind ruhige Mitbewohner ähnlicher Größe mit vergleichbaren Ansprüchen an Wasserwerte und Temperatur. Sehr hektische, aggressive oder räuberische Arten sollten vermieden werden.

Was fressen Fünfgürtelbarben?

Fünfgürtelbarben nehmen feines Granulat, Mikropellets oder fein zerriebenes Flockenfutter an. Für eine abwechslungsreiche Ernährung kann das Trockenfutter regelmäßig durch kleines Frost- oder Lebendfutter wie Artemia, Daphnien, Cyclops oder geeignete Mückenlarven ergänzt werden.

Warum verstecken sich Fünfgürtelbarben manchmal?

Vor allem nach dem Einsetzen in ein neues Aquarium können Fünfgürtelbarben zunächst scheu sein. Auch eine sehr helle Beleuchtung, fehlende Rückzugsmöglichkeiten, hektische Mitbewohner oder eine zu kleine Gruppe können dazu führen, dass sie sich häufig verstecken. Pflanzen, Wurzeln und gedämpftes Licht geben ihnen Sicherheit.

Lassen sich Fünfgürtelbarben im Aquarium züchten?

Ja. Fünfgürtelbarben sind Freilaicher und betreiben keine Brutpflege. Für eine gezielte Nachzucht empfiehlt sich ein separates, schwach beleuchtetes Zuchtbecken mit feinfiedrigen Pflanzen, einem Laichmopp oder einem Schutzgitter für die Eier. Nach dem Ablaichen sollten die Elterntiere entfernt werden.

 


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