Wie schlau ist mein Hund?
Bei der Einschätzung, wie hoch der IQ des eigenen Tieres anzusetzen ist bzw. wie schlau dieses ist, wird der Hundefreund wohl im Brustton der Überzeugung verkünden, dass der eigene Vierbeiner unfassbar schlau sein muss, denn schließlich verstehe dieser ihn zuweilen sogar besser als manch ein Mensch.

Die folgende, natürlich vollkommen fiktive Szene soll helfen, diese Aussage auf ihren Wirklichkeitsgehalt zu überprüfen.
Mensch und Hund betreten gemeinsam die Straße, um zu einer kleineren Gassi-Runde oder auch einem längeren Spaziergang aufzubrechen, die genaue Länge der vor ihnen liegenden Strecke ist für die Geschichte vollkommen unerheblich – ganz entscheidend ist aber der Umstand, dass Mensch und Hund durch eine Leine miteinander verbunden sind, deren eines Ende sich in der Hand des Zweibeiners befindet, während das andere am Geschirr oder Halsband des Hundes befestigt ist. Das Hund-Mensch-Gespann trottet also los und schlendert einträchtig durch die Straßen der Nachbarschaft. Da geschieht es! Vollkommen unvermutet betritt eine Katze die Szenerie – sie rennt über die Straße und erlaubt es sich, tatsächlich in einiger Entfernung sitzen zu bleiben. Der kluge Hund reagiert natürlich äußerst angemessen und intelligent, indem er lautstark zu bellen und zu knurren beginnt und mit aller Vehemenz an der ihn haltenden Leine zu zerren beginnt. Mit seinem ganzen Körpergewicht wirft er sich in die Leine – fast so, als würde der kluge Hund nicht verstehen, dass die Leine seinen Bewegungsradius eindeutig definiert. Und was macht die Katze, deren Intelligenz sich natürlich in gar keiner Weise mit der des überlegenen Hundes messen kann? Sie löst schnell eine Gleichung mit mehreren Variablen nach x auf und berechnet die genaue Position, auf der sie verharren muss, um sich exakt 30 cm außerhalb der Reichweite des Hundes zu befinden.

Der Beweis, dass Hunde nicht nur schlau, sondern auch sehr viel schlauer als Katzen sind, ist damit wohl eindeutig erbracht. Quod erat demonstrandum!

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Betritt nun eine Katze die Bühne, wird die Beherrschung vieler Hunde einer harten Bewährungsprobe unterzogen.

Neben dieser mag es sicherlich noch weitere und sogar ernster zu nehmende Antworten auf die Frage geben, wie schlau, klug oder intelligent Hunde sind bzw. sein können. In der Tat gibt es sogar Studien, die besagen, dass unsere geliebten Vierbeiner angeblich über die geistigen Fähigkeiten eines ungefähr zweieinhalbjährigen Kindes verfügen. Einige dieser Antworten und viele interessante Informationen in Sachen Intelligenz bei Hunden haben wir Dir in unserem Artikel zusammengefasst.

Was ist Intelligenz?

Um eine Aussage darüber treffen zu können, wie schlau bzw. intelligent Dein Vierbeiner nun wirklich ist, hilft es, im Vorfeld erst einmal zu definieren, wie sich Intelligenz bei einem Hund ausprägt, welche unterschiedlichen Kategorien es zu bedenken gilt und anhand welcher Testverfahren sich Intelligenz bei einem Hund überhaupt messen lässt – denn die Anwendung mathematisch komplexer Verfahren, das Schreiben von Gedichtinterpretationen oder das exakte Skizzieren eines Bauplans wird in aller Regel nicht zu den Stärken Deines Schlappohrs zählen. Aber, wer weiß, es gibt ja immer Ausnahmen, die die Regel bestätigen, und vielleicht zählt Dein Vierbeiner zu einem solchen Einstein unter den Hunden!

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Um die Intelligenz von Hunden nachzuweisen bzw. einschätzen zu können, bedarf es spezieller Textverfahren.

Möchtest Du beurteilen, wie schlau Dein Hund ist, solltest Du ein besonderes Augenmerk z. B. auf seine Problemlösefähigkeit, sein Aktivitätsniveau bzw. seine Hemmungskontrolle, sein logisches Denken oder sein Kurzzeitgedächtnis legen. Um hier zu konkreten Ergebnissen zu gelangen, kannst Du Deinen Vierbeiner einigen einfachen Tests unterziehen: Zeige ihm z. B. zwei Schüsseln, unter einer dieser Schüsseln versteckst Du nun ein Leckerchen, dann verlasst ihr beide für einen kurzen Moment den Raum. Kehrt ihr nach circa 15 bis 30 Sekunden zurück und Dein Hund steuert zielsicher die Schüssel mit dem versteckten Leckerchen an, scheint er über ein ganz hervorragendes Kurzzeitgedächtnis zu verfügen! Gelingt es ihm dann auch noch, das Leckerchen unter Zuhilfenahme von Pfote und Nase blitzschnell aus seinem Versteck zu befreien, hat er sich diese Köstlichkeit nicht nur wirklich verdient, sondern er scheint auch über eine hohe und kreative Kompetenz im Bereich der Problemlösung zu verfügen.

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Hunden werden enorme Intelligenzleistungen in Sachen Problemlösung im Alltag nachgesagt, insbesondere wenn es darum geht, heiß begehrte Leckerchen zu finden.

Besondere Intelligenz bei Hunden lässt sich allerdings auch im sozialen Bereich der Hund-Mensch-Kommunikation finden. So sind unsere vierbeinigen Gefährten in der Regel in der Lage, zeigende Gesten zu decodieren. Präsentierst Du Deiner Fellnase einen Napf und zeigst mit der Hand auf diesen, wird er diese Geste mit einer hohen Wahrscheinlichkeit als Essenseinladung deuten und sich freudig auf den Napf zubewegen, und dies sogar, wenn dieser leer ist. Daher lässt sich annehmen, dass Dein Hund nicht durch den Geruch des Futters angelockt wird, sondern Deine Geste als Auslöser der Reaktion Deines Lieblings gedeutet werden kann. Diese Fähigkeit unterscheidet Deinen Hund deutlich von anderen Tieren, die mit dem Menschen, wenn überhaupt, nur durch Augenkontakt kommunizieren. Die Gesten eines Menschen hingegen kann nicht einmal ein Schimpanse erkennen bzw. richtig deuten.

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Studien zufolge sind Hunde die einzigen Tiere, die in der Lage sind, menschliche Gesten zu deuten und in Handlung umzusetzen.

Zahlreiche Studien haben sich in den letzten Jahren mit Fragen rund um das Thema Intelligenz von Hunden beschäftigt, eine Vielzahl an unterschiedlichsten Ergebnissen formuliert und ebenso viele neue Fragen aufgeworfen. Der folgende Überblick möchte Dir und Deiner Fellnase Interessantes und Wissenswertes aus dem Bereich der Forschung präsentieren, damit ihr Euch eine eigene Meinung zu dem Thema bilden könnt. Allerdings muss eine Sache klar sein, egal wie intelligent Dein Schlappohr auch sein mag, der Hund an sich ist der beste Freund des Menschen, und das wird wohl auch immer so bleiben.

Wie schlau ist mein Hund – was sagen die Studien?

Geht es um die Intelligenz von Hunden, werden oft die Arbeiten des Psychologen Prof. Stanley Coren herangezogen, der über einen Zeitraum von zehn Jahren systematisch Trainer und Trainerinnen nordamerikanischer Hundeclubs befragte, wie schlau ihre Trainingshunde seien. Als Grundlage dafür diente ein Intelligenz-Test, in dem die Vierbeiner verschiedenste Fähigkeiten und Fertigkeiten unter Beweis stellen sollten. Grundlegend unterscheidet Coren unterschiedliche Arten der Intelligenz bei Hunden, die einen Einfluss auf deren Auffassungsgabe haben können:

  • Die instinktive Intelligenz umfasst den Bereich der ererbten Fertigkeiten, die Deiner Fellnase also von Geburt an in die Wiege gelegt werden.
  • Die adaptive Intelligenz beschreibt die Fähigkeit eines Hundes, sich mit seiner Umwelt auseinanderzusetzen und von ihr zu lernen, um anstehende Probleme lösen zu können. Die adaptive Intelligenz bezieht sich also im Gegensatz zur instinktiven Intelligenz auf Fähigkeiten, die Deine Fellnase im Rahmen eines individuellen Lernprozesses erworben hat.
  • Die Gehorsams- und Arbeitsintelligenz umfasst die Fähigkeit des Hundes, Anweisungen des Menschen zu erkennen, richtig zu interpretieren und in Aktion umzusetzen. Diese Art der Intelligenz lässt sich also im Bereich der Interaktion zwischen Zwei- und Vierbeiner verorten.

Corens Befragungen zielten auf den Bereich der Gehorsams- und Arbeitsintelligenz ab, auf deren Überprüfung seine Fragen bzw. Tests dementsprechend abgestimmt waren. Sein Ziel war es dabei u. a., herauszufinden, ob sich auffallende Intelligenzunterschiede zwischen einzelnen Hunderassen ergeben. So kam er zu dem Ergebnis, dass sich insbesondere Border Collies durch eine hohe Intelligenz auszeichnen – gefolgt von dem Pudel, dem Deutschen Schäferhund und dem Golden Retriever. Aber auch Dobermänner und Labrador Retriever, die es auf die weiteren Plätze brachten, schafften, lassen sich als kluge Köpfe bezeichnen. Etwas abgeschlagen, sozusagen im Tabellenkeller, landeten Basenjis, Afghanische Windhunde und Bulldoggen, deren Kernkompetenzen sich jedoch sicherlich in anderen Bereichen finden lassen.

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Glaubt man den Studien sind Border Collies wahre Intelligenzbestien und Alleskönner!

Zudem, so Coren, seien Hunde in der Lage, sich durchschnittlich 150 Wörter zu merken und die sie bezeichnenden Gegenstände unterscheiden zu können – manche Intelligenzbestien auf vier Pfoten bringen es sogar auf erstaunliche 250 Wörter. Einige Verhaltensweisen, die Hunde beim Lösen der gestellten Aufgaben zeigten, ließen außerdem auf das Vorhandensein einer gewissen Planungsfähigkeit schließen, die vermuten lässt, dass Hunde in bestimmten Situationen die wahrscheinlichen Reaktionen ihrer Artgenossen und die der sie umgebenden Menschen realistisch einschätzen können. Coren unterstellt den treuherzigen Fellnasen sogar weitergehend das Potential, nicht nur Artgenossen, sondern auch den geliebten Zweibeiner in einem gewissen Maß täuschen zu können und einfache Rechnungen im Zahlenfeld bis fünf lösen zu können oder zumindest den Fehler in der Gleichung 1 + 1 = 1 finden zu können. Alles in allem bescheinigt Stanley Coren dem Hund an sich geistige Fähigkeiten eines circa zwei- bis zweieinhalbjährigen Kindes, wobei diese natürlich von Hund zu Hund und von Rasse zu Rasse variieren können.

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Studien verorten die kognitiven Leistungen von Hunden auf dem Niveau eines circa zweieinhalbjährigen Kindes.

Deutlich Ausdruck findet die Intelligenz bei Hunden, Coren folgend, in deren Fähigkeit, alltägliche Probleme zu lösen. So gelingt es ihnen z. B. oft, den kürzesten Weg zum gesetzten Ziel zu finden, wobei sie sich kreativ und effizient zeigen: Eine geschlossene Tür stellt beispielsweise kein Hindernis mehr dar, nachdem Hund einmal herausgefunden und gelernt hat, wie diese sich öffnen lässt.

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Hat ein Hund erst einmal gelernt, eine Tür zu öffnen, stellt diese von nun an kein Hindernis mehr für ihn dar.

So weit so gut, könnte sich jetzt der Hundefreund denken, sich selbst auf die Schulter klopfen, sich zu seinem superschlauen tierischen Mitbewohner gratulieren und dem Nachbarn mit der semi-begabten Katze oder den talentlosen Vögeln ein mitleidiges, vielleicht sogar ein wenig herablassendes, Lächeln schenken. Denn immerhin kann sein Hund bis fünf zählen, sich sehr viele Wörter merken und ihn sogar betrügen, was er aber natürlich niemals tun wird. Was allerdings nicht verschwiegen werden sollte, ist die Tatsache, dass nicht jede Studie den Hund als Supergehirn und Intelligenzbestie erscheinen lässt. So lautet die Kritik z. B., dass das Ergebnis, den Hund als möglichst schlaues und damit natürlich sehr besonderes, vielleicht sogar einzigartiges Tier dastehen zu lassen, aus dem menschlichen Wunschdenken resultiert, dass Hunde als beste Freunde des Menschen einfach sehr klug und sehr besonders sein müssen.
Weitet man den Blickwinkel über den Tellerrand hinaus, wird recht schnell deutlich, dass die Intelligenzleistungen und besonderen Fähigkeiten von Hunden durchaus einer Relativierung bedürfen. Ihren Status als treuherzige Begleiter des Zweibeiners und dessen vermutlich beste Freunde verlieren sie dadurch natürlich nicht!
Dennoch gibt es auch Stimmen, die behaupten, dass die Intelligenz von Hunden oft überschätzt wird. Grundlage dieser Kritik ist dabei die Anlage vieler Studien, die die Intelligenzleistungen anderer Tiere außen vor ließen, sich von Beginn an zu sehr auf den geliebten Vierbeiner konzentrieren, um ihn unberechtigterweise als besonders klug, talentiert und damit einzigartig erscheinen zu lassen. Zudem gibt es generell viel mehr Studien, die sich darum bemühen, die Intelligenz von Hunden als von anderen Tieren wie z. B. Katzen, Wölfen, Schafen oder vielleicht Tauben herauszustellen. Vergleicht man die Intelligenz von Hunden nun im größeren Zusammenhang mit der anderer Tiere, so wird der Hund zwar nicht dümmer, allerdings stellt sich heraus, dass seine kognitiven Leistungen oft nicht höher anzusetzen sind als die anderer Tiere. Geht es um die Fähigkeit, Probleme des Alltags assoziativ zu lösen, zeigen sich z. B. Tauben als ähnlich schlau wie Hunde. Im Bereich der auditiven Leistungen wird es für den Hund oft als Alleinstellungsmerkmal beschrieben, dass er menschliche Stimmen voneinander unterscheiden kann. Ganz grundlegend können Katzen dies jedoch auch. Der einzige Unterschied zwischen Hund und Katze liegt darin begründet, dass eine Samtpfote sich im Gegensatz zum Hund zu keinerlei Reaktion herablässt und das meiste Gerede der Zweibeiner geflissentlich ignoriert und eigentlich nie das macht, was Mensch vor ihr möchte oder erwartet, sodass dieser gar nicht bemerkt, dass sie ihn eigentlich versteht. Auch zeigt ein Seeotter sich im Gebrauch von Werkzeugen geschickter als ein Hund und Esel sind in aller Regel talentierter dabei, ein Hindernis zu umgehen als ein Hund.
Dennoch besteht für den Hundefreund nun kein Grund zum Verzweifeln. Auch wenn andere Tiere Deinem Vierbeiner in Sachen Intelligenz um nichts nachstehen, schmälert das weder dessen kognitiven Fähigkeiten noch seine Position als bester Freund des Zweibeiners und festes Familienmitglied im Mensch-Hund-Rudel. Einzigartigkeit kann der Hund nämlich durchaus für sich beanspruchen: Denn immerhin begleitet er den Menschen seit inzwischen schätzungsweise 15.000 Jahren oder vielleicht auch schon sehr viel länger als treuer Gefährte, der nie von seiner Seite weicht. Die Frage, ob es der Mensch war, der den Hund domestizierte, oder der Hund, der sich den Menschen zum nützlichen Partner erzog, ist dabei umstritten. Fest steht jedoch, dass Mensch und Hund seit undenkbaren Zeiten ein Team bilden und kein anderes Tier dem geliebten Vierbeiner diesen Rang jemals streitig machen kann.

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Hunde verfügen über ganz herausragende Fähigkeiten und leisten dem Menschen damit oft unverzichtbare Dienste.


Selbstversuch – wie schlau ist mein Hund?

Um jetzt aber endlich doch die Frage beantworten zu können, wie schlau der eigene Hund nun wirklich ist, bietet ein Mehrtierhaushalt mit Kind weitreichendes Potential zur Feldforschung in Sachen Intelligenz und deren unterschiedlichen Ausprägung.
Geht es z. B. um das Konzept Leckerchen bzw. Süßigkeiten, steht unser Kind eindeutig als Gewinner dar, da es ihm als einzigen Familienmitglied gelingt, die Süßigkeiten selbst zu verstecken, um so die Eltern auf die Suche zu schicken statt umgekehrt. Doch auch Pix, unser Kater, und Flamma, unsere Katze, schneiden hier nicht schlecht ab, da sie ihre Kompetenzen im Team nutzen, um z. B. Schubladen zu öffnen und Leckerchen-Verpackungen aufzureißen, um deren kostbaren Inhalt dann an Stellen zu verstecken, wo noch nie ein Mensch oder ein Hund gewesen ist und auch niemals hingelangen wird – vorzugsweise unter dem Sofa.

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Wie klug ist mein Hund? Freki und ich wagen den Selbstversuch!

Doch wie schlägt sich hier unser Hund Freki in seiner Problemlösefähigkeit, um möglichst schnell an ein Leckerchen zu gelangen? Ich unternehme einen Feldversuch in der Hoffnung, Frekis überlegenen Intellekt nachweisen zu können, und beginne mit dem Versuchsaufbau: Freki und ich sitzen uns auf dem Boden meines Arbeitszimmers gegenüber. Ich zeige ihm zwei leere Plastikbecher und platziere unter einem davon eines seiner bevorzugten Leckerchen – sein linkes Ohr zuckt bereits freudig-erwartungsvoll und ich rechne schon jetzt mit einem raschen Erfolg.
Ich zeige nun deutlich mit dem Zeigefinger meiner rechten Hand auf den Becher, unter dem sich das Leckerchen befindet. Freki fixiert zuerst meinen Finger und nimmt dann besagten Becher ins Visier. Nachdem er diesen circa 15 Sekunden angestarrt hat, hebt er seinen Blick und schaut mich verständnislos an. Ich deute erneut mit dem Finger auf das Objekt und der Hund scheint seine nicht wirklich vorhandenen Augenbrauen zu runzeln. Er schnuppert vorsichtig an dem Becher und beginnt, ihn zaghaft abzulecken, ohne dass dieser sich bewegt.

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Das riecht lecker! Aber warum hast Du es unter einem Becher versteckt?

Erneut ein unverständlicher Blick seinerseits, erneutes Zeigen meinerseits – wiederum ein ratloser Blick. Nach zehn Minuten und unzähligen Wiederholungen beschriebener Prozedur liegt der Hund resigniert vor den beiden Bechern, beobachtet diese mit einem gewissen Unwillen und beginnt, mich zu ignorieren. Ich setze mich an den Schreibtisch. Nach weiteren zwanzig Minuten dreht Freki sowohl mir als auch den Bechern mit imposanter Geste sein Hinterteil zu. Nach dreißig weiteren Minuten verlässt er mit einem dramatischen Abgang mein Arbeitszimmer. Das Leckerchen liegt unberührt unter dem Becher des Grauens, der nach wie vor an der Stelle steht, an dem ich ihn zu Beginn des Versuches positioniert habe. Jetzt ist es an mir, etwas ratlos dreinzuschauen.

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Ich bin nicht Dein Versuchshund und ich möchte auch kein Leckerchen!

Ich beginne zu grübeln, frage mich, zu welchem Ergebnis mich mein großangelegter Feldversuch nun gebracht hat, und formuliere folgende Hypothesen: Freki ist allem Anschein nach kein Border Collie. Das war allerdings schon vorher klar, da Freki ein strubbeliger Mischling ist, dessen Leben auf den Straßen Rumäniens begann. Er ist also keine Intelligenzbestie und kein Supergehirn – oder? Vielleicht ist er auch nur extrem faul oder hatte einfach keine Lust auf ein Leckerchen oder ein blödes Spiel, das ich mir während meiner Recherche für diesen Artikel überlegt habe? All das weiß ich nicht.
Was ich allerdings sehr genau weiß, ist, dass Freki ein unfassbar lieber Hund ist, der sich nie aus der Ruhe bringen lässt, der gut mit Kater, Katze und Kind auskommt und der es unglaublich genießt, abends auf der Couch zwischen mir und meinem Mann zu liegen, um sich ausgiebig von beiden Seiten bekuscheln zu lassen. Freki ist vielleicht kein besonders kluger, aber ein glücklicher Hund und wir haben großes Glück, ihn zu haben, und das ist alles, was zählt!

Fazit

Hunde sind kluge Tiere, die über erstaunliche Fähigkeiten verfügen und oft eine enorme Bereitschaft zum Erlernen neuer Aufgaben zeigen. Studien haben gezeigt, dass ihre kognitiven Leistungen lange unterschätzt wurden und auf einem höheren Niveau zu verorten sind, als angenommen wurde. Fragt man nach der Intelligenz von Hunden, zeigt sich außerdem, dass es Rassen geben mag, die sich als besonders schlau präsentieren, indem sie z. B. eine größere Lernbereitschaft von Kommandos oder Wörtern generell zeigen. Es entspricht jedoch genauso der Wahrheit, dass Hunde nicht zu den absoluten Intelligenzbestien im Reich der Tiere zählen, auch wenn der ein oder andere Hundefreund sich das wünscht oder aufgrund eigener Erfahrung fest davon überzeugt sein mag. Viele Tiere können das, was ein Hund kann, ebenso gut oder zeigen dabei manchmal sogar bessere Ergebnisse oder eine größere Effizienz – so ist der Orientierungssinn einer Brieftaube sehr wahrscheinlich besser ausgeprägt als der eines Hundes.
Was den Hund jedoch vermutlich vor allen anderen Tieren auszeichnet, ist sein partnerschaftliches Verhältnis zum Menschen. Kein anderes Haus- oder Nutztier kann ihm hier das Wasser reichen. In einem viele, viele Jahrtausende währenden Prozess haben Mensch und Hund sich immer weiter aneinander angenähert und eine spezifische Art der Interaktion entwickelt, die einmalig ist. So gelingt es dem Vierbeiner nicht nur, die menschliche Mimik und die Stimme zu erkennen und zu deuten, sondern auch dessen Zeige-Gestus zu decodieren und das eigene Verhalten danach zu organisieren.
Letztlich bleibt jedoch nicht nur die Frage, wie schlau der eigene Hund ist, sondern auch, wie wichtig es ist, dass er überhaupt schlau ist. Eine mögliche Antwort wäre die folgende: Im Gegensatz zu mir hat mein Hund noch nie versucht, mich einem Intelligenztest zu unterziehen oder er ist dabei so subtil vorgegangen, dass ich es nicht einmal gemerkt habe. Ich gehe allerdings davon aus, dass es Freki egal ist, ob ich schlau bin oder nicht. Und wer gibt mir dann das Recht, nach seiner Intelligenz zu fragen?

P.S.: Bei der Recherche und dem Verfassen dieses Artikels kamen natürlich weder Kinder noch Tiere zu Schaden! Ganz im Gegenteil wurde ihr Mitwirken ausreichend gewürdigt und belohnt.

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So ein Becher kann manchmal auch einfach von ganz allein umfallen!

Zudem möchte ich versichern, dass Freki besagtes Leckerchen natürlich nicht vorenthalten wurde!


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